Einleitung
Der Bestand enthält den Nachlass des Professors Wolfgang Freiherr Stromer von Reichenbach (geb. 28. April 1922 in München, gest. 8. September 1999 in Schloss Grünsberg bei Altdorf bei Nürnberg). Stromer war ein deutscher Technik- und Wirtschaftshistoriker und lehrte von 1978 bis zu seiner Emeritierung 1990 an der Freien Universität Berlin, der Otto-Friedrich-Universität Bamberg bzw. der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.
Der Nachlass ist geprägt von den Vorarbeiten zu einem nicht erschienenen Werk: "An der Wiege der Massenmedien. Bilddruck und Buchdruck im 15. Jahrhundert", das Stromer offenbar gemeinsam mit Gerhard Piccard (eigentlich Gerhard August Karl Bickert, geb. 15. Juli 1909 in Berlin, gest. 21. August 1989 in Altdorf bei Nürnberg) erarbeitete. Einen Großteil machen Kopien von Texten der Forschungsliteratur aus. Daneben finden sich Korrespondenzen sowie Manuskripte zu anderen Veröffentlichungen Stromers.
Die vorliegende Ordnung stammte von Professor i.R. Peter Zahn, die Feinverzeichnung im Staatsarchiv Nürnberg übernahm Jürgen Wyschkon. Die Retrokonversion durch Dr. Nicola Humphreys 2020 musste ohne Rückgriff auf die Archivalien erfolgen. Dabei erwies sich die vorgefundene Ordnung nicht immer als stringent. Sie orientierte sich offenbar stark an den einzelnen Forschungsthemen, die sich freilich mehrfach überschneiden. Dennoch wurde versucht, die nicht immer klar erkennbare Kapitelgliederung im Wesentlichen zu übernehmen. Die Reihenfolge der Archivalien im Findbuch wurde in wenigen Ausnahmen umgestellt. Zum Teil finden sich Querverweise auf Schriften Stromers, die sich wohl auf Stromers Schriftenverzeichnis beziehen (siehe Nr. 348/234). Einige von Zahn noch verzeichnete, bei der Feinverzeichnung nicht mehr vorhandene Stücke wurden in der Signatur zusätzlich mit # gekennzeichnet.
Der Bestand wurde ohne Angabe von Laufzeiten erfasst. Die datierten Stücke bewegen sich (mit Ausnahme älteren Sammlungsguts) zwischen 1960 und 1999.
Einzelne Archivalien können noch Datenschutzeinschränkungen unterliegen.
Nürnberg, 25.03.2020
Dr. Nicola Humphreys