Archiv, Bestand, Signatur

Archiv: Staatsarchiv Würzburg
Kapitel-Bezeichnung: Einzelregestierung von Urkunden
URN: urn:nbn:de:stab-f01226e2-c1dd-4336-a945-9ef54a050afb9
Bestellsignatur: StAWü, Kloster Himmelspforten Würzburg Urkunden 166
Archivische Altsignatur:

Kloster Himmelspforten Würzburg Urkunden 1334 Dezember 14

Beschreibung des Archivales

Betreff:

Nikolaus genannt Winmar und seine Ehefrau Jutta, wohnhaft zu Bergtheim ("Bercheim"), verkaufen an Äbtissin und Konvent des Klosters Himmelspforten und besonders an den Notar des Klosters Gottfried von Karlstadt um 10 Pfund Heller, die sie bereits erhalten und zu ihrem Nutzen verwendet haben, 5 Viertel Weinberg am Eichelberg [in der Gemarkung Opferbaum]. Das Obereigentum ("ius directi dominii") an diesem Weinberg steht dem Kloster Himmelspforten zu, das Erb- oder Nutzungsrecht (" ius hereditarium seu utile") den Verkäufern. Außerdem verkaufen sie dem Kloster einen ungefähr 0,5 Joch großen Flecken Weinberg ebendort, an dem das Obereigentum ebenfalls dem Kloster zusteht. Dieser Flecken liegt zwischen 3 Joch Weinbergen, die Hilde Roleder, der Schwiegermutter ("socrus") des Verkäufers, und ihrem Ehemann Heinrich Roleder gehören. Sie haben ihre ausdrückliche Zustimmung zu dem Verkauf dieses Fleckens gegeben. Die Käuferinnen räumen den Verkäufern das Recht zum Rückkauf der Weinberge um den bezahlten Preis innerhalb von acht Jahren ein. Können die Verkäufer die Weinberge innerhalb dieser Frist nicht zurückerwerben, dann sollen ihnen die Käuferinnen nach dem Anschlag von vier dazu auserwählten Männern einen Aufschlag zum Kaufpreis bezahlen. Die Weinberge gehören dann endgültig dem Kloster und die Verkäufer oder ihre Erben haben keinerlei Rechte mehr daran. Die Verkäufer versprechen Schutz vor Entzug ("evictio") der Weinberge und die Leistung von Währschaft ("gwarandia"). Dafür stellen sie den Käuferinnen als Bürgen Konrad von Rieden und Heinrich genannt Wilde in Bergtheim. Diese sollen sich im Falle von Einsprüchen gegen den Verkauf nach erfolgter Aufforderung bei einem öffentlichen Wirt, der ihnen dann benannt wird, ins Einlager ("obstagium") begeben und dort bis zur Beseitigung aller Einwände und Schäden verbleiben. Die Bürgen bekennen sich zur Übernahme der Bürgschaft und der damit verbundenen Pflichten. Auf Bitte der Verkäufer und ihrer Bürgen siegelt der Offizial der Würzburger Kurie.
Zeugen: Bruder Siegfried, Peter von Mainz ("Mogunt."), Berthold Furer, Apel genannt Prising und andere.


Aussteller: Nikolaus Winmar und seine Ehefrau Jutta, wohnhaft zu Bergtheim
Empfänger: Äbtissin und Konvent des Klosters Himmelspforten

Laufzeit: 1334 Dezember 14
Sprache: ger
Gattung: Urkunden
Beschreibstoff:

Pergament

Literaturhinweise:

Regest: Hoffmann, Himmelspforten, Nr. 176 S. 197f.
Repertorium: Rep. 1, Bd. 6, S. 390

Registerbegriffe

Ortsnamen: Bergtheim (Lkr. Würzburg), Einwohner ; Opferbaum (Gde. Bergtheim/Lkr. Würzburg), Weinberg ; Opferbaum (Gde. Bergtheim/Lkr. Würzburg), Flurnamen ; Opferbaum (Gde. Bergtheim/Lkr. Würzburg), Anlieger ; Würzburg, Kloster, Himmelspforten, Äbtissin ; Würzburg, Kloster, Himmelspforten, Konvent ; Würzburg, Kloster, Himmelspforten, Notar ; Würzburg, Kloster, Himmelspforten, Konverse ; Würzburg, Offizial
Personennamen: Winmar, Nikolaus, Bergtheim ; Winmar, Jutta, Bergtheim ; Karlstadt, Gottfried von, Kloster Himmelspforten, Notar ; Roleder, Hilde, Bergtheim ; Roleder, Heinrich, Bergtheim ; Rieden, Konrad von ; Wilde, Heinrich, Bergtheim ; Siegfried, Kloster Himmelspforten, Konverse ; Mainz (Rheinland-Pfalz), Peter von ; Furer, Berthold ; Prising, Apel
Sachbegriffe: Einwohner, Bergtheim (Kr. Würzburg) ; Äbtissin, Würzburg, Kloster, Himmelspforten ; Konvent, Würzburg, Kloster, Himmelspforten ; Notar, Würzburg, Kloster, Himmelspforten ; Weinberg, Opferbaum (Gde. Bergtheim/Kr. Würzburg) ; Flurnamen, Opferbaum (Gde. Bergtheim/Kr. Würzburg) ; Anlieger, Opferbaum (Gde. Bergtheim/Kr. Würzburg) ; Offizial, Würzburg ; Konverse, Würzburg, Kloster, Himmelspforten

Überlieferungsgeschichte

Registratursignatur/ Aktenzeichen: sub Himelpforten (18. Jh.)<BR/>registrata in libro Himelpforten fol. 64 (18. Jh.)<BR/>N. 168 (18. Jh.)