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A: Hermann Schaller, Bürger zu Nürnberg S: Stadt Nürnberg Betreff: Testament. Die einzelnen Verfügungen beinhalten: 1) Begräbnis in üblicher Weise zu Sankt Gilgen. 2) Die Bestellung eines Jahrestags zu Sankt Gilgen, bestehend aus einer gesungenen Vigil und einer gesungenen Seelmesse, für sich, seine Eltern, seine beiden Hausfrauen und seine Kinder. 3) Die Bezahlung seiner Schulden. 4) Seine eheliche Hausfrau Barbara erhält ihre beiden "zuschetze" [Mitgift] nach Inhalt ihres Heiratsbriefs, ihre Kleider und Kleinodien, einen gleichen Teil des Hausrats, wie ihn die Kinder erhalten, und 14 rheinische Gulden Ewiggeld aus den Häusern bei seinem Stadel, welche 14 Gulden bei ihrer Wiederverheiratung jedoch den Kindern zufallen sollen. 5) Seine Kinder sollen seine Häuser am Heumarkt, die Forsthube "zum Zertzagelshofe genant" (Zerzabelshof, Stadt Nürnberg), und seine fahrenden und liegenden Güter zu gleichen Teilen unter sich teilen, wobei vom Anteil seines Sohnes Meister Lorentz 40 Gulden, die er ihm geliehen hat, und vom Anteil von dessen Schwester Barbara Erckl 500 Gulden, die sie bereits als Heiratsgut erhalten hat, abzuziehen sind. 6) Sein Sohn Meister Lorentz und dessen Schwester Barbara Erckl sollen, wenn sie dies forderten, die Häuser am Heumarkt erhalten, da diese von ihrer Mutter stammen. In diesem Fall sollen seine Kinder von seiner jetzigen Frau Barbara jedoch den Zerzabelshof, den Stadel bei der Schmelzhütte und seine Äcker beim Schoppershof, die von den Deychslern zu Lehen rühren, erhalten, da er (A) über diese allein verfügen kann. 7) Seine Frau Barbara soll bei ihren Kindern bleiben und ihnen als treue Mutter "vorsein" [zur Aufsicht und Obsorge vorstehen]. 8) Jeder seiner Vormünder erhält ein Kleinod im Wert von 6 Gulden. 9) Zu Vormündern seines Geschäfts bestimmt er seine Schwäger und Vettern Ludwig Pfintzing den Älteren, Gottlieb Volkmeir, Hans Beheim und Andreas Wurm von Dettelbach (Lkr. Kitzingen). Siegelzeugen: Anton Rigler und Alexius Haller
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