Die Staatlichen Archive Bayerns

hero

Staatsarchiv München

Leitung: Archivdirektor Dr. Julian Holzapfl

Adresse: Schönfeldstr. 3, 80539  München

Kontakt: Tel. 089/28638-2539, Fax 089/28638-2526, E-Mail: poststelle@stam.bayern.de

Verkehrsanbindung: U-Bahnhof Odeonsplatz

Öffnungszeiten Lesesaal: Mo - Do 8.30 - 16.30 Uhr, Fr 8.30 - 13 Uhr

Öffnungszeiten Repertorienzimmer: Di und Do 8.30 - 12.00 und 13.00 - 16.00 Uhr, Mi 08.30 - 12 Uhr

 

Außenstelle Eichstätt

Adresse: Burgstraße 19 (Willibaldsburg), 85072 Eichsstätt

Kontakt: Tel. 08421/900340, Fax 08421/9003427, E-Mail: eichstaett@stam.bayern.de

 

Sprengel: Regierungsbezirk Oberbayern

Zuständigkeit:

  • Ehemalige Rentmeisterämter München und Burghausen und die zwischen 1805 und 1816 bayerischen Gebiete Tirols und Salzburgs, Adelsarchive (z.B. Hohenaschau, Toerring).
  • Staatliche Mittel- und Unterbehörden sowie Gerichte im Regierungsbezirk Oberbayern ab Anfang des 19. Jahrhunderts.

Umfang: 15,115 lfm. mit ca. 15,18 Millionen Archivalieneinheiten (Stand: 31. Dezember 2024).

 

Hier geht es zum virtuellen Lesesaal der Staatlichen Archive Bayerns.

 

Benutzung und Beratung nach Voranmeldung:

  • Wegen der begrenzten Anzahl der Arbeitsplätze im Lesesaal und aus organisatorischen Gründen bitten wir um eine Voranmeldung. Bitte teilen Sie uns mit, ob Sie den Platz nur vormittags oder nachmittags oder ganztägig (Montag – Donnerstag) benötigen.

  • Wegen der Archivierung einiger Bestände in Außendepots, die nur einmal wöchentlich angefahren werden, planen Sie bitte bei Archivbesuchen mit ein, dass die Vorlage von Archivalien mehrere Arbeitstage in Anspruch nehmen kann. Es empfiehlt sich eine telefonische Voranfrage bzw. Vorbestellung. Einen Arbeitsplatz im Lesesaal oder an den Mikrofilm-Lesegeräten reservieren Sie bitte rechtzeitig unter:
    poststelle@stam.bayern.de oder telefonisch unter +49 89/28638-2538.

  • Bei Archivbesuchen in der Außenstelle Eichstätt ist eine telefonische Terminabsprache zwingend erforderlich.­

Im Lesesaal des Staatsarchivs München können Benutzer auch selbst digitale Fotografien aus Archivalien erstellen. Weitere Informationen zu den Voraussetzungen finden Sie in den Benutzungshinweisen.

Organisationsplan

Das Staatsarchiv München ist die für alle Fragen des Archivwesens im Regierungsbezirk Oberbayern zuständige staatliche Fachbehörde. Als historischer Sprengel sind ihm die zwischen 1507 und 1799/1803 im Herzogtum bzw. Kurfürstentum Bayern bestehenden Rentmeisterämter München und Burghausen (vor 1779 unter Einschluss des Innviertels), die im heutigen Oberbayern gelegenen Kreise (seit 1808) und die zwischen 1805 und 1816 vorübergehend bayerischen Gebiete Tirols und Salzburgs (Isarkreis 1808-1837, Salzachkreis 1808-1816, Innkreis 1808-1815 mit provisorischem Landesgubernium Innsbruck 1805-1808, Eisack- und Etschkreis 1808-1810) zugewiesen. Den modernen Sprengel bildet der 1837 errichtete Regierungsbezirk Oberbayern in seiner derzeitigen, durch die Gebietsreform von 1972 geänderten Ausdehnung. Hinsichtlich des Schriftguts der Notariate seit 1862 umgreift er das Gebiet des Oberlandesgerichts München mit Oberbayern, Niederbayern mit Ausnahme der Amtsgerichte Kelheim und Straubing und Schwaben.

