Einleitung
Die Irrenanstalt Schwabach geht zurück auf das 1763 gegründete markgräflich ansbachische Zucht- und Arbeitshaus Schwabach, das 1780 durch ein direkt benachbartes „Tollhaus“ ergänzt wurde.
1806 ging die Einrichtung an das Königreich Bayern über. Weiterhin war der Leiter der Irrenanstalt zugleich Leiter des Zucht- und Arbeitshauses. Die Irrenanstalt finanzierte sich nun durch Beiträge verschiedener Gemeinden und wurde daher als gemeinschaftliche Einrichtung des Rezatkreises betrachtet. 1846 wurden die Patienten in die neu gegründete Kreisirrenanstalt Erlangen überführt. Das Gebäude der Irrenanstalt Schwabach wurde anschließend bis zu dessen Neubau vom Rentamt Schwabach genutzt (vgl. Johann W. Petzoldt, Chronik der königlich bayerischen Stadt Schwabach mit kurzer Bezeichnung des Lebens und Wirkens ihrer Regenten, vom Ursprunge der Stadt bis auf die neueste Zeit, Schwabach 1854, S. 75; 219)
Die vorliegenden Akten wurden 2024 vom Bezirk Mittelfranken abgegeben. Sie entstammen der Registratur des Bezirksklinikums Erlangen, wo sie als Vorakten aufbewahrt worden waren. Die Provenienzstelle ist normalerweise als "Irrenhaus-Inspektion" in Schwabach bezeichnet.
Zwei weitere Akten der Provenienz Irrenanstalt Schwabach sind im Auffangbestand "Bayerische Behörden " enthalten. Unterlagen über die Irrenanstalt Schwabach finden sich auch in den Beständen der Regierung und beim Bezirksamt Schwabach.
Nürnberg, 13.08.2024
Nicola Humphreys