Einleitung
1. Die Erschließung der Urkunden im Rahmen des EU-Projekts CO:OP
Die Regestierung und Digitalisierung des großen Urkundenbestands von 4628 Urkunden ermöglichte das vom gemeinnützigen Verein ICARUS organisatorisch verantwortete EU-Projekt CO:OP (Community as Opportunity ‒ Creatives archives' and users' network), in dem zahlreiche Archive und Universitäten mit eigenen Projekten Projektpartner waren(1). Die Gesamtlaufzeit des Projektes am Bayerischen Hauptstaatsarchiv unter organisatorischer Federführung der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns erstreckte sich vom 1. Dezember 2014 bis 30. November 2018. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Projekts erarbeitete Dr. Rainer Scharf im Hauptstaatsarchiv in den Jahren 2015/2016 insgesamt 3401 Urkundenregesten und regestierte damit den überwiegenden Teil des Urkundenbestands. Die Regestierung der verbleibenden Urkunden wurde als sogenannte Eigenleistung in das Projekt eingebracht, zum einen durch künftige Archivarinnen und Archivare in den Ausbildungspraktika „Regestierung von Urkunden“ der 3. QE(2) und 4. QE(3), die 349 bzw. 244 Urkunden mit einem Kurzregest erschlossen haben, zum anderen Ende 2016/Anfang 2017 durch weitere Kolleginnen und Kollegen(4). Nach restauratorischen Maßnahmen an 246 Urkunden in der hauseigenen Restaurierungswerkstätte erfolgte die Digitalisierung des gesamten Urkundenbestandes(5) und im Juli/August 2018 dessen Online-Stellung auf der archivübergreifenden Plattform bei Monasterium.Net und auf der Homepage der Staatlichen Archive Bayerns(6).
2. Zur Geschichte des Reichsstifts St. Emmeram(7)
Das mit seinen Wurzeln bis in das 8. Jahrhundert zurückreichende Benediktinerkloster St. Emmeram in Regensburg war ohne Zweifel eines der bedeutendsten Reichsklöster. Mit dem Bischöflichen Stuhl von Regensburg anfangs in Personalunion verbunden und seit 1295 reichsunmittelbar, war es schließlich seit 1326 vom Bischof exemt. Berühmtheit erlangte es für sein geistig-kulturelles Wirken vor allem im Früh- und Hochmittelalter, um dann nochmals in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts als Bildungszentrum wissenschaftlichen Rangs im europäischen Kontext einen Höhepunkt zu erleben. Als frühes Machtzentrum für Kaiser und Könige konnte es durch reiche Schenkungen eine wirtschaftliche Bedeutung entwickeln, die weit über den Regensburger Raum ausstrahlte. Über Jahrhunderte hinweg prägte das Reichsstift so das Leben der Reichsstadt mit. Für die Bürger der Stadt war besonders die Seelsorge von Bedeutung, die von den Konventualen der dem Kloster inkorporierten Stadtpfarrei St. Rupert geleistet wurde, die neben der Dompfarrei den größten Sprengel besaß.
Die Anfänge des Klosters liegen aufgrund der spärlichen Zeugnisse im Dunkeln. Anzunehmen ist, dass eine Klostergemeinschaft um die Begräbnisstätte des christlichen Wanderbischofs Emmeram entstand, der, aus Kreisen des iro-fränkischen Mönchtums stammend, wohl um 700 nach Regensburg kam und hier von dem Agilolfingerherzog Theodo mit kirchlichen Reformen beauftragt worden war(8). Die von Bischof Arbeo von Freising um 770 verfasste Vita des heiligen Märtyrers markiert den Beginn einer starken Verehrung und die Verbreitung seines Kults über den bayerischen Raum hinaus.
Das erste gesicherte Datum, das die Existenz des Klosters belegt, ist das Jahr 739, gleichzeitig das Gründungsjahr des Bistums Regensburg: Der angelsächsische Missionserzbischof und päpstliche Legat Bonifatius hatte zu diesem Zeitpunkt die bayerische Bistumsorganisation zum Abschuss gebracht. Damit verbunden war die Ernennung des ersten Regensburger Bischofs namens Gaubald, der mit seinem Bischofsamt auch die Aufgabe des Klostervorstands übernahm. Der Bischofssitz war in St. Emmeram. Die Nähe des Kathedralklosters zum Reich bezeugen Schenkungen der ostfränkischen Karolinger, z.B. Karls des Großen und Ludwigs des Deutschen(9), und die Tatsache, dass Mitglieder der karolingischen Königsfamilie in St. Emmeram bestattet sind(10). Der ostfränkische König und spätere Kaiser Arnolf von Kärnten (887-896/899) erbaute um 888/890 in unmittelbarer Nachbarschaft zum Kloster auf dem heutigen Emmeramsplatz und baulich mit der Kirche verbunden seine Pfalz. Der Hl. Emmeram wurde Reichsheiliger, Patron von „König und Reich“. Der prächtige Codex Aureus (Bayerische Staatsbibliothek, Clm 14000) und das kunstvolle Arnulfsziborium (Schatzkammer der Münchner Residenz) sind herausragende Zeugen für die Gunst dieses Kaisers(11).
