Archiv, Bestand, Signatur
| Archiv: | Bayerisches Hauptstaatsarchiv |
|---|---|
| Kapitel-Bezeichnung: | 1401-1450 |
| URN: | urn:nbn:de:stab-d989eee6-49ef-4a30-92ab-2abc1a4ece347 |
| Bestellsignatur: | BayHStA, Grafschaft Sponheim Urkunden 1085 |
| Archivische Altsignatur: |
Sp. U 981 |
Beschreibung des Archivales
| Betreff: |
Ludwig Pfalzgraf bei Rhein, des Heiligen Römischen Reiches Erztruchseß und Herzog in Bayern (Beyern), bekundet: seine Schwägerin (swester) Elisabeth Gräfin zu Sp. und Vianden, Pfalzgräfin bei Rhein und Herzogin in Bayern, Witwe, hat aus besonderer Freundschaft zu ihm und der Pfalz ein Fünftel von Burg und Stadt Kreuznach (Crutzenach), Burg und Tal Ebernburg, Burg und Tal Gutenberg (Gudenburg), Feste Argenschwang (Arenswang), Burg Naumburg (Nuwenburg), Burg und Tal Koppenstein (Coppen-), Burg und Stadt Gemünden (Gemunden) und Stadt Kirchberg (-perg) mit Gefällen, Gülten und Zubehör übergeben entsprechend der darüber ausgestellten Urkunde(1). Der Pfalzgraf hat Elisabeth dafür auf Lebzeiten so viel an jährlicher Gülte auf den Zoll zu Bacharach (Bacherach) verschrieben, wie das Fünftel einbringt. Der Zollschreiber Johann von Ladenburg (Lauden-) und seine Nachfolger haben das Geld entsprechend auszuzahlen. Geschieht das nicht, kann Elisabeth das Fünftel wieder übernehmen und sich daran halten; der Zollschreiber soll ihr gegenüber seine Verpflichtungen beurkunden. Ein neuer Zollschreiber soll erst ernannt werden, wenn er das ebenfalls getan hat. Solange Elisabeth lebt, soll sie die geistlichen Lehen und Burglehen der Grafschaft Sp. verleihen, ohne von den Pfalzgrafen verhindert zu werden. Sie behält volle Gewalt über die genannten Burgen, Schlösser, Städte, Täler und Lande und kann Geleit geben, wem sie mag; dies soll allerdings der Pfalzgrafenschaft nicht schaden. Gerät Elisabeth in eine Notlage und muß Zinse und Gülten der genannten Burgen, Schlösser, Städte, Täler und Lande versetzen, sollen die Pfalzgrafen zustimmen und sie nicht behindern; sie hat das Recht, Gebote zu erlassen, wie es ihr richtig erscheint. Der Pfalzgraf und seine Amtleute sollen sie zu Kreuznach, oder wo sie sonst in den Schlössern und Städten wohnen will, nicht behindern. Will Ludwigs Bruder Pfalzgraf Stephan oder sonst jemand ihr wegen der Vergabe des fünften Teils Schaden zufügen, sollen, falls Elisabeth sich bereit erklärt, die Sache rechtlich vor dem Pfalzgrafen und seinen Räten auszutragen, diese ihr mit aller Macht helfen, als ob es das eigene Land anginge. Dies hat Ludwig beschworen; er siegelt. (1) Nr. 3710. |
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| Laufzeit: | 1416 Februar 9 |
| Sprache: | ger |
| Gattung: | Urkunden |
| Bilder: | 2 Bilder |
| Ausstellungsort: | Kreuznach |
Überlieferungsgeschichte
| Provenienz: |
Grafschaft Sponheim Urkunden |
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