Einleitung
Das Schlossarchiv Ering wurde 1958 (mit einer Ergänzung von 1982) durch Kasimir Graf Esterhazy als Depot an das Staatsarchiv Landshut gegeben. Er umfasst als Kern den Bestand der Hofmark, des Patrimonialgerichts sowie der Gutsherrschaft Ering. Daneben finden sich hier Familienpapiere der Eigentümerfamilien, vor allem die der Herren und Grafen von Baumgarten (Paumgarten), die Ering neben anderen Gütern 1508 von Herzog Albrecht gekauft und im 18. Jh. zu einem großzügigen Barockschloss ausgebaut hatten. Nach dem Aussterben der Eringer Linie der Baumgarten 1846 gelangte der Besitz im Erbgang über die Familien der Freiherrn von Lerchenfeld und von Sedlnitzky an die gegenwärtigen Eigentümer, die ursprünglich aus Ungarn stammende Familie der Grafen Esterhazy (aus der Linie Altsohl).
Neben Ering, das Besitzungen auf beiden Seiten des Inn hatte, wurden von hier aus zeitweise die Herrschaften, Sitze und Hofmarken Amerland, Erneck, Frauenstein, Malching, Ober- und Untergrasensee, Pillham, Stadeleck und Stubenberg verwaltet, was einen mehr oder weniger starken Niederschlag in dem Bestand fand.
Der vorliegende Bestand umfasst neben einer erst teilweise regestierten Urkundensammlung von mehr als 1200 Urkunden ab dem Jahr 1342 auch fast 500 Amtsbücher, über 1700 Rechnungsbände sowie fast 1400 Akten; daneben existiert noch ein kleinerer Anteil unverzeichneter Akten.