Einleitung
Im Jahre 1339 schufen die Grafenbrüder Leopold und Albrecht von Wolfstein das Spital zu Allersberg. Sie gaben dieser Einrichtung die Bestimmung, dass hier arme und gebrechliche alte Leute ein Heim haben sollten, in dem sie ihre letzten Lebensjahre in Ruhe und Sorglosigkeit verbringen können. Nicht nur aus Allersberg, sondern auch aus der Umgebung, ja selbst aus dem ganzen damaligen Herzogtum Neuburg, an das Allersberg seinerzeit überging, wurden bedürftige Leute aufgenommen und versorgt. Späterhin ging man - obwohl die Stiftung dagegen sprach - dazu über, die Pfründen zum Verkauf zu bringen. Man nahm sogenannte Einkaufspfründer auf und bedachte Witwen und Waisen ehemaliger Staatsdiener mit Pfründen. Schließlich wurde die Stiftung im Jahre 1830 durch die Organisationsversammlung vom 18. Januar und durch die Regierungsentschließung vom 27. Januar 1830 ihrem eigentlichen Zweck wieder zugeführt. Damals erhielt sie die Satzung, die heute noch besteht (siehe Amtbücherei 8°1637).
Das Archiv wurde von der Stiftungsverwaltung dem Staatsarchiv im Jahre 1955 eigentümlich überlassen (vgl. HA IV/258), Geordnet und verzeichnet wurde der Bestand 1956 durch Herrn Johann Winkler, die Urkunden regestierte Dr. Hirschmann.
Vgl. auch StAN, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abg. 1952, Nr. 5016, Hospitalstiftung in Allersberg 1749 - 1803
Literatur:
Schnoedt Georg, 600 Jahre Hospital zu Allersberg. Festschrift anläßlich des 600jährigen Bestehens der Hospitalstiftung zu Allersberg, 1939 (Amtsbücherei 8°1637)
Hirscheider Franz, Die Wolfsteiner Spitalstiftung in Allersberg, 1963, Heimatblätter für den Kreis Hilpoltstein, 4. Jg.; 15/1963 (Amtsbücherei 4°P 1626)