Mit Beginn des 9. Jahrhunderts wurden von Regensburg aus die in Böhmen ansässigen Slawen missioniert, was sich u.a. anderem anhand von frühen Besitzungen des Domklosters nachweisen lässt. Auch im pannonischen Raum waren die Emmeramer Mönche aktiv und an der Awarenmission beteiligt, die vornehmlich vom Erzbistum Salzburg betrieben worden ist(12). Bis zum Jahr 975 war der Bischof von Regensburg gleichzeitig Abt des Klosters: Bischof Wolfgang (972-994), aus dem Kloster Einsiedeln stammend und Anhänger der gorzisch-trierischen Klosterreform, konnte diese für die Entwicklung des Klosters ungünstige Personalunion beenden und berief seinen Freund Ramwold aus St. Maximin in Trier als Abt nach St. Emmeram. Die Besitzungen von Bistum und Konvent wurden getrennt. Abt Ramwolds (975-1000) reformerisches Wirken führte das Kloster zu einer ersten Blüte: Mönche aus dem Kloster wurden Äbte in Tegernsee, Salzburg, Seeon und Mondsee; das Skriptorium des Klosters entwickelte sich zu einem bedeutenden Zentrum für Buchmalerei(13). Politisch gesehen blieb das Kloster jedoch bis ins 14. Jahrhundert bischöfliches Eigenkloster – ein Quell unausgesetzter Zwistigkeiten und Anlass für Urkundenfälschungen, mit deren Hilfe man sich aus der bischöflichen Abhängigkeit zu lösen suchte(14).
Eine gefälschte Urkunde König Ludwigs des Kindes wird im Weiteren entscheidend für die Geschichte des Klosters: Im Jahr 1295 belehnt König Adolf von Nassau Abt Karl von St. Emmeram als Reichsfürsten mit den Regalien, indem er das vermeintlich echte Diplom vom 12. August 903 bestätigt, das als Abschrift inseriert ist und in dem König Ludwig das Kind neben anderen Privilegien die Reichsunmittelbarkeit gewährt haben soll(15). St. Emmeram war nun Reichsabtei. Im Jahr 1326 war dann diese Fälschung neben anderen Urkunden Rechtsgrundlage für die Exemtion des Klosters von der bischöflichen Jurisdiktion: Sie wurde dem Kloster am 27. Juni 1326 von Papst Johannes XXII. nach einem über zwei Jahre an der Kurie in Avignon anhängigen Prozess gewährt(16). Die für die geistig-kulturelle Entwicklung des Klosters bedeutenden Äbte des 14. Jahrhunderts waren Abt Albert von Schmidmühlen (1324 ‒ 1358), der seinen Vorgänger Abt Balduin zum Exemtionsprozess an die Kurie in Avignon begleitet hatte, und sein Nachfolger Alto von Tannstein (1358 ‒ 1385), der zahlreiche Gebetsverbrüderungen mit anderen Klöstern schloss.
Zu Beginn des 15. Jahrhunderts machte sich, einhergehend mit einer finanziellen Krise(17), der allgemeine Niedergang des benediktinischen Mönchtums auch im Kloster St. Emmeram bemerkbar und ein erster Reformversuch wurde unternommen. Im Jahr 1451 gab das monastische Leben der damaligen Klostergemeinschaft ‒ Abt, 12 Priester und sechs Knaben ‒ nach einer vom päpstlichen Legaten Nikolaus von Kues veranlassten Visitation durch den Prior des österreichischen Stiftes Melk Anlass zu großen Beanstandungen. Die Melker Reform ließ sich jedoch nicht durchsetzen, und der neu eingesetzte Abt Johannes Tegernpeck (1452 ‒ 1458), aus dem Kloster Michelsberg bei Bamberg stammend, führte die Kastler Reform durch. Bei der großen Auseinandersetzung Kaiser Friedrichs III. mit Herzog Albrecht IV. von Bayern-München um die Reichsunmittelbarkeit der Reichsstadt Regensburg stand das Kloster auf der Seite des Kaisers, der erst Im Jahr 1492 ‒ die Reichsstadt hatte sich im Juli 1486 aus freien Stücken dem Wittelsbacher Herzog unterstellt ‒ den reichsunmittelbaren Status der Stadt wiederherstellen konnte. Der Riss innerhalb der Klostermauern ging offenbar tief, denn ein pro-herzoglicher Mönch hatte vergeblich versucht, den pro-kaiserlichen Abt zu stürzen. Schließlich scheiterte die von Herzog Albrecht IV. angestrebte Reform des Klosters(18).
