Einleitung
BESTANDSGESCHICHTE
Laut Dr. Oskar Bezzel (siehe unten bei "Bestandsgehalt") stammen die ältesten Akten des Kriegsarchivs mit geringen Ausnahmen aus dem Königlich Bayerischen Allgemeinen Reichsarchiv, dem heutigen Bayerischen Hauptstaatsarchiv. Dort befanden sich anscheinend bis zur vorübergehenden Errichtung eines geheimen Kriegsarchivs im Jahr 1815 die meisten der beim Hofkriegsrat und seinen Nachfolgern Oberkriegskollegium bzw. Kriegsministerium erwachsenen Akten. Ursprüngliche Verwahrstelle der oben genannten geringen Ausnahmen – 126 Verzeichnungseinheiten – war das Kreisarchiv, ab 1921 Staatsarchiv Landshut. Die jüngeren Akten wurden der Registratur des Kriegsministeriums entnommen.
Der Bestand "A X 2 c Materialvorschriften und -inspektion" ist nach dem Pertinenzprinzip gebildet und liegt in Form von Aktenbunden (unterschiedlich dick verschnürte Faszikel) im Magazin. Als Findmittel dient unverändert ein Zettelrepertorium (handgeschriebene Karteikarten), das im Jahr 2021 von Frau Valentinetti retrokonvertiert wurde.
BESTANDSGEHALT
"A X 2 c Materialvorschriften und -inspektion" umfasst die Laufzeit 1874-1909 bzw. 3 Verzeichnungseinheiten bzw. die Bund-Nummern 1-3. Im Rahmen einer allgemeinen Übersicht der Bestände des Heeresarchivs München, der heutigen Abteilung IV Kriegsarchiv des Bayerischen Hauptstaatsarchivs, hatte Oberst Dr. Oskar Bezzel im Jahr 1940 eine inhaltlich summarische Übersicht über den Bestand "A X Bewaffnung und Ausrüstung" (heute: Bestände A X 1 bis A X 9) verfasst. Im Folgenden wird diese Übersicht wiedergegeben. Die meistens summarisch verwendeten Begriffe "Bund" bzw. "Bunde" bezeichnen die verschnürte Einheit einer unbestimmten Anzahl einzelner Aktenstücke.
"Bewaffnung, Ausrüstung
Übersicht:
In 9 Unterabteilungen sind Allgemeines über Bewaffnung von 1597 an, Feldgeräte aller Art, Zelte, Schanzzeug, Wagen, Geschütze und die hierzu gehörigen Einrichtungen und Instrumente von 1604 an, Handfeuer- und Blanke Waffen, Maschinengewehre, Munition, ihre Herstellung und Behandlung, Armatur und Lederwerk, Kopfbedeckung aller Art und ihre Ausschmückungen, Abzeichen der Offiziere, Waffeninstandhaltung und Besichtigung, Kriegsfeuerwerkerei enthalten, hervorzuheben besonders Rechnungen über das Kriegsrüstungsgeld im Rentamt Landshut 1597, über Rüstungs- und Waffenlieferungen der Landfahnen in den einzelnen Rentämtern des heutigen Niederbayern um 1600, Nummerierung der Geschützrohre 1844-1885, Erfindungen, Ablegen der Stöcke der Unteroffiziere 1826, Musterwaffen und Waffensammlungen.
Akten:
155 Aktenbunde der Kriegsministerial-Registratur.
Schrifttum:
Geschichte des Bayerischen Heeres"
Bestellweise bzw. Archivsignatur:
BayHStA, A X 2 c Bestellnummer
(z.B. "BayHStA, A X 2 c 1")
München, 8.2.2023
Heinz-Jürgen Weber