Archiv, Bestand, Signatur
| Archiv: | Staatsarchiv Nürnberg |
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| Kapitel-Bezeichnung: | Lochner von Hüttenbach, Urkunden |
| URN: | urn:nbn:de:stab-e2af0a0a-9e3e-4fb0-a9ef-41b059b3ea6f7 |
| Bestellsignatur: | StAN, Lochner von Hüttenbach, Urkunden 194 |
Beschreibung des Archivales
| Betreff: |
Markgraf Christian Friedrich Karl Alexander zu Brandenburg belehnt den würzburgischen Geh. Rat und Oberamtmann zu Rothenfels Josef Christian Lochner v. Hüttenbach als Mannlehen mit Sitz oder Behausung Hüttenbach samt Jurisdiktion über das ganze Dorf, soweit die Markung geht; die Gräben, den grossen Vorhof, das darauf stehende Viehhaus, das früher Michael Levi und sein Sohn Löw Levi, jetzt Feiffel Dotters, Moyses Jacob Katz Relikten und Lösar Jonas zu 3 gleichen teilen vererbt ist; das Amtsknechthaus und den Platz der Herrenmarkt genannt, alle Gemäuer und Zwinger; das grosse Bewittumshaus, das Jsaac Löw, dann Salomon Levi vulgo Getalia und Seeligmann Friesens Witwe, jetzt Eystig Löw, Feifel Salomon Levi und Henoch David Katz, Feifel Abraham und Cäsar Meyer innehaben; die anstossende Scheuer samt einer Scheuer hinter dem Viehhaus welche vordem zu einem Haus eingerichtet und darin Wolf Salomons Witwe und ihr Sohn Seligmann Wolf, jetzt Feifel Wolf und Reb Levi Joseph und im Anbau Benjamin Seeligmann, welche Wohnungen noch besonders unter der Judenschaft vorkommen; 6 Fischbare Weiher, je 3 grosse und kleine, darunter wird von einem die Schlossmühle betrieben, und weitere 3, die als Grasflecke benutzt werden; das Fischwasser Haunach, zwischen dem Oberndorfer Gemeinde= und dem Tucher= Simmelsdorfer Wasser; die grosse Holzmark 21 Morgen, das untere Fichtag genannt; ein Hölzlein 1 Morgen am Sommerbronnen, das Hanns Zeich, heute Conrat Vogel namens der Frau besitzt; 1 Hölzlein im Saugarten "die Düll", 1½ Morgen, das Nicolaus Hexenacker zu Feld gemacht, jetzt Matthias Weber; 4 Tagwerk Wiese "der Prühl"; 2 Tagwerk Wiese, worin die Brunnquelle, Georg Leupoldt, jetzt sein Sohn Johann Leupoldt zu Grosengsee; 1 Baumgärtlein und 1 Weiheräckerlein, Hanns Weber, Hanns Vogel`s Eheweib, jetzt Heinrich Wurm z. H.; Weiheräckerlein und Wiese vorne am gemeinen Weg, ½ Tagw., Conrad Vogel; den Vieh- oder Kälbergarten hinter dem Viehhaus und Scheune, den früher Michael Levi, jetzt Feiffel Dotters, Moyses Jacob Katz Relikten und Cäsar Jonas zugleich besitzen, auf das übrige ist für den Vorsinger oder Reber von der Judenschaft ein Haus erbaut. Der Grossen Baum- und Grasgarten vulgo Kuchengarten, vom Schlossgraben bis zum grossen Weiher, 3 Tagwerk; das Seggärtlein, an den Schlossgraben stossend, das vom Bruder Athanasius Schwarz eingelöst und an Friedrich Dozler verkauft, der Haus und Scheune darauf erbaut. Ferner die Höfe und Söldengüter: den derzeit öden unbebauten Fichtenhof, wovon Grundstücke besitzen Hannss Ziegler auf dem Judenhof, Hanns Greissl zu H., Georg Hoffmanns Witwe zu Winterstein, Hanns Hofmann ebenda, Hanns Gebhardt, Schuster zu H., Friedrich Dozler, Conrad Vogel, Hanns Hofmann zu Schindelrangen; Hanns Decker zu Oberndorf, jetzt die Müllerswitwe Christoph Schmidt; Michael Schmidts Witwe, früher Georg Lenz der Jäger; Georg Heinlein, jetzt Conrad Theunlein; Catharina Hahnerin auf der Affermühl, jetzt Georg und Hanns Hofmann zu Winterstein; Schmiedswitwe Friedrich Geist, verehel. Klostermayrin, Müller