Die Abtei konnte sich behaupten, obwohl gerade in der Reformationszeit die reichsrechtliche Stellung von Seiten der Stadt mehrmals angefochten wurde. Seit 1507 in der Reichsmatrikel geführt, nahm der Prälat von St. Emmeram persönlich oder durch einen Vertreter an den Reichsversammlungen teil. Im Bayerischen Reichskreis führte das Kloster die sechste Stimme auf der geistlichen Bank. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts prägten zwei herausragende Äbte die Entwicklung des Klosters und bereiteten den Boden für humanistische Einflüsse: Erasmus Münzer (1493 ‒ 1517) stand beispielsweise mit Konrad Celtis im Briefwechsel und erwarb sich Verdienste um die Bibliothek des Klosters, die er neu ordnen ließ (Katalog des Dionysius Menger)(19); sein Nachfolger und Neffe Ambrosius Münzer (1517 ‒ 1535) förderte den Mönch Christoph Hoffmann aus Rothenburg ob der Tauber in seinen humanistischen Studien. Unter dem Humanistennamen Ostrofrancus verfasste Hoffmann zahlreiche beachtenswerte Schriften, u.a. eine Geschichte des Klosters und der Regensburger Bischöfe, und widmete sie seinem Abt(20).
Im Verlauf des 30jährigen Kriegs erlitten die Klostergebäude größere Schäden, die wirtschaftliche Lage verschlechterte sich, aber am schwersten traf das Kloster der Brand des Jahres 1642. Nach einer Phase des wirtschaftlichen Niedergangs und des kulturellen Mittelmaßes, leitete der bedeutende Abt Coelestin Vogl (1655 ‒ 1691) eine Wende ein: Er ließ Kirche und Klostergebäude wiedererrichten, erwarb sich als Historiograph des Klosters Verdienste und zeichnete mitverantwortlich für den Wiederaufbau der Benediktinerklöster Reichenbach (Lkr. Cham), Ensdorf (Lkr. Amberg-Sulzbach), Michelfeld (Stadt Auerbach, Lkr. Amberg-Sulzbach), und Weißenohe (Lkr. Forchheim). An der Errichtung der bayerischen Benediktinerkongregation war er mitbeteiligt(21).
Die letzte Glanzperiode des Klosters setzt mit dem Aufblühen der wissenschaftlichen Forschung um die Mitte des 18. Jahrhunderts ein. St. Emmeram wurde zu einem der führenden süddeutschen Zentren der Wissenschaft und „zu einem der Hauptzentren des ‚deutschen Maurinismus‘“(22), das die historisch-kritische Methode in der Historiographie nach dem Vorbild der Mauriner des Klosters Saint-Germain-des-Près in Paris pflegte. Johann Baptist Kraus (geb. 12.1.1700, gest. 14.6.1762) studierte als Novize zwei Jahre in Paris und stand mit dem großen Mauriner Bernard de Montfaucon (gest. 1741) in brieflichem Gedankenaustausch. Kraus verfasste als Fürstabt (1742 ‒ 1762) u.a. ein Urkundenbuch des Klosters, das 1752 in Regensburg in Druck ging und bis heute von unschätzbarem Wert ist(23). Ihm in Nichts nachstehend erlangte sein Nachfolger Frobenius Forster (geb. 30.8.1709, gest. 1.10.1791, Abt: 1762 ‒ 1791) noch größere Berühmtheit, vor allem mit seinem Hauptwerk, der vierbändigen Edition der Werke Alkuins (1777). Der Mönch Roman Zirngibl (geb. 25.3.1740, gest. 29.8.1816)(24), 1758 mit 18 Jahren ins Kloster eingetreten, war einer von denjenigen Konventualen, die in dieser Zeit eine solide hilfswissenschaftliche und geschichtswissenschaftliche Ausbildung am Emmeramer Studienseminar erhielten und sich durch zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten einen Namen machten. Forster öffnete in seiner Amtszeit das Kloster auch für naturwissenschaftliche Studien, ließ eine Sternwarte und Wetterstation bauen und übertrug dem Mitbruder Coelestin Steiglehner (geb. 17.8.1738, gest. 21.2.1819 ) als Lehrer die Fächer Mathematik und Physik, sowie Meteorologie und Astronomie. Steiglehner, der 1781 ordentlicher Professor an der Universität Ingolstadt wurde, begründete 1771 die Emmeramer Wetteraufzeichnungen, die ältesten Europas, was ihm später den Beinamen ‚Vater der Meteorologie‘ eintrug. Placidus Heinrich (geb. 19.10.1758, gest. 18.1.1825), der 1775 mit 17 Jahren in das Kloster eintrat, war wohl Steiglehners begabtester und gelehrigster Schüler, denn er übernahm die Professur Steiglehners an der Universität Ingolstadt im Jahr 1791, als dieser zum Abt des Klosters gewählt wurde. Seine Arbeiten zur Metereologie und Astronomie fanden in der damaligen Wissenschaftswelt große Anerkennung. Alle vier zuletzt Genannten waren Mitglieder der noch jungen Bayerischen Akademie der Wissenschaften.
Coelestin Steiglehner (1791–1802) war der letzte Abt von St. Emmeram. Infolge des Reichsdeputationshauptschlusses 1803 wurde für den Kurerzkanzler und Erzbischof von Regensburg, Karl Theodor von Dalberg, als Entschädigung das Fürstentum Regensburg neu gebildet; die Fürstabtei wurde im Zuge dessen mit ihrem Territorium seiner Administration unterstellt. Die Klostergebäude kamen zwar in den Besitz Dalbergs, doch ließ er den Konvent bestehen und sicherte den damals 29 Mönchen ihr Auskommen, die z.B. weiterhin ihre Pfarreien versahen. Nach dem Übergang Regensburgs an Bayern im Februar 1810 erfolgte schließlich die Säkularisation der Abtei, deren Archiv und vor allem deren herausragende Kunst- und Bücherschätze nach und nach zu einem großen Teil nach München überführt wurden. 1812 erwarb die Familie Thurn und Taxis den ehemaligen Klosterkomplex und ließ ihn als Hauptwohnsitz zum nunmehrigen ‚Schloss St. Emmeram‘ umbauen.
