Archiv, Bestand, Signatur
| Archiv: | Staatsarchiv Würzburg |
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| Kapitel-Bezeichnung: | Einzelregestierung von Urkunden |
| URN: | urn:nbn:de:stab-dde6fac0-d3fc-44fe-bffe-24bc6c1ae9104 |
| Bestellsignatur: | StAWü, Mainzer neuregestierte Urkunden 1137 |
| Archivische Altsignatur: |
W 381 |
Beschreibung des Archivales
| Betreff: |
Revers des Franz Karl Philipp Graf v. Ingelheim, kurmainzischen Geheimen Rats und Oberhofmarschalls, über die durch Erzbischof Friedrich Karl Joseph von Mainz gemäß inserierten Lehenbriefs von 1717 November 29 erfolgte Belehnung mit dem Flecken Gaulsheim; darin inseriert: 1717 November 29: Erzbischof Lothar Franz von Mainz belehnt den Franz Adolph Dietrich Freiherrn v. Ingelheim, Präsidenten des Reichskammergerichts zu Wetzlar, der die Rechte des Mainzer Domkapitels am Flecken Gaulsheim erworben hatte, in derselben Weise wie zuvor den Grafen v. Metternich und verweist auf einen inserierten Lehenbrief für die Brömser v. Rüdesheim; darin inseriert: (...) (Datierung fehlt): Erzbischof Johann Philipp von Mainz belehnt den kurmainzischen Geheimen Rat, Hofrichter und Vizedom in der Stadt Mainz, den Freiherrn Heinrich Brömser von und zu Rüdesheim, mit dem Dorf Gaulsheim mit allen zugehörigen Rechten, welches zuvor mit inseriertem Brief von 1659 April 22 an das Erzstift zu Lehen aufgesandt worden war; darin inseriert: 1659 April 22: Heinrich Brömser von und zu Rüdesheim (...) gibt dem Erzstift Mainz den Ort Gaulsheim, ursprünglich Lehen des fürstlichen Hauses Jülich ("Gülich"), 1573 an Kurpfalz übertragen und mit Lehenbrief von 1644 Februar 27 durch Kaiser Ferdinand III. zu Lehen ausgegeben, um welchen bei Restitution der Unteren Pfalz Streitigkeiten mit Kurpfalz entstanden waren, welche durch inserierten Kaufbrief von 1655 Juni 13 beigelegt werden konnten, unter folgenden Vorbehalten zu Lehen auf: - Heinrich Brömser verzichtet auf den durch Kurpfalz usurpierten Wochenmarkt zu Gaulsheim sowie auf die dortige Mehlwaage und den Kranen und räumt den kurmainzischen Untertanen sowie jenen des Mainzer Domkapitels, mit Ausnahme der Metzger und Juden, in Gaulsheim Zollfreiheit ein, weshalb die dortigen Untertanen der Brömser auch in Gau-Algesheim und Bingen vom Zoll befreit sind; - bei versäumter Lehenmutung darf das Erblehen Gaulsheim nicht vom Erzstift eingezogen werden, vielmehr bleibt es bei einer Erhöhung der Lehentaxe; - beim Aussterben der Familie Brömser fällt Gaulsheim als Mannlehen an die Schwestersöhne des Heinrich Brömser, nämlich an Karl Heinrich, Philipp Emmerich und Kasimir Ferdinand Freiherren v. Metternich-Winneburg bzw. an Heinrich Ferdinand und Philipp Ferdinand Freiherren v. d. Leyen und deren Erben; - von der Lehenaufsendung ausgenommen bleiben jene freieigenen Besitzungen und Einkünfte der Brömser in Gaulsheim, welche niemals zum Lehen gehört hatten; darin inseriert: 1655 Juni 13: Franziskus Mercurius v. Hellmund, Herr zu Regenberg und Werode, verkauft sein mit inserierter Urkunde von 1655 Juni 12/2 erworbenes Eigentum am Flecken Gaulsheim um 18.000 fl. an Heinrich Brömser von und zu Rüdesheim; darin inseriert: 1655 Juni 12/2: Kurfürst Karl Ludwig von der Pfalz überläßt dem Franziskus Mercurius v. Hellmund das ihm am Flecken Gaulsheim zustehende dominium directum um 18.000 fl., wovon 10.000 fl. in bar entrichtet worden sind und die Restsumme von 8.000 fl. binnen Jahresfrist bezahlt werden soll, doch muß sich der Käufer u. a. dazu verpflichten, die zu Gaulsheim errichteten Befestigungen zu schleifen, (Libell) |
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| Laufzeit: | 1785 Juni 6 |
| Sprache: | ger |
| Gattung: | Urkunden |
Überlieferungsgeschichte
| Provenienz: |
Mainzer neuregestierte Urkunden |
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