Die Bestände des Staatsarchivs umfassen zur Zeit (31.12.2024) über 15,18 Millionen Archivalieneinheiten im Umfang von ca. 49.797 laufenden Metern, darunter rund 7.900 Urkunden, 8,7 Millionen Notariatsurkunden, über 4,5 Millionen Amtsbücher und Akten sowie 85.000 Karten und Pläne. Die modernen Bestände werden durch Abgaben von Behörden, Gerichten, Notariaten und sonstigen öffentlichen Stellen des Freistaates Bayern im Zuständigkeitsbereich fortlaufend ergänzt.

Die Benützung richtet sich nach der Benützungsordnung für die staatlichen Archive Bayerns vom 16. Januar 1990 (GVBl S. 6) in der jeweils gültigen Fassung, in der auch die Benützungsgebühren geregelt sind. Sonderregelungen bestehen für verschiedene Einzelbestände und Deposita.

Das Staatsarchiv München entstand aus der Registratur der kurbayerischen Hofkammer, die von der 1799 errichteten Generallandesdirektion und seit 1803 von der Landesdirektion von Baiern fortgeführt und durch Schriftgut aufgelöster Behörden erweitert wurde. Diese sogenannte altbayerische Provinzial- oder Retardatenregistratur wurde 1808 verselbständigt und 1814 als "Reichsarchiv-Conservatorium im Alten Hof zu München" dem Kgl. bayerischen Allgemeinen Reichsarchiv (jetzt Bayerisches Hauptstaatsarchiv) angegliedert.

Das Archivkonservatorium umfasste schließlich etwa 30 Registraturen seit 1799 aufgehobener kurbayerischer Zentral- und Mittelbehörden sowie die Hauptmasse der Akten der aufgelösten geistlichen Institutionen Altbayerns. Nach der in Bayern zu Beginn des 19. Jh. verwendeten Unterscheidung zwischen "archivalischem" und "nichtarchivalischem" Schriftgut erhielt das Reichsarchiv alle "archivalischen" Dokumente, wie Urkunden und wichtigere Amtsbücher. In das Archivkonservatorium in Landshut (jetzt Staatsarchiv Landshut) kamen in Erweiterung von dessen Funktion als Rechnungsdepot der Hofkammer (seit 1753) und des Geistlichen Rates (seit 1799) alle Ämter- und Kirchenrechnungen. In das Archivkonservatorium München als altbayerische Aktenabteilung des Reichsarchivs gelangte das sonstige "nichtarchivalische" Schriftgut der historischen Hof- und Staatsämter einschließlich der Aktenabgaben der neuen bayerischen Ministerien und der Verwaltungen der während der napoleonischen Zeit vorübergehend bayerischen Gebiete.

Aus Platzgründen wurden darüber hinaus viele Bestände auf die Trausnitz in Landshut verlagert, so dass die Abgrenzung zwischen dem heutigen Bayerischen Hauptstaatsarchiv und den Staatsarchiven Landshut und München völlig unübersichtlich wurde und die Beständestrukturen schließlich jede Klarheit vermissen ließen. Daneben wuchsen dem Archivkonservatorium die Abgaben der neuen oberbayerischen Gerichte und Staatsbehörden der mittleren und unteren Verwaltungsebene zu. Sie wurden teils in Form von im Archiv gebildeten Mischbeständen, teils im Rahmen von Abgabegemeinschaften (derzeit noch ca. 62.000 Archivalieneinheiten) archiviert.

1892 erfolgte der Umzug der seit 1876 "Kreisarchiv" genannten Behörde vom Alten Hof in das neue Dienstgebäude an der Himbselstraße. Die 1921 vorgenommene Eingliederung als Abteilung in das Bayerische Hauptstaatsarchiv und die bis 1932 abgeschlossene Überstellung der Ministerialakten an die Stammabteilung des Hauptstaatsarchivs änderten an der unbefriedigenden Beständestruktur des Archivs nur wenig.

Dank rechtzeitig vorgenommener Auslagerungen erlitt das Archiv während des Zweiten Weltkrieges kaum Verluste. 1960 erfolgte die Umbenennung in Staatsarchiv für Oberbayern, 1967 der Umzug in das heutige Dienstgebäude. 1971 schließlich wurde das Archiv aus dem Verband des Bayerischen Hauptstaatsarchivs herausgelöst und als selbständige, der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns unmittelbar nachgeordnete Behörde unter dem Namen Staatsarchiv München den übrigen bayerischen Staatsarchiven gleichgestellt. Seit 1978 besitzt das Staatsarchiv eine Außenstelle auf der Willibaldsburg oberhalb von Eichstätt.

