Nahaufnahmen - verlängert bis 17. April 2026
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Regensburg und seine jüdische Gemeinde im Mittelalter
Neue Virtuelle Ausstellung auf der Plattform bavarikon - Kultur und Wissensschätze Bayern, bearbeitet von Dr. Astrid Riedler-Pohlers. Am Dienstag, 26. Oktober 2021, wurde in der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns die neue virtuelle Ausstellung „Regensburg und seine jüdische Gemeinde im Mittelalter“ im Kulturportal bavarikon eröffnet. Beim Festakt sprachen Herr Staatsminister Bernd Sibler, MdL, Herr Dr. Ludwig Spaenle, Staatsminister a.D., MdL, Beauftragter der Bayerischen Staatsregierung für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, für Erinnerungsarbeit und geschichtliches Erbe sowie Frau Ilse Danziger, Jüdische Gemeinde Regensburg und Vizepräsidentin des Landesverbands der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern. Frau Dr. Astrid Riedler-Pohlers, Bayerisches Hauptstaatsarchiv, die die Ausstellung erarbeitet hat, führte in die virtuelle Schau ein und stellte ausgewählte Exponate vor. Über den Link www.bavarikon.de/judentum-regensburg ist die Ausstellung ab dem 26. Oktober 2021 einsehbar. Die Veranstaltung wurde per Live-Stream übertragen. Das Projekt ist ein Beitrag der Staatlichen Archive Bayerns zum Jubiläumsjahr 2021 Jüdisches Leben in Deutschland: https://2021jlid.de. In der virtuellen Ausstellung wird die Geschichte der Juden im mittelalterlichen Regensburg erzählt. Welche Rahmenbedingungen prägten das jüdische Leben in dieser bedeutenden Stadt? Welche Beziehungen bestanden zwischen Juden und Christen? Welche Berufe übten sie aus und welche soziale Stellung hatten sie inne? So groß die Zahl an Quellen ist, so unterschiedlich sind die Themen, von denen sie erzählen. Urkunden, Siegel, hebräische Handschriften, Bilder, Karten, archäologische Funde und weitere besondere Stücke berichten von den jüdischen Regensburgern. Digitalisate aus den Beständen von elf Kultureinrichtungen erlauben es, diese einzigartigen Quellen virtuell in die Hand zu nehmen und Details zu erkunden. Sechs Kapitel zeigen, wie sich die jüdische Gemeinde Regensburgs entwickelt hat und wieso sie noch heute von so großer Bedeutung ist. Das jüdische Viertel und seine Bewohner werden dabei genauso vorgestellt wie deren Versorgungsmöglichkeiten mit Dingen des täglichen Bedarfs. Religi-on war das prägende Element im Mittelalter und das galt auch für die jüdische Gemeinde. Welche vielfältigen Tätigkeiten Juden ausübten, wie sie ihren Lebensunterhalt verdienten und zu wem die jüdische Gemeinde in Kontakt stand, sind ebenso spannende Themen wie die Rechte und Pflichten, die Juden im mittelalterlichen Regensburg hatten. Von den Verfolgungswellen, denen die Juden Europas im Mittelalter ausgesetzt waren, blieb die jüdische Gemeinde Regensburgs weitgehend verschont. Zum Zeitpunkt ihrer Vertreibung im Jahr 1519 konnte sie daher – anders als die meisten anderen jüdischen Gemeinden – auf eine über 500-jährige Ansässigkeit in der Stadt zurückblicken. Die virtuelle Ausstellung lässt mit über 60 Exponaten in sechs Abschnitten die mittelalterliche Geschichte der jüdischen Gemeinde Regensburg lebendig werden. Alle Ausstellungsstücke, darunter auch hier erstmals zugängliche 3D-Digitalisate, werden in herausragender digitaler Qualität gezeigt. Die Ausstellung ist zu sehen unter www.bavarikon.de/judentum-regensburg. bavarikon ist das Internetportal zu Kunst, Kultur und Landeskunde des Freistaats Bayern (www.bavarikon.de). Es macht das vielfältige kulturelle Erbe Bayerns weltweit kostenlos zugänglich und richtet sich sowohl an die breite kulturinteressierte Öffentlichkeit als auch an wissenschaftliche Nutzer und Nutzerinnen. Mittlerweile sind über 370 000 Inhalte von mehr als 110 Kultureinrichtungen online. bavarikon ist ein Gemeinschaftsprojekt des Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst und des Staatsministeriums für Digitales. Die Bayerische Staatsbibliothek trägt den laufenden redaktionellen, technischen und organisatorischen Betrieb. Eingestellt am 25.10.2021, zuletzt ergänzt am 29.10.2021
„The German Wiedergutmachung"
