Archiv, Bestand, Signatur

Archiv: Staatsarchiv Würzburg
Kapitel-Bezeichnung: Einzelregestierung Urkunden Nr 1-495
URN: urn:nbn:de:stab-f76a606a-8dfd-4eea-b7ae-8c780c87d82b1
Bestellsignatur: StAWü, Stift Haug Würzburg Urkunden 75
Archivische Altsignatur:

Würzburger Urkunden 70 / 76a; Würzburger Urkunden 4120

Beschreibung des Archivales

Betreff:

Der Scholaster des Stifts Haug (ecclesia in Hav/o/ge) außerhalb der Mauern Würzburgs hat mit Zustimmung von Dekan und Kapitel des Stifts eine Vikarie zu Ehren der Zehntausend Märtyrer in der Stiftskirche gestiftet und mit Gütern, die er von seinen eigenen Mitteln erworben hat, ausgestattet.

Ausstattungsgüter: Die Hälfte des Hofes Zu Herrn Wolfram (Wolframeshof) in Würzburg.

- Ein Allod in Schernau (Scherna/o/we) vor der Burg mit seinen Zugehörungen.

- Jährliche Einkünfte von verschiedenen Häusern und Hofstätten bei dem Allod.

- 4 Joch Weinberge in der Gemarkung Randersacker (Randersaker) am Marsberg (Morsberg).

- Der Zehnt in Frohnlach.

- Ein Viertel des Allods und der Güter in Enheim (Ehenheim), die früher dem Prämonstratenserinnenkloster in Tückelhausen (Tvkelhusen) gehört haben. Von den Erträgen dient ein Teil zur Feier eines Jahrtages für Hartung Kielholz und seine Ehefrau.

Auf Bitte des Scholasters bestätigt der Würzburger Bischof Andreas [von Gundelfingen] die Stiftung und legt fest, dass das Patronatsrecht für die Vikarie dem jeweiligen Stiftsscholaster zusteht. Dieser hat bei Eintreten einer Vakanz die Vikarie innerhalb eines Monats einem geeigneten Vikar, der die Priesterweihe bereits besitzt oder sich innerhalb eines Jahres zum Priester weihen lassen muss, zu übergeben. Bei Säumnis hat der Stiftsdekan das Patronatsrecht auszuüben. Ist auch dieser säumig, dann fällt es an den Bischof. Holt ein Vikar die Priesterweihe nicht innerhalb eines Jahres nach, dann verliert er automatisch die Vikarie. Diese Bestimmung gilt nicht für den gegenwärtigen Inhaber, den Vikar und Schulmeister des Stifts Heinrich [von Gotha]. Sobald die neue Kapelle in der Stiftskirche oberhalb der Kapelle St. Veit fertiggestellt ist, soll sie zu Ehren der Zehntausend Märtyrer geweiht und die Vikarie dann dort angesiedelt werden.

Siegler: Der Bischof (1), das Stiftskapitel (2) mit dem auf der Rückseite eingedrückten Siegel des Scholasters und der Scholaster (3).

Laufzeit: 1308 Dezember 16
Sprache: lat
Gattung: Urkunden
Beschreibstoff:

Perg.

Registerbegriffe

Ortsnamen: Würzburg, Bischof ; Würzburg, Stift, Haug, Scholaster ; Würzburg, Stift, Haug, Vikarie, Zehntausend Märtyrer ; Würzburg, Stift, Haug, Dekan ; Würzburg, Stift, Haug, Kapitel ; Würzburg, Stift, Haug, Kantor ; Würzburg, Stift, Haug, Kanoniker ; Würzburg, Stift, Haug, Vikar ; Würzburg, Stift, Haug, Schulmeister ; Würzburg, Stift, Haug, Kapelle, St. Veit ; Würzburg, Stift, Haug, Kapelle, Zehntausend Märtyrer ; Würzburg, Hof, Zu Herrn Wolfram ; Würzburg, Währung ; Schernau (Stadt Dettelbach/Lkr. Kitzingen), Allod ; Schernau (Stadt Dettelbach/Lkr. Kitzingen), Burg ; Schernau (Stadt Dettelbach/Lkr. Kitzingen), Haus ; Schernau (Stadt Dettelbach/Lkr. Kitzingen), Hofstatt ; Randersacker (Lkr. Würzburg), Weinberg ; Randersacker (Lkr. Würzburg), Flurnamen ; Frohnlach (Gde. Ebersdorf/Lkr. Coburg), Zehnt ; Enheim (Gde. Martinsheim/Lkr. Kitzingen), Gut ; Tückelhausen (Stadt Ochsenfurt/Lkr. Würzburg), Kloster
Personennamen: Gundelfingen, Andreas von, Würzburg, Bischof ; Geißbart, Hermann, Würzburg, Stift Haug, Kantor ; Tiemo, Würzburg, Stift Haug, Kanoniker ; Kielholz, Hartung ; Gotha, Heinrich von, Würzburg, Stift Haug, Vikar und Schulmeister

Überlieferungsgeschichte

Überlieferung:

Orig.

Provenienz:

Stift Haug Würzburg Urkunden