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Anna, Äbtissin des Klosters Seeligenthal bei Lanndtshuet bekennt, dass der edle und gestrenge Nicasyus Otthainrich Magensreitter von und zu Teysing etc. ihr und des Klosters Hofmeister, dem edlen und festen Joachim Pfundtner, einen "Spaltzetl" im Original vorgelegt und in Abschrift übergeben hat, der dem verstorbenen Vetter Nicasyus Magensreitter ausgefertigt worden war, betreffend das inzwischen dem Kloster gehörende Gütl genannt Pernlocher Güetl, auf dem derzeit Anndere Pernloher häuslich wohnhaft ist und Leibrecht des Klosters besitzt. Laut dem Spaltzettel zwischen dem besagten Nicasyus Magensreitter und dem damaligen, inzwischen verstorbenen Besitzer des Gütls, namens Theodorus Peisser (Peißer) zu Mäglstorf, sollte in einem gütlichen Vergleich durch den Gütlbesitzer eine Hecke vor des Magensreitters "Ainveldt, die Höchötz genannt, zu Teysing" gemacht werden. Auf Bitte des Magensreitters wird ein Vidimus des Spaltzettels erstellt, da aber dieser nicht im Original im Kloster auffindbar war, wurde die Richtigkeit durch Nachfrage festgestellt und folgend [nach dem Exemplar des Magensreitters] ein Vidimus der Urkunde vom Montag nach Quasimodo geniti (19. April) 1563 eingefügt.
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