
Eine Stunde im Archiv. Das Staatsarchiv Amberg informiert - 20. Mai 2026
Das Staatsarchiv Amberg lädt zum nächsten Vortrag in der Veranstaltungsreihe "Eine Stunde im Archiv" ein. Am Mitwoch, den 20. Mai 2026, von 17 bis 19 Uhr stellt Lena Weller M.A. unter dem Titel "Alles bleibt in der Familie - Nachlassakten als Quellen für die Familien- und Ortsgeschichte" eine weitere wichtige Archivaliengruppe vor. Frau Weller wird in ihrem Vortrag anhand von Beispielen Aufbau und Inhalt der Nachlassakten vorstellen und deren rechtliche und historische Entwicklung aufzeigen. Dabei geht sie besonders auf den Quellenwert dieser Akten und ihre Bedeutung für die Familien- und Ortsgeschichte ein. Die Veranstaltungen der Reihe „Eine Stunde im Archiv“ richten sich sowohl an Forschende mit Archiverfahrung als auch an Laien, die erst am Anfang ihrer Archivrecherchen stehen. Veranstaltungsort: Vortragsraum des Staatsarchivs Amberg, Archivstraße 3, Eingang Weißenburger Straße, 92224 Amberg. Wir freuen uns auf Ihr Kommen! Aufgrund des begrenzten Raumangebots bitten wir um Anmeldung per E-Mail unter: veranstaltungen@staam.bayern.de Hier finden Sie die Pressemitteilung. Die nächsten Termine folgen im Herbst: Mittwoch, 30. September 2026, 17 Uhr: Private Nachlässe (Jochen Rösel M.A.) Mittwoch, 25. November 2026, 17 Uhr: Berichte der Oberpfälzer Regierungspräsidenten (Dr. Till Strobel) Abb. 1: Veranstaltungsplakat, Benjamin Gerum (GDA
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(Un)Schuld erzählen – NS-Biographien in Spruchkammerakten des Staatsarchivs München
„(Un)Schuld erzählen – NS-Biographien in Spruchkammerakten des Staatsarchivs München“ ist die Blogreihe zur Entnazifizierung und ihrer Überlieferung. Am 5. März 1946 wurde das Gesetz zur Befreiung von Nationalsozialismus und Militarismus verabschiedet, kurz: das Befreiungsgesetz. Das Staatsarchiv München nimmt den Jahrestag zum Anlass, sich 2026 in einer Reihe von Beiträgen auf dem Blog „Archive in Bayern“ mit der Entnazifizierung zu beschäftigen, die mit dem Gesetz begonnen hat. Vorgestellt wird die wichtigste Quellengruppe, die es dafür gibt: die Spruchkammerakten. Alle Deutschen über 18 Jahre, die Mitglied in der NSDAP oder einer der anderen Organisationen des NS-Staates gewesen waren, mussten sich vor diesen Kammern rechtfertigen. Die Quellengruppe eröffnet Einblicke in Verfahren, Biografien und kollektive Erzählungen zur Geschichte des Nationalsozialismus. Die Akten erzählen von Verantwortung und Schuld, von Beschönigung und Verdrängung – aber auch von Prozessen des Erinnerns und Aushandelns. Das Staatsarchiv München stellt einzelne Personen im Spiegel ihrer Spruchkammerakten vor, seien es bekannte Persönlichkeiten oder Menschen, deren Geschichten lange verborgen blieben. Forscherinnen und Forscher geben auf Basis der Akten Einblicke in die Quellenkunde und in Methoden der Auswertung. Wir erklären, was in den Akten steckt und welche Erkenntnisse sie li
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#lostwords ‒ Abschiedsbriefe aus München-Stadelheim. Erste Erfolge bei der Suche nach Familien der NS-Hinrichtungsopfer
Letzte Worte nach über 80 Jahren gelesen Was wurde schon erreicht? • Mit Unterstützung von Freiwilligen bereits 14 Familien gefunden • 82-jährige Tochter eines Opfers hört erstmals vom Schicksal ihres Vaters • Weitere Forschungen zu Abschiedsbriefen aus NS-Hinrichtungsstätten angeregt Vor rund neun Monaten startete die Kooperation zwischen den Staatlichen Archiven Bayerns und den Arolsen Archives zu den Abschiedsbriefen in den Hinrichtungsakten von NS-Opfern aus der zentralen Hinrichtungsstätte München-Stadelheim. Jetzt zogen die Kooperationspartner eine erste Zwischenbilanz für das Projekt #lostwords. Erfolgreiche Suche dank freiwilliger Unterstützung Mithilfe ihres europaweiten Netzwerks von Freiwilligen ist es den Arolsen Archives gelungen, binnen weniger Monate 14 Familien ausfindig zu machen. Darüber hinaus wurden zahlreiche Informationen zu den Absendern der Abschiedsbriefe recherchiert. Erleichtert wird die Suche nach Angehörigen durch die oft ausführlichen Angaben in den Hinrichtungsakten, die im Staatsarchiv München aufbewahrt werden. Ein Beispiel für die erfolgreiche Suche nach Hinterbliebenen ist die Recherche zu Lorenz Frühschütz, der am 12. Oktober 1943 in München-Stadelheim hingerichtet wurde. Freiwillige fanden auf Social Media Spuren zu seiner Tochter. Die 82-jährige Helga Knott lebt heute auf Sardini
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Fritz Gerlich. Erbitterter Gegner der Nationalsozialisten
Am Dienstag, 21. April 2026, wird im Bayerischen Hauptstaatsarchiv die kleine Ausstellung „Fritz Gerlich. Erbitterter Gegner der Nationalsozialisten“ eröffnet. Fritz Gerlich (1883–1934) war Archivar, Journalist und Herausgeber der Wochenzeitung Der Gerade Weg. Nach anfänglicher Sympathie für nationalistische Strömungen wandte er sich nach dem Hitler-Putsch entschieden gegen den Nationalsozialismus. Mit seiner Zeitung warnte er öffentlich vor den Gefahren des Nationalsozialismus und des Kommunismus — dafür wurde er bedroht, misshandelt und 1933 in „Schutzhaft“ genommen. Am 30. Juni/1. Juli 1934 wurde Gerlich während der sogenannten Röhm‑Putsch‑Repressionen ins KZ Dachau gebracht und dort ermordet; seine Asche wurde später auf dem Münchner Ostfriedhof bestattet. 2017 leitete das Erzbistum München und Freising ein Seligsprechungsverfahren ein. Die hier gezeigte Ausstellung zum Leben und Wirken Fritz Gerlichs wurde im Rahmen der Ausbildung im Vorbereitungsdienst 2024–2027 (3. Qualifikationsebene, Fachlaufbahn Bildung und Wissenschaft, Schwerpunkt Archivwesen) an der Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern erarbeitet. Exponate und Reproduktionen stammen u. a. aus dem Bayerischen Hauptstaatsarchiv, Staatsarchiv München, Stadtarchiv Rosenheim und vom St. Michaelsbund, Diözesanverband München und Freising e. V. Nachgezeichnet wird der Lebensweg des Ar
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