Durch die altbayerische Beständebereinigung von 1978 erhielt mit dem Bayerischen Hauptstaatsarchiv und dem Staatsarchiv Landshut auch das Staatsarchiv München erstmals eine festumrissene Zuständigkeit auch für die historischen Bestände.

Dienstsitz des Staatsarchivs ist jener Gebäudetrakt des in den Jahren 1822 bis 1830 nach Plänen Leo von Klenzes errichteten ehemaligen Bayerischen Kriegsministeriums, der dem Kriegsminister als Wohngebäude diente. Den ursprünglichen Eindruck des klassizistischen Gebäudes vermittelt heute nur noch die Fassade, da der im Zweiten Weltkrieg zerstörte Bau in den Jahren 1965/67 vorrangig nach Archiverfordernissen wiedererrichtet wurde.

In der Außenstelle Eichstätt stehen Dienst- und Magazinräume in dem seit 1609 von dem Augsburger Elias Holl konzipierten Gemmingenbau der ehedem fürstbischöflichen Willibaldsburg zur Verfügung.

Aufgabe der Archive ist es, die ihnen anvertrauten Quellen in einer äußeren und inneren Ordnung anzubieten, die den Ansprüchen und Forderungen der Forschung gerecht wird. Dies kann nur auf der Grundlage des heute allgemein anerkannten Provenienzprinzips, d. h. der geschichtsbezogenen Ordnung der Archivalien nach ihrer Herkunft, geschehen, was bedeutet, dass das bei einer Institution, Behörde oder Privatperson erwachsene Schriftgut auch im Archiv ungeteilt in seinem Entstehungszusammenhang belassen oder wieder auf ihn zurückgeführt und nach Möglichkeit mit dem Namen der Herkunftsstelle bezeichnet wird. Nur durch eine solche Bestandsbildung entstehen klar abgegrenzte, in sich geschlossene Fonds, innerhalb derer das Schriftgut von der Kompetenz des Registraturbildners her erschlossen und zugänglich gemacht werden kann.

Die historische Entwicklung des Staatsarchivs München verdeutlicht, dass die Anwendung dieses Ordnungsgrundsatzes eine weitgehende Neuordnung der älteren Bestände notwendig gemacht hat. Deren logische Konsequenz und zugleich Voraussetzung war die Vereinigung der auf verschiedene Archive aufgeteilten Bestände gleicher Herkunft. Die 1978 erfolgte Beständebereinigung mit dem Bayerischen Hauptstaatsarchiv und dem Staatsarchiv Landshut auf der historisch-administrativen Grundlage des Herzogtums/Kurfürstentums Bayern und der territorialen Basis des modernen Regierungsbezirks Oberbayern veränderte die Beständestruktur des Staatsarchivs München in erheblichem Maße und schuf erstmals klare Zuständigkeitsabgrenzungen zwischen den altbayerischen Archiven, aufgrund derer jetzt eine eindeutige Antwort auf die Frage möglich ist: Wo finde ich das Schriftgut einer bestimmten Behörde oder Institution, die mit der mich interessierenden Sachfrage befasst war?

Aus der altbayerischen Aktenabteilung des Reichsarchivs ist so ein Regionalarchiv mit klar umschriebenem Sprengel entstanden, in dem auch Sammlungsgut sowie Archivgut nichtstaatlicher Herkunft, wie Adels- und Hofmarksarchive und Archive von Wirtschaftsunternehmen, aber auch von Stiftungen und Körperschaften des öffentlichen Rechts einen legitimen Platz haben.

Die Präsenzbibliothek enthält ca. 40.000 Bände. Sammelgebiete sind insbesondere Archivwesen, Quelleneditionen, Regionalgeschichte, Rechtsgeschichte und Amtsblätter. Im Lesesaal ist eine kleine Freihandbibliothek aufgestellt.

Veröffentlichungen über das Staatsarchiv München finden Sie hier

Den virtuellen Rundgang durch das Staatsarchiv finden Sie hier: Rundgang starten

Anschrift

Schönfeldstr. 3 80539 München

Kontakt

Tel. 089/28638-2539 Fax 089/28638-2526 E-Mail: poststelle@stam.bayern.de

Leitung

Ltd. Archivdirektor Dr. Julian Holzapfl

Zurück zur Archivübersicht