Dreiteiliger Podcast des Bundesarchivs über Entschädigung, geraubtes Eigentum und Millionen von Akten. Wie hat die Bundesrepublik Deutschland die Opfer der beispiellosen NS-Verbrechen entschädigt? Wie wurde geraubtes Eigentum zurückgegeben? Und lassen sich begangene Verbrechen überhaupt „wieder gut machen“? Um diese und weitere Fragen geht es im neuen, dreiteiligen Podcast „The German Wiedergutmachung“, der jetzt online verfügbar ist. In drei Folgen stehen zentrale Aspekte der Wiedergutmachung wie Restitution und Entschädigung NS-Verfolgter sowie der Umgang mit den sogenannten „Vergessenen Opfer“ am Beispiel der Sinti und Roma im Mittelpunkt. Fachleute aus Wissenschaft und Gesellschaft beleuchten zusammen mit Podcast-Gastgeberin Nora Hespers, auch anhand historischer Dokumente aus dem Bundesarchiv, die Hintergründe der Wiedergutmachung. Der Podcast erscheint in einer deutschen und einer englischen Version. „The German Wiedergutmachung“ entstand im Auftrag des Bundesarchivs für das Online-Themenportal „Wiedergutmachung nationalsozialistischen Unrechts“. Das vom Bundesministerium der Finanzen initiierte und vom Bundesarchiv konzipierte und gestaltete Themenportal bietet seit 2022 einen zentralen Zugang zu Millionen Akten der deutschen Wiedergutmachungspolitik und wird fortlaufend zu einem umfassenden Recherche- und Informationsort ausgebaut, der neben Archiv-Inhalten auch Hintergrundinformationen, Podcasts und Recherchehilfen bietet. Das Themenportal wird gemeinsam mit dem Landesarchiv Baden-Württemberg, dem Leibniz-Institut FIZ Karlsruhe und dem Portal Deutsche Digitale Bibliothek umgesetzt. Der neue Podcast erscheint zum Jahrestag der Ratifizierung des Luxemburger Abkommen zur sogenannten „Wiedergutmachung nationalsozialistischen Unrechts“ am 18. März 1953. In diesem Abkommen übernahm die Bundesrepublik gegenüber dem Staat Israel die Verantwortung für die im Nationalsozialismus begangenen Verbrechen, insbesondere an Jüdinnen und Juden. In der ersten Podcast-Folge „Eine Frage des Eigentums – Zwischen Raub und Recht“ steht die Rückerstattung geraubten Eigentums im Mittelpunkt. Historiker Jürgen Lillteicher (Direktor des AlliiertenMuseums Berlin) spricht über den Beginn der Wiedergutmachung. Jurist Benjamin Lahusen (Universität Frankfurt an der Oder) wirft einen Blick in die damaligen Gerichtssäle, und die Provenienzforscherinnen Susanne Kiel und Kathrin Kleibl (LostLift-Datenbank) berichten über den Umgang mit dem Umzugsgut Verfolgter, das bei Kriegsausbruch in Häfen beschlagnahmt worden war. Die zweite Folge „Eine Frage des Territoriums – Der Blick nach Westen“ wirft einen Blick auf die Entschädigung von NS-Verfolgten in Westeuropa. Historiker Tim Geiger (Institut für Zeitgeschichte München-Berlin) berichtet über die außenpolitische Geschichte der Wiedergutmachung, und Nicole Immler (University of Humanistic Studies in Utrecht) erklärt, wie Wiedergutmachung im Ausland wahrgenommen wurde. Außerdem berichtet Britta Weizenegger (Landesamts für Finanzen Rheinland-Pfalz), wie heute ein Amt für Wiedergutmachung arbeitet. In der dritten Folge „Kampf um Anerkennung“ geht es um die Wiedergutmachung für die in der NS-Zeit verfolgten Sinti und Roma. Sie stehen dabei stellvertretend für die sogenannten „Vergessenen Opfer“ (wie Homosexuelle, sogenannte „Asoziale“, „Berufsverbrecher“), deren Leid erst Jahrzehnte nach dem Nazi-Terror Anerkennung und Entschädigung erfuhr. „The German Wiedergutmachung“ hat den Vorsitzenden des Zentralrats der Deutschen Sinti und Roma, Romani Rose, die Präsidentin des Bundesgerichtshofes, Bettina Limperg, und Markus Metz vom bayerischen Landesverband der Sinti und Roma zu Gast. Link zum Podcast Themenportal "Wiedergutmachung nationalsozialistischen Unrechts" Eingestellt am 14.03.2025
Die Verfassung des Königreichs Bayern 1818–1918
Eine virtuelle Ausstellung des Bayerischen Hauptstaatsarchivs auf bavarikon. Die Ausstellung eröffnet ein breites Panorama des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts in Bayern. In den Blick genommen wird nicht nur die Entstehung der Verfassung, sondern auch ihre Weiterentwicklung, die eine zunehmende Parlamentarisierung der bayerischen Monarchie bewirkte. Einzelne Aspekte der Verfassungswirklichkeit runden das Bild ab. Man kann sich dem Thema über die intensiv erläuterten Einzelexponate oder thematisch über die einzelnen Abschnitte der Ausstellung nähern. Neben der Vorgeschichte der Verfassung mit der Konstitution von 1808 werden „Staat und Verfassungsordnung“, „König und Parlament“, „Der Weg zum Staatsgerichtshof“, „Verfassungsreformen im 19. Jahrhundert“, „Verfassungsreformen nach 1900“, „Probleme und Bruchlinien der Verfassungsordnung“ und „Verfassungsjubiläen“ behandelt. Hier geht es zur virtuellen Ausstellung.