zu Oberndorf, dessen Sohn Christoph, jetzt Michael Schmidts Witwe zu Winterstein; Johann Barth`s zu Grosengesee Witwe; Peter Escherich zu Grosengesee, jetzt Jacob Brendel allda; Hanns Meyer zu Oberndorf, jetzt Michael Schmidt`s Witwe zu Winterstein; Georg Haass, jetzt Hannss Greisel zu Hüttenbach; Georg Deinlein und Hanns Ziegler, beide Leinweber zu Winterstein, jetzt Hanns Schwarm zu Hilpoltstein und Hanns Zieglers Witwe zu Winterstein; Margaretha Pflaumin, jetzt Peter Pflaum und Hanns Weber, beide z. H.; Simon jetzt Hanns Gebhardt, Schuster z. H.; Johann Arnoldt, Amtsknecht, jetzt Friedrich Dotzler und Jacob Büll, beide z. H. Ferner den Kaltenhof mit 43 Tagwerk Feld Stephan, jetzt Hanns Zeich, dazu 3½ Tagwerk Wiese und 8 Tagwerk Holz sowie eine Hut im Lindach, die wieder zu Feld gemacht ist. Von einzelnen Stücken Hanns Tüschner z. H. und Hanns Ruder zu Oberwindsberg, jetzt Georg Remsel z. H., Hanns Groner zu Oberndorf, jetzt Hanns Meyer allda; die Abgabe vom Wasserwehr, das ganz eingegangen ist, fällt aus. Zu Hüttenbach: eine Frohnsölde Christoph Brandmüller, jetzt Moriz Pemsel; ein Sölde, Conrad, jetzt Georg Pemsel, die Schamelssölde genannt; Nicolaus Dannhöfer der Wirt hat aus dem Schamelsgut zur Erweiterung der Taferne das halbe Bräuhaus, Bierkammer und neuen Keller, wie auch die Scheune und ein Küchengärtlein vom sog. Herrengärtlein, eine breite Einfuhr, einen Stall, eine Rinne aus dem Schlossgraben ins Bräuhaus, einen lebendigen Röhrbrunnen und Tanzboden, alles Brandenburgisches Lehen, was alles derzeit Hanns Weber besitzt, dessen Vater gleichen Namens es von Carl Dietrich L. v. H. es käuflich an sich gebracht. Der Amtsknecht Johann Arnoldt hat auf die Scheune ein Haus mit 3 Wohnungen gebaut, das Hanns Georg Leykam, ein Schuster, Friedrich Röhl, ein Weber, und Friedrich Dozler innehaben. Eine Frohnsölde, Nicolaus, jetzt Conrad Hass, ein Weber; eine Frohnsölde, Hanns, jetzt Conrad Pensel, der Gänshof genannt; eine Frohnsölde, Hanns, sein Sohn Georg Haass, jetzt Johann Greissel; Johann Schmidt, jetzt Friedrich Gemehling von der Bäckstatt; Friedr. Geist, Seine an Wolfgang Clostermeyer verheiratete Witwe, jetzt Johann Geist von der Schmiedstatt, muss den Pferden des Rittergutsbesitzers ein neues Eisen um 12 Pf., ein altes um 3 Pf. aufschlagen; Johann Sebastian Wolf von der Badstuben, muss die Besitzer des Rittergutes mit dem Gesind umsonst barbieren und baden; eine Frohnsölde, Hanns Goll, jetzt Hanns Georg Gruber, ein Wagner; eine Frohnsölde, Johann Ehemann Vater und Sohn; Michael Danhöfer`s Erben von einem Trüpfhäuslein; Conrad Weber hat im Kalbergarten ein Trüpfhäuslein erbaut, Salomon Jacobs Judens Witwe, dann Jtzig Salomon und Hayum Scheu, jetzt Jzig Salomons Erben und David Hayum; ein neues Häuslein, erbaut von Hanns Weber, Bauer auf der Au, und Michael Leykam am Fuhrweg im Kälbergarten, Georg Leykam, dann Schloma und Salomon Joseph, jetzt GeorgLeykam`s Witwe, Meyer Salomon und Moyses Salomon; in gleicher Art sind auf dem Judenhaus oben noch 2 Wohnungen eingerichtet, Bänla Salomon und Samuel Salomon; Heinrich Leykam von einem Zimmer auf diesem Haus. Hanns Wild, Andreas Zottmann, jetzt Jacob Rüll als Stiefvater der Zottmännischen Kinder von der angebauten Mühle; jeder Müller muss den 4. Teil der Reparaturkosten des grossen Weihers tragen und den 4. Mann zur Arbeit stellen; der Mühlbesitzer