Einleitung
BESTANDSGESCHICHTE
Laut Dr. Oskar Bezzel (siehe unten bei "Bestandsgehalt") stammen die ältesten Akten des Kriegsarchivs mit geringen Ausnahmen aus dem Königlich Bayerischen Allgemeinen Reichsarchiv, dem heutigen Bayerischen Hauptstaatsarchiv. Dort befanden sich anscheinend bis zur vorübergehenden Errichtung eines geheimen Kriegsarchivs im Jahr 1815 die meisten der beim Hofkriegsrat und seinen Nachfolgern Oberkriegskollegium bzw. Kriegsministerium erwachsenen Akten. Ursprüngliche Verwahrstelle der oben genannten geringen Ausnahmen – 126 Verzeichnungseinheiten – war das Kreisarchiv, ab 1921 Staatsarchiv Landshut. Die jüngeren Akten wurden der Registratur des Kriegsministeriums entnommen.
Der Bestand "11. Infanteriebrigade (F)" ist vermutlich Ende der 1930er-Jahre nach dem Pertinenzprinzip gebildet worden und lag in Form von Aktenbunden (unterschiedlich dick verschnürte Faszikel) im Magazin. Wahrscheinlich im Jahr 1939 wurden Erschließungsarbeiten ausgeführt. Das Zettelrepertorium in Karteikartenform dient unverändert als Findmittel. Im Jahr 2023 wurde es von Georg Rumpler retrokonvertiert.
BESTANDSGEHALT
"11. Infanteriebrigade (F)" umfasst die Laufzeit 1824-1919 bzw. insgesamt 69 Verzeichnungseinheiten bzw. die Bestellnummern 1 bis 69, wobei eine Archivalieneinheit am Fach fehlt bzw. dem Zweiten Weltkrieg zum Opfer fiel. Im Rahmen einer allgemeinen Übersicht der Bestände des Heeresarchivs München, der heutigen Abteilung IV (Kriegsarchiv) des Bayerischen Hauptstaatsarchivs, hatte Oberst Dr. Oskar Bezzel im Jahr 1940 eine inhaltliche Übersicht über den Bestand "11. Infanteriebrigade (F)" verfasst. Im Folgenden wird diese Übersicht wiedergegeben.
Darüber hinaus existieren Informationen zum Bestand, die zu Beginn des ursprünglichen Karteikartenrepertoriums zu finden sind. Diese Informationen werden direkt im Anschluss an die Bezzel'sche Gesamtschau auf die 11. Infanteriebrigade (F) wortwörtlich wiedergeben.
Bestandsbeschreibung nach Dr. Oskar Bezzel:
"11. Infanterie-Brigade (errichtet 1815 als 4. Infanterie-Brigade des General-Kommandos München, von 1848-1901 4. Infanterie-Brigade)
Übersicht:
Nach Schlagworten geordnete Registratur, hierbei Verhältnisse im Standort Ingolstadt 1876-1910; viel Persönliches unter 'Beschwerden' und 'Qualifikations-Berichten'; einige Feldzugsakten der Brigade 1870/1871 ohne wesentliche Bedeutung; Akten der Ober-Ersatz-Kommission.
Akten:
70 Bunde der Registratur der Brigade".
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Informationen aus dem Karteikartenrepertorium:
"Akten des Stabes der 11. Infanterie-Brigade (Ingolstadt) 1872-1914
Errichtet am 27.11.1815 als 4. Infanterie-Brigade des Generalkommandos München.
01.06.1822: 2. Infanterie-Brigade der 2. Armee Division
1848: 4. Infanterie-Brigade
01.04.1901: 11. Infanterie-Brigade".
Bestellweise bzw. Archivsignatur:
BayHStA, 11. Inf.brig. (F) Bestellnummer
(z.B. "BayHStA, 11. Inf.brig. (F) 1")
München, 19.9.2023
Heinz-Jürgen Weber