Archiv, Bestand, Signatur

Archiv: Staatsarchiv Würzburg
Kapitel-Bezeichnung: Einzelregestierung von Urkunden
URN: urn:nbn:de:stab-d6b1728a-e8f5-4edf-8a38-53fdb51dc9e71
Bestellsignatur: StAWü, Kloster Himmelspforten Würzburg Urkunden 245
Archivische Altsignatur:

Kloster Himmelspforten Würzburg Urkunden 1344 Dezember 8

Beschreibung des Archivales

Betreff:

Apel ("Aplo") genannt von Sickershausen ("Sikershusen"), sein Sohn Apel, sein Schwiegersohn ("gener") Friedrich ("Friczo") genannt Mulich und dessen Ehefrau Elisabeth, wohnhaft in dem Dorf Eßleben ("Eysleuben"), verkaufen aus zwingenden Gründen für sich und ihre Erben gemeinsam an Äbtissin und Konvent des Klosters Himmelspforten drei Viertel eines halben Allods in Dorf und Gemarkung Eßleben mit allen Zugehörungen, bisher ihr freies Eigengut. Sie haben dafür von den Käuferinnen 18 Pfund Heller erhalten und zu ihrem Nutzen verwendet. Daher verzichten sie mit Mund, Hand und Halmwurf ("ore, manu et iactu calamis"), wie es Sitte ist, auf das Gut, ihr Eigentum und alle ihre Rechte daran zugunsten der Käuferinnen. Von diesen erhalten sie das Gut zu Erbrecht ("ius emphyteoticum") gegen einen Zins von 3 Malter Roggen ("siligo") zurück. Das Getreide muss jedes Jahr auf Kosten der Beliehenen vor dem 29. September ("ante festum sancti Michahelis archangeli") in einem Getreidespeicher in der Stadt Würzburg, der ihnen dann von den Käuferinnen angewiesen wird, gemessen mit dem in der Stadt Würzburg gebräuchlichen Maß, das Metze genannt wird, abgeliefert werden. Die Verkäufer versprechen, die Käuferinnen bei Streitfällen wegen des Verkaufs vor dem Entzug ("evictio") des Gutes zu schützen und ihnen Währschaft ("warandia werschaft wlgariter dicta") zu leisten, wie dies bei Eigengütern im Lande Franken üblich ist. Apel von Sickershausen, sein Sohn Apel, Friedrich Mulich, dessen Ehefrau Elisabeth und Heinrich, der Sohn des Apel von Sickershausen, und sonst niemand erhalten die Erlaubnis, das Gut und den Zins zurückzuerwerben, und zwar um den dafür bezahlten Preis oder jedes Malter Roggen um 6 Pfund Heller. Dieser Rückkauf muss innerhalb der nächsten sechs Jahre, gerechnet ab dem kommenden 22. Februar ("a festo Kathedre Petri apostoli proxime affuturo"), erfolgen, und zwar jeweils am 22. Februar oder davor. Versäumen die Verkäufer die Lieferung des Zinses ganz oder teilweise, verlieren sie das ihnen zugestandene Rückkaufrecht und das Gut bleibt auf ewig mit dem Zins belastet. Die Verkäufer verzichten für sich und ihre Erben auf jegliche Rechtsmittel gegen diesen Verkauf. Auf Bitte der beteiligten Parteien siegelt der Offizial.


Aussteller: Apel von Sickershausen, sein Sohn Apel, sein Schwiegersohn Friedrich Mulich und dessen Ehefrau Elisabeth, alle wohnhaft zu Eßleben
Empfänger: Äbtissin und Konvent des Klosters Himmelspforten

Laufzeit: 1344 Dezember 8
Sprache: ger
Gattung: Urkunden
Beschreibstoff:

Pergament

Literaturhinweise:

Regest: Hoffmann, Himmelspforten, Nr. 262 S. 268f.
Repertorium: Rep. 1, Bd. 6, S. 397

Registerbegriffe

Ortsnamen: Eßleben (Gde. Werneck/Lkr. Schweinfurt), Einwohner ; Eßleben (Gde. Werneck/Lkr. Schweinfurt), Dorf ; Eßleben (Gde. Werneck/Lkr. Schweinfurt), Allod ; Eßleben (Gde. Werneck/Lkr. Schweinfurt), Gemarkung ; Würzburg, Kloster, Himmelspforten, Äbtissin ; Würzburg, Kloster, Himmelspforten, Konvent ; Würzburg, Maß ; Würzburg, Offizial
Personennamen: Sickershausen, Apel d. Ä. von, Eßleben ; Sickershausen, Apel d. J. von, Eßleben ; Sickershausen, Heinrich von ; Mulich, Friedrich, Eßleben ; Mulich, Elisabeth, Eßleben, geb. von Sickershausen
Sachbegriffe: Einwohner, Eßleben (Gde. Werneck/Kr. Würzburg) ; Dorf, Eßleben (Gde. Werneck/Kr. Schweinfurt) ; Äbtissin, Würzburg, Kloster, Himmelspforten ; Konvent, Würzburg, Kloster, Himmelspforten ; Allod, Eßleben (Gde. Werneck/Kr. Schweinfurt) ; Gemarkung, Eßleben (Gde. Werneck/Kr. Schweinfurt) ; Maß, Würzburg ; Offizial, Würzburg

Überlieferungsgeschichte

Registratursignatur/ Aktenzeichen: E 1 (18. Jh.)<BR/>sub Himelpforten (18. Jh.)<BR/>registrata in libro Himelpforten fol. 146 (18. Jh.)<BR/>N. 248 (18. Jh.)