27.2.-26.5.2023: Impfgegner in Bayern zu Beginn des 20. Jahrhunderts
Eine kleine Ausstellung des Fachbereichs Archiv- und Bibliothekswesen der Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern vom 27. Februar – 26. Mai 2023 im Staatsarchiv München, bearbeitet von Kevin Beesk. Die kleine Lehrausstellung "Impfgegner in Bayern zu Beginn des 20. Jahrhunderts" wurde vom 27. Februar bis 26. Mai im Staatsarchiv München gezeigt. Die Ausstellung wurde von Kevin Beesk im Rahmen des derzeit laufenden Vorbereitungsdienstes 2021/2024 für den Einstieg in der 3. Qualifikationsebene der Fachlaufbahn Bildung und Wissenschaft, fachlicher Schwerpunkt Archivwesen an der Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern erarbeitet und war vom 7. Januar bis 7. Feburar im Bayerischen Hauptstaatsarchiv zu sehen. Impfskepsis und Impfgegnerschaft sind keine Phänomene der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Diskussionen um Impfstoffe oder eine allgemeine Impfpflicht. Vorbehalte und Widerstände gegen Impfungen gab es seit dem Ende des 19. Jahrhunderts. Spürbaren Zulauf erlebte die impfgegnerische Bewegung im Deutschen Reich insbesondere seit der Einführung einer allgemeinen Impfpflicht gegen die Pocken 1874. Die kleine Ausstellung nimmt die impfgegnerische Bewegung, ihre Tätigkeit in Bayern und Hauptakteure zu Beginn des 20 Jahrhunderts in den Blick. Die knapp 30 Exponate stammen hauptsächlich aus den Beständen der Staatlichen Archive Bayerns. Die Bayerische Staatsbibliothek und das Deutsche Medizinhistorische Museum in Ingolstadt haben Digitalisate zur Verfügung gestellt. Ausstellungsbegleitend ist ein Begleitheft erhältlich, das auf dieser Seite unter 'Zugehörige' Dateien und unter Publikationen zum Download bereitgestellt wird. Digitalisiertes Archivgut zur Ausstellung: Exponat 23: BayHStA, MK 16653: Dr. Heinrich Molenaar, Personalakt (412 Digitalisate) >>> Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag: 8:30 bis 16 Uhr Eingestellt am 17.01.2023 Zugehörige Dateien Begleitheft zur Ausstellung [PDF-Datei zum Download].
24.06.2024: Tagungspräsentationen: Originalerhalt in der Praxis – Schadens- und Notfallprävention in Archiven und Bibliotheken
Tagungspräsentation online zur Veranstaltung in Kooperation mit der Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK) im Bayerischen Hauptstaatsarchiv am Montag, 24. Juni 2024 um 10 Uhr. Die Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns hat in Kooperation mit der Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK) zu der Veranstaltung "Originalerhalt in der Praxis - Schadens- und Notfallprävention in Archiven und Bibliotheken" am Montag, 24. Juni 2024 um 10 Uhr ins Bayerische Hauptstaatsarchiv eingeladen. Anlass ist die Vorstellung des Bandes „Schäden an Archiv- und Bibliotheksgut erkennen und klassifizieren“ von Ann-Kathrin Eisenbach und Katrin Marth, den Sie hier kostenlos herunterladen können. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung für die Teilnahme vor Ort ist aber aufgrund begrenzter Kapazitäten notwendig. Bitte melden Sie sich mit vollem Namen und unter Angabe Ihrer Dienststelle bis 19. Juni 2024 an unter poststelle@gda.bayern.de Das Programm zur Veranstaltung finden Sie unter 'Zugehörige Dateien' oder können es hier direkt herunterladen. Die Tagungspräsentationen zur Veranstaltung können auf der Homepage unter Fachinformationen - Bestandserhaltung oder direkt hier heruntegerladen werden: Dr. Katrin Marth, Bayerisches Hauptstaatsarchiv: Von der kreativen Beschreibung zur verwertbaren Information. Die Aktualisierung des Schadenskatasters der Staatlichen Archive Bayerns Dr. Laura Scherr, Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns: Planung von Bestandserhaltungsmaßnahmen, Behebung und Prävention von Schäden Dr. Ursula Hartwieg, Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK): Fördermöglichkeiten: Die Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK) Ann-Kathrin Eisenbach M.A., Münchner Stadtmuseum: Kleine Schäden: Schadensprävention am Schreibtisch Dr. Julian Holzapfl, Staatsarchiv München: Größere Schäden. Notfallprävention und Informationsmöglichkeiten Anton Löffelmeier M.A., Stadtarchiv München: Priorisierungvon Beständenfür den Notfallund Zusammenarbeitmitder Feuerwehr Nadine Thiel, Historisches Archiv mit Rheinischem Bildarchiv: Einsatz Kulturgut! Der Abrollbehälter Kulturgutschutz des Notfallverbundes Kölner Archive und Bibliotheken Dr. Laura Scherr, Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns: Notfallverbund Bayern – Notfallverbünde in Bayern Weiterführende Hinweise auch zum Umgang mit nassem Archivgut finden Sie auf unserer Homepage unter Fachinformationen. Notfallverbünde in Deutschland: Die Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturgutes (KEK) berücksichtigt die Notfallvorsorge in ihren Förderlinien und unterstützt etwa den Ankauf von Notfallboxen und anderen Ausrüstungsgegenständen oder die Ausarbeitung von Notfallplänen. Eine Übersicht bisher geförderter Projekte im Bereich Notfallvorsorge ist über die Homepage der KEK abrufbar hier. Ebenfalls auf der Homepage der KEK bereitgestellt wird eine interaktive Übersichtskarte aller Notfallverbünde in Deutschland. Der SicherheitsLeitfaden Kulturgut (SiLK) bietet Archiven, Bibliotheken und Museen mit einem kostenfreien Online-Tool die Möglichkeit, in einer Selbstevaluation das Sicherheitsniveau der eigenen Einrichtung zu erheben und Schwachstellen aufzudecken. Abrollbehälter Kulturgutschutz des Notfallverbundes Köln: https://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/presse/mitteilungen/22501/index.html Abbildung: 1. Titelblatt, Ann-Kathrin Eisenbach – Katrin Marth, Schäden an Archiv- und Bibliotheksgut erkennen und klassifizieren. Schadenskartierung anhand von Beispielen der Staatlichen Archive Bayerns, München 2023 [JPG-Datei]. 2. Plakat "Wasser im Archiv", Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns, Gestaltung: Nicole Edwards [JPG-Datei]. Erstellt am 5.6.2024 Zugehörige Dateien Programm [PDF-Datei].
07.03.2020: Post aus der Vergangenheit - Tag der Archive am 7. März 2020 im Bayerischen Hauptstaatsarchiv
Das Bayerische Hauptsaatsarchiv in München öffnet allen Interessierten am 7. März von 10 bis 17 Uhr seine Türen. Bundesweit wird am ersten Märzwochenende der 10. Tag der Archive veranstaltet. In diesem Jahr steht er unter dem Motto „Kommunikation: Von der Depesche zum Tweet“. Mehrere hundert Archive in Deutschland öffnen die Türen zu ihren Schatzkammern und zeigen ihre Arbeit mit historischen Dokumenten. Veranstaltungen im Bayerischen Hauptstaatsarchiv: „Post aus der Vergangenheit“ - Präsentation von herausragenden archivalischen Quellen im Lesesaal (jeweils zur vollen Stunde) Recherchieren im Bayerischen Hauptstaatsarchiv „Was steht denn da?“ – Lese- und Interpretationshilfe für mitgebrachte private Schriftstücke; zusammen mit dem Stenographen-Zentralverein Gabelsberger e. V. in München für Dokumente in der Deutschen Einheitskurzschrift oder im Kurzschriftsystem Gabelsberger. Von der Registratur ins Archiv – Übernahme, Erschließung und Konservierung von Unterlagen der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen Kurzvorträge: Vorstellung des Nachlassverzeichnisses (11 und 14 Uhr) Provenienzforschung/NS-Kunstraub (12 und 15 Uhr) Führungen durch die Restaurierungswerkstatt (10.30 / 12.30 / 15.30) ANMELDUNG ERFORDERLICH „Archivgut auf 35 mm – Das Programm der Bundessicherungsverfilmung“ (Führungen durch die Fotowerkstatt 10.30 / 13.00 / 15.00) Ausstellung der Bayerischen Archivschule "Bayern und Polen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Schlaglichter auf eine wechselvolle Beziehung“, ganztägig, zusätzlich Führungen um 11:30 und 14