3. Liste der Äbte von St. Emmeram(25):
Abtbischöfe:
Gaubald 739–761
Sigerich 762–768
Sintpert 768–791
Adalwin 791–816
Baturich 817–847
Erchanfried ca. 847–864
Ambricho ca. 864–891
Aspert 891–894
Tuto ca. 894–930
Isangrim 930–941
Gunther 942
Michael 942–972
Wolfgang 972–974
Äbte nach der Teilung zwischen Bistum und Kloster:
Ramwold 974–1000
Wolfram 1000–1006
Richolf 1006–1028
Hartwich 1028–1029
Burkhard 1030–1037
Udalrich I. 1037–1042
Erchanbert 1042–1043
Peringer I. 1044–1048
Reginward 1048–1060
Eberhard I. ca. 1060–1068
Rupert 1068–1095
Pabo 1095–ca. 1106
Reginhard ca. 1106–ca. 1129
(Dietrich) ca. 1129
Engelfrid 1129–1142
Pabo (2. Mal) 1142–1143
Berthold I. 1143–1149
Adalbert I. 1149–1177
Peringer II. 1177–1201
Eberhard II. 1201–1217
Ulrich II. 1217–1219
Berthold II. 1219–1235
Wulfing ca. 1235–ca. 1247
Ulrich III. 1247–1263
Friedrich I. von Theuern 1263–1271
Ulrich IV. von Prunn 1271
Haimo 1272–1275
Wolfgang I. Sturm 1275–1279
Wernher 1279–1292
Karl 1292–1305
Heinrich von Winzer 1305–1312
Baldwin Kötzl 1312–1324
Adalbert II. von Schmidmühlen 1324–1358
Alto von Tannstein 1358–1385
Friedrich II. von Weidenberg 1385–1395
Johannes I. Hauner 1395–1402
Ulrich V. von Pettendorf 1402–1423
Wolfhard Strauss 1423–1451
Hartung Pfersfelder 1452–1458
Konrad Pebenhauser 1459–1465
Michael Teyer (Teuer) 1465–1471
Johannes II. Tegernpeck 1471–1493
Erasmus I. Münzer 1493–1517
Ambrosius I. Münzer 1517–1535
Leonhard Pfenningmann (Vischer) 1535–1540
Erasmus II. Nittenauer 1540–1561
Blasius Baumgartner 1561–1575
Ambrosius II. Mayrhofer 1575–1583
Hieronymus I. Weiß 1583–1609
Hieronymus II. Feury 1609–1623
Johannes III. Nablas 1623–1639
Placidus Judmann 1639–1655
Coelestin I. Vogl 1655–1691
Ignatius von Trauner 1691–1694
Johann Baptist I. Hemm 1694–1719
Wolfgang II. Mohr 1719–1725
Anselm Godin (de Ampezo) 1725–1742
Johann Baptist II. Kraus 1742–1762
Frobenius Forster 1762–1791
Coelestin II. Steiglehner 1791–1802 (+ 1819)
4. Zum Klosterbesitz(26):
Das Kloster St. Emmeram war reichsunmittelbar, doch lagen seine ausgedehnten Güter zum überwiegenden Teil im Territorium der Herzöge bzw. der Kurfürsten von Bayern und fielen somit unter deren Landeshoheit, d.h., dass das Kloster nur in seinen Hofmarken Niedergerichtsrechte besaß. Auch lag die Vogtei über den Großteil der klösterlichen Güter in den Händen der bayerischen Herzöge. Nur für die Propstei Vogtareuth bei Rosenheim konnte die Reichsabtei zu einem sehr späten Zeitpunkt, ab 1786, die Reichsunmittelbarkeit durchsetzen.
Das Urbar von 1031, dessen Original heute verschollen ist(27), bietet einen ersten Überblick über den Gesamtbesitz. Zum einen gehörten dem Kloster umfangreiche Besitzungen innerhalb der Reichsstadt Regensburg. Weitere Schwerpunkte des Besitzes lagen im reichsstädtischen Umland, im westlichen Niederbayern um Straubing, Kelheim und in der Gegend nördlich von Landshut. Begütert war das Kloster aber auch bei Erding im heutigen Oberbayern, im Dreieck Mainburg ‒ Pfaffenhofen a.d. Ilm ‒ Ingolstadt, bei Altmannstein (Lkr. Eichstätt) und im Lkr. Rosenheim. Hinzu kamen Güter in der Oberpfalz im ‚Viereck‘ Neunburg vorm Wald ‒ Burglengenfeld ‒ Neumarkt i.d. Oberpfalz ‒ Amberg.