muss einen Jagdhund unterhalten, darf aber zweimal in der Woche schwarzes Brod backen; das Hirtenhaus. Jm Schlosshof haben neue Häuser gebaut: Georg Ulrich Brunner und Hanns Wolf, jetzt Hanns Rupprecht, Schneider und Hanns Wolf; Conrad Dannhöfer, ein Büttner, und Hanns Pühmann, jetzt Valentin Dannhöfer der Sohn und Konrad Kühns Erben. Hanns Zeich und Heinrich Richter, jetzt Matthes Hauptmann und Hanns Krauss; Hanns Pühmann und Andreas Schwarz, ein Schneider; Jsrael Levi und Henoch Löw, jetzt Moyses Salomon und Seeligmann Salomon, dann Nathan Henoch; Jacob Salomon Katz und dessen Sohn Schloma, jetzt Moscha Jacob Katzens Witwe und Schlomas Witwe von ihrem Haus am Schlossgraben, beide in Konkurs verfallen. Hanns Martin Wurm, Hanns Geist und Joh. Wurm, jetzt Christoph Wurm`s Witwe, Hanns Martin Theuerings Witwe und Georg Wurm. Hanns Wurm der jüngere, jetzt dessen Witwe vom Haus und Kuchengarten am Schlossgraben. Ferner die Juden zu Hüttenbach: David Moyses Witwe, deren Sohn Seeligmann und Tochtermann Jzig Abraham vom Haus beim Schlosstor, dermals Michael Jllauer, Maurer, der es bei der Vergantung des Seeligmann David an sich gebracht und eine zweite Wohnung einrichten will. Scholum Wolf und sein Sohn Aaron Scholum, jetzt Marx Jacob Katzens Erben; Joseph Dotres und sein Sohn Henoch Dottres von der Seegmühl; das Judenhaus beim grossen Bewittumshaus ist Brandstätt, soweit Reb David es besessen; auf der andern Hälfte, vorher Joseph Salomon, ist ein neues Haus mit 3 Wohnungen erbaut, Joseph Abraham, Meyer Joseph und Baroch Abrahams Erben. Ein Judenhaus samt Stallung an des Hayum Scheu Hans stossend, früher die Juden Beer und Samson Jsaac, jetzt Conrad Jllauer und Kilian Himler, die den Platz aus dem Konkurs gekauft und neu gebaut. Anstatt Samson Jsaac hat Michael Marx ein neues Haus gebaut. Ein grosses Judenhaus bei der Judenschule, ehedem Meyerlein Löw`s Witwe, Abraham Löw`s Kinder, Kallma Hecht`s Witwe und Seeligmann Joseph, jetzt Seeligmann Samuel Sulzbacher, Lösar Abraham, Seeligmann Joseph und Jesaias Salomons Witwe; die Judensynagoge; Wolf Salomons Witwe, jetzt Feifel Wolf von dem halben Haus, erbaut von Amschel und Kaufmann Löw auf dem Heustadelplatz; von der zweiten Hälfte früher Seeligmann Wolf, jetzt Reb Levi Joseph und Benjamin. Löw Jacob, jetzt Löw Jacob Kühnreuther und sein Sohn Jacob Löw, dann die Gebrüder Henoch Bärlein und Scheml von einem Haus unter dem steinernen Haus. Auf dem Platz des ehemaligen Amtsknechtshauses von einem grösseren Haus mit 3 Wohnungen: Scholum Davids Witwe, Meyer Moyses und Seeligmann David Katz. Moyses Salomon und Jonas Nathan, jetzt Seeligmann Moyses und Joseph Henoch, vulgo Jessle, vom Haus beim Schlosstor. Vorstehende Güter erhält der belehnte nach dem Tode seines Bruders Carl Dietrich L. v. H., zugleich mitbelehnt der bambergische Oberlt. Carl Dietrich L. v. H. für sich und in Vollmacht seiner Vettern Carl Ludwig, Amand, Christian und Johann Heinrich L. v. H. - Siegler: Der Aussteller. |
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| Äußere Beschreibung: |
Äußere Beschreibung: Orig. Perg. mit Unterschrift "Alexander"; das Siegel fehlt. |
| Laufzeit: | 1773 November 6 |
| Sprache: | ger |
| Gattung: | Urkunden |
| Ausstellungsort: | Bayreuth |
Überlieferungsgeschichte
| Provenienz: |
Lochner von Hüttenbach, Urkunden |
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