An Propsteien im Sinne von ursprünglich klösterlichen Niederlassungen sind Böhmischbruck (Gde. Vohenstrauß, Lkr. Neustadt a.d. Waldnaab) und Hainsbach (Gde. Geiselhöring, Lkr. Straubing-Bogen) mit entsprechendem Grundbesitz zu nennen. Reine Güterpropsteien als Grundbesitz verwaltende Organisationseinheiten waren Moosinning (Lkr. Erding), Niederlauterbach (Gde. Wolnzach, Lkr. Pfaffenhofen a.d. Ilm), Litzlohe (Gde. Pilsach, Lkr. Neumarkt i.d.OPf.), Aiterhofen (Lkr. Straubing-Bogen), Schambach (Gde. Straßkirchen, Lkr. Straubing-Bogen) und Neuhausen (Gde. Weihmichl, Lkr. Landshut). Zudem besaß das Kloster St. Emmeram einige inkorporierte Kirchen und Pfarreien: St. Rupert in Regensburg und im Umland der Reichsstadt Schwabelweis, Hohengebraching, Harting, Dechbetten, Matting und Oberisling. Hinzu kamen zahlreiche Kirchen, die im Besitz des Klosters waren bzw. für die das Kloster das Präsentationsrecht ausübte.
5. Überlieferungsgeschichte
Das Bayerische Hauptstaatsarchiv verwahrt heute 4628 Urkunden (Nr. 1 – Nr. 4582) des ursprünglich nachweisbar noch umfangreicheren Urkundenbestands zum Kloster St. Emmeram. Als im Juli 1810 der Kgl. Landesdirektionsrat und General-Archivar Carl Theodor Gemeiner über den Zustand der Archive in Regensburg an die Kgl. Hofkommission zu berichten hatte, schreibt er zum Urkundenarchiv des Klosters St. Emmeram: „Das Emmeramer Archiv, in welchem Urkunden von den Carolinger Zeiten aufbewahret werden, hat ein prächtiges helles und hoch gewölbtes, bei allen dem nicht ganz feuerfestes Locale. Die Urkunden befinden sich in Kästen und Schubladen, ohne zusammengebogen zu sein, in ihrer ganzen Länge ausgebreitet, und zwar jedes Fach nach einer chronologischen Ordnung. Die vorhandenen alten Repertorien sind unvollständig und daher nicht brauchbar; von der unermüdet fleißigen Hand des geistlichen Raths Zirngübel(28) liegen aber in den meisten Schubläden specificirte chronologische Verzeichniße der darin befindlichen Urkunden. In der Mitte des herrlichen Saals liegen auf Subsellien die alten Codices traditionum und die Diplomatarien. Ein Verzeichnis der wichtigsten Urkunden ist im gedrukten Büchercatalog vorfindlich“(29).
Pater Roman Zirngibl, der von Kurerzkanzler Dalberg im November 1804 für alle Archive in Regensburg, bis auf das fürstbischöfliche und das städtische Archiv, für die Gemeiner verantwortlich war, als Archivar bestellt worden war, hatte ab 1805 schwerpunktmäßig mit der Ordnung des Urkundenarchivs des Reichsstifts St. Emmeram begonnen. Am 12. und 13. Mai 1812 wurde das Emmeramer Archiv schließlich unter der Leitung des 72jährigen Zirngibl aus Anlass der von höchster Stelle angeordneten Zusammenführung der Regensburger Archive als erstes in das Gebäude „Neue Waag” am Haidplatz überführt. Dort wurde nach und nach das Archivkonservatorium mit weiteren Beständen, z.B. der Reichsstifte Ober- und Niedermünster, der Deutschordenskommende und der Mendikantenklöster, eingerichtet(30). Nach Roman Zirngibls Tod Ende August 1816 hatte das Reichsarchiv als dessen Nachfolger in der Leitung des Archivkonservatoriums Carl Theodor Gemeiner bestimmt. Etwa Mitte des Jahres 1821, nachdem bereits am 22. August 1820 die Auflösung des Regensburger Archivkonservatoriums durch ein Reskript des Staatsministeriums des Kgl. Hauses und des Äußeren verfügt worden war, ging das Emmeramer Urkundenarchiv ‒ natürlich nicht, ohne dass eine entsprechende Auswahl aus dem vorhandenen Schriftgut getroffen worden war(31) ‒ mit den anderen im Archivkonservatorium lagernden Beständen an das Reichsarchiv nach München. 4292 Urkunden des ehemaligen Reichsstifts wurden damals in das Reichsarchiv übernommen(32).
In der Tat war bis zur jetzigen Neuerschließung des gesamten Urkundenbestandes für den Forscher das sogenannte „Zirngibl-Repertorium“ in 11 Faszikeln unerlässlich, da es ‒ von der Hand Roman Zirngibls ‒ Abschriften und Regesten fast aller damals vorhandenen Urkunden enthält(33). Darin liegt auch heute noch der große Wert von Zirngibls Arbeit, denn bei ihm sind Urkunden abschriftlich überliefert, die heute als verloren gelten müssen.
Als wichtigstes im Repertorienzimmer aufgestelltes Findhilfsmittel für die Emmeramer Urkunden wurde bis jetzt eine Registraturbeschreibung genutzt, die von dem Kanzlisten Johann Paul Lehner in der Regierungszeit des Abtes Wolfgang II. Mohr im Jahr 1723 erstellt worden ist ‒ ein schwerer, 883 Papierblätter umfassender und in Schweinsleder gebundener Band(34). Der Hauptteil des Bandes (fol. 1-819) verzeichnet die Urkunden inhaltlich knapp in einer Systematik von 11 Kästen mit Schubladen. An den Hauptteil schließt sich ein „Index Rubricalis” (fol. 820-835) an, der in derselben Systematik eine Übersicht über die Urkunden mit Kurzbetreffen bietet, und ein „Index Alphabeticus”, der vor allem den Besitz des Klosters (Grundstücke, Güter, Sachen) nach Ortsbetreffen alphabetisch ordnet, aber auch vereinzelt Sachstichworte enthält. Wohl gegen Ende des 18. Jahrhunderts ist ein Index über Personen von Adel und „anderer vornehmer Personen” begonnen worden, der sehr rudimentär nur 11 Einträge enthält. Vor allem der „Index Alphabeticus” war bisher für eine erste Suche mit Schlagworten unentbehrlich.
Kanzlist Lehner strukturierte Anfang des 18. Jahrhunderts das Urkundenarchiv und richtete die (Registratur-)Kästen(35) mit fortlaufender Nummer ein, ebenso die sich darin befindenden Schubläden, in die wiederum die durchnummerierten Urkunden gelegt wurden. Diese Systematik Kasten-Nr., Schubladen-Nr., Urkunden-Nr. zeigen die Registratur-Rückvermerke auf jeder einzelnen Urkunde. Insgesamt umfasste das so geordnete Urkundenarchiv damals 11 gefüllte Kästen, wobei die Kästen 12, 13 und 14 leer waren. Kasten 15 enthielt Amtsbücher, offenbar alle Salbücher bei dem ältesten von 1335 beginnend bis zum Salbuch des Jahres 1510, Stift- und Zehntregister, Küchen- und Kellereiregister, Kellereirechnungen, Ein- und Ausgabebücher. Kasten 15 mit den Amtsbüchern ist von Lehner nur summarisch im Band aufgenommen worden. Die von Lehner eingeführte Systematik bildete später die Basis für die Arbeit Zirngibls, der die inzwischen belegten Kästen 12 bis 14 und den offenbar anders als zu Lehners Zeiten belegten Kasten 15 inventarisierte(36).
Ein Hinweis für die Forscher: Neben dem Bayerischen Hauptstaatsarchiv verwahrt auch das Bischöfliche Zentralarchiv Regensburg Urkunden zum Kloster St. Emmeram in Regensburg. Im dortigen Bestand „BZAR, Urkunden aus Ordinariatsakten Klosterakten“ liegen 15 Urkunden, u.a. notarielle Beurkundungen der Abtwahlen (1561, 1575, 1655) mit eigenhändigen Unterschriften der Konventualen und die Exemptionsbulle Papst Johannes XXII. für das Kloster St. Emmeram vom 27. Juni 1326(37). Im Bestand „BZAR, Pfarrarchiv St. Emmeram/St. Rupert“ liegen zwei Urkundenabschriften(38).
6. Neuordnung und Verzeichnung:
Um die gültigen Bestellnummern zu eruieren war bisher für die Urkunden bis 1400 die Aussteller- und Sieglerliste maßgebend (Findbuch-Nr. 2318) und für die Urkunden nach 1400, die nach Datum zu bestellen waren, eine knappe Erfassung in einer Zettelkartei. Der Urkundenbestand präsentiert sich jetzt nach der vollständigen Erschließung mit Kurzregesten in chronologischer Abfolge mit einer durchlaufenden Nummerierung.
Regestiert wurden 109 Inserte in Urkunden. Die Regesten der inserierten Urkunden sind auch dann in die Chronologie der Urkundenreihe aufgenommen worden, wenn zum Insert heute keine physisch existente Urkunde mehr vorhanden ist. Kleinbuchstaben (a, b, c, d) hinter der Nummer kennzeichnen diese Inserte und somit eine fiktive Bestellnummer. Einzige Ausnahme ist der 22,09 Meter lange Rotulus aus dem Jahr 1324, dessen vier Teile durch Kleinbuchstaben hinter der Bestellnummer gekennzeichnet sind; hier ist die alte auch die neue Bestellnummer 281 / a-d. Hinweise unter dem Kurzregest informieren darüber, in welche spätere Urkunde eine frühere Urkunde aufgenommen worden ist. Dadurch ist beispielsweise schnell zu ermitteln, zu welchem Zeitpunkt früher gewährte Privilegien und Rechte erneuert bzw. bestätigt worden sind.
Eine römische Zahl (I, II) hinter der Bestellnummer zeigt an, dass zwei inhaltsgleiche Ausfertigungen einer Urkunde vorliegen. Auch hier informieren Hinweise über gegenseitige Bezüge.
Die sorgfältige Beschreibung der Urkunden auch nach 1400 liefert Ansatzpunkte für hilfswissenschaftliche Fragestellungen, u.a. für Fragen der neueren Diplomatik, z.B. ob und wann sich bei der Dokumentation von Rechtsgeschäften eine Mischform zwischen Urkunde und Akt entwickelte. Im Emmeramer Urkundenbestand gibt es einige Urkunden, beginnend mit dem späten 15. Jahrhundert und einer leichten Zunahme im 17. und 18. Jahrhundert, die auf demselben Stück Pergament oder Papier um eine weitere Urkunde ergänzt worden sind; ausnahmslos handelt es sich dabei um Notariatsinstrumente. Möglicherweise zeigt sich hier, aus der Arbeitspraxis der Notare herrührend, die eine Urkunde beglaubigen und eine zweite Notariatsurkunde mit inhaltlichem Bezug zur ersten Urkunde auf die Rückseite setzen, das Bedürfnis, das Rechtsgeschäft und daraus resultierendes „Verwaltungshandeln” vollständig bzw. im Kontext zu dokumentieren. Im 17. und 18. Jahrhundert finden sich auch von Nicht-Notaren ergänzende Vermerke auf den Urkunden, dass z.B. der Grundbrief wegen eines neuerlichen kurzfristigen Besitzerwechsels zurückbehalten wurde oder Genehmigungsvermerke, z.B. Publikationsgenehmigungen, in Bezug auf die eigentliche Urkunde(39). Auch die Entwicklung der notariellen Siegelurkunde lässt sich beispielsweise mit der jetzt vorliegenden Erschließung gut untersuchen(40).
Ein separates Ortsregister und Personenregister erleichtern die Suche im Urkundenbestand. Insbesondere das um Sachstichworte erweiterte Ortsregister liefert Ansatzpunkte für die Flur- und Ortsnamenforschung, für die Besitzgeschichte des Klosters oder für die Gelände- und Städtetopografie, insbesondere für die Stadt Regensburg. So liefern einige Urkunden aus dem beginnenden 15. Jahrhundert Erstbelege für Straßennamen und Häuser, denn das Kloster besaß zahlreiche ihm grundzinspflichtige Häuser in der Stadt. Ebenso wie die Alte Kapelle besaß das Reichsstift St. Emmeram nicht wenige Weingärten im heutigen Stadtteil Reinhausen, deren Lage sich aufgrund ihrer Namen in Abgleich mit alten Flurnamen heute noch gut nachvollziehen lässt. Aber auch von kleineren Orten wie z.B. in Dünzling, heute ein Ortsteil der Gemeinde Bad Abbach, lassen sich Besonderheiten über das Ortsregister leicht ausfindig machen: Der heute nur noch archäologisch zu fassende „ganz gemauerte Sitz” in Dünzling ist mit acht Urkunden des 16. und 17. Jahrhunderts als sogenannter „Haselsteinerische Sitz“ belegt, da er vom Kloster St. Emmeram zu Lehen ging.
Quellen- und Literaturauswahl:
Bernhard BISCHOFF: Die südostdeutschen Schreibschulen und Bibliotheken in der Karolingerzeit, Teil 1: Die bayrischen Diözesen, Wiesbaden 31974.
Bernhard BISCHOFF: Studien zur Geschichte des Klosters St. Emmeram im Spätmittelalter (1324–1525). In: Ders., Mittelalterliche Studien. Ausgewählte Aufsätze zur Schriftkunde und Literaturgeschichte Teil 2, Stuttgart 1967, S. 115–155.
Rudolf BUDDE: Die rechtliche Stellung des Klosters St. Emmeram in Regensburg zu den öffentlichen und kirchlichen Gewalten vom 9. bis zum 14. Jahrhundert. In: Archiv für Urkundenforschung 5 (1914), S. 153–238.
Thomas FEUERER: Visitationis et Reformationis officium. Die Benediktinerklöster des Regensburger Raums zur Zeit Herzog Albrechts IV. von Bayern (1465-1508). In: Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Benediktinerordens und seiner Zweige 112 (2001), S. 179–266 und 113 (2002), S. 173–274.
Eckhard FREISE: St. Emmeram zu Regensburg. In: Ratisbona Sacra. Das Bistum Regensburg im Mittelalter (Ausstellung anlässlich des 1250jährigen Jubiläums der kanonischen Errichtung des Bistums Regensburg durch Bonifatius 739-1989), München/Zürich 1989, S. 182–186.
Franz FUCHS: Das Reichsstift St. Emmeram. In: Peter Schmid (Hrsg.), Geschichte der Stadt Regensburg, Bd. 2, Regensburg 2000, S. 730–744.
Franz FUCHS: Gefälschtes Diplom König Ludwigs des Kindes für das Kloster St. Emmeram in Regensburg. In: Ratisbona Sacra. Das Bistum Regensburg im Mittelalter (Ausstellung anlässlich des 1250jährigen Jubiläums der kanonischen Errichtung des Bistums Regensburg durch Bonifatius 739-1989), München/Zürich 1989, S. 191.
Franz FUCHS / Rainer SCHARF: Ein Schulden- und Ausgabenverzeichnis des Abtes Ulrich Pettendorfer (1402-1423) von St. Emmeram zu Regensburg. In: Tobias APPL / Georg KÖGL-MEIER (Hrsg.), Regensburg, Bayern und das Reich. FS für Peter Schmid zum 65. Geburtstag, Regensburg 2010, S. 149–184.
Egon Johannes GREIPL: Zur Grundherrschaft des Reichsstifts St. Emmeram zu Regensburg im 18. Jahrhundert. In: Verhandlungen des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg 122 (1982), S. 27–50.
Ernst KLEBEL: Aus der Verfassungs-, Wirtschafts- und Siedlungsgeschichte der Hofmark Vogtareuth bei Rosenheim. In: Zeitschrift für bayerische Landesgeschichte 6 (1933), S. 177–216.
Andreas KRAUS: P. Roman Zirngibl von St. Emmeram zu Regensburg. Ein Historiker der alten Akademie (1740-1816). In: Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Benediktinerordens 66 und 67 (1955 und 1956), S. 61–151 und S. 39–203.
Andreas KRAUS: Das Benediktinerkloster St. Emmeram. In: Handbuch der bayerischen Geschichte, Band III, 3: Geschichte der Oberpfalz und des bayerischen Reichskreises bis zum Ausgang des 18. Jahrhunderts, München 1995, S. 273–281.
Johann Baptist KRAUS: Liber probationum sive bullae summorum pontificum. Diplomata imperatorum et regum, aliaeque episcoporum etc. ducum etc. principum etc. comitum litterae, quae ad historiam monasterii et principalis ecclesiae S. Emmerami Ratisbonae maxime spectant, una cum sigillis ad roborandam veritatem, magis necessariis, Regensburg 1752.
Paul MAI: Der St. Emmeramer Rotulus des Güterverzeichnisses von 1031. In: Verhandlungen des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg 106 (1966), S. 87–101.
Paul MAI: Regensburg, St. Emmeram. In: Michael KAUFMANN, Helmut FLACHENECKER, Wolfgang WÜST, Manfred HEIM (Bearb.), Die Männer- und Frauenklöster der Benediktiner in Bayern (Germania Benedictina II, 2), München 2014, S. 1788–1817.
Claudia MÄRTL: Isto anno prevalebunt falsarii. Fälscher im spätmittelalterlichen Regensburg. In: Fälschungen im Mittelalter. Internationaler Kongreß der Monumenta Germaniae Historica, 16.- 19. September 1986, Teil III (Monumenta Germaniae Historica Schriften 33, 3), Hannover 1988, S. 551–571.
Manuela MAYER: Das Chartular von St. Emmeram und seine Edition durch Bernhard Pez. In: Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 125/2 (2017), S. 287–303.
Max PIENDL (Hrsg.): Quellen und Forschungen zur Geschichte des ehemaligen Reichsstiftes St. Emmeram in Regensburg (Thurn und Taxis-Studien 1), Kallmünz 1987.
Christine RÄDLINGER-PRÖMPER, Sankt Emmeram in Regensburg. Struktur- und Funktionswandel eines bayerischen Klosters im früheren Mittelalter (Thurn und Taxis-Studien 16), Kallmünz 1987.
Heinz Wolfgang SCHLAICH: Das Ende der Regensburger Reichsstifte St. Emmeram, Ober- und Niedermünster. Ein Beitrag zur Geschichte der Säkularisation und der Neugestaltung des bayerischen Staates. In: Verhandlungen des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg 97 (1956), S. 136–376.
Alois SCHMID: Regensburg. Reichsstadt - Fürstbischof - Reichsstifte - Herzogshof (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 60), München 1995, S. 209ff.
Peter SCHMID / Rainer SCHARF: Gelehrtes Leben im Kloster. Sankt Emmeram als Bildungszentrum im Spätmittelalter, München 2012.
Matthias THIEL: Das St. Emmeramer Register von 1275 in Clm 14992. Seine Vorstufen und Nachläufer. Ein Beitrag zum klösterlichen Registerwesen und dessen Anfängen. In: ZBLG 33 (1970) S. 85–134, 544–635.
Bettina WAGNER: Ein Wissensraum im Wandel. Die Bibliothek von St. Emmeram zur Zeit von Laurentius Aicher (1459-1507). In: Peter SCHMID / Rainer SCHARF: Gelehrtes Leben im Kloster. Sankt Emmeram als Bildungszentrum im Spätmittelalter, München 2012, S. 139–186.
Wilhelm WEIZSÄCKER: Die Familia des Klosters St. Emmeram in Regensburg, in: Verhandlungen des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg 92 (1951), S. 5–48.
Josef WIDEMANN (Bearb.): Die Traditionen des Hochstiftes Regensburg und des Klosters St. Emmeram (Quellen und Erörterungen zur Bayerischen Geschichte NF 8), München 1943.
Walter ZIEGLER: Das Benediktinerkloster St. Emmeram zu Regensburg in der Reformationszeit (Thurn und Taxis-Studien 6), Kallmünz 1970.
Roman ZIRNGIBL, Geschichte der Probstey Hainspach, München 1802.
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27.1.2019
Dr. Susanne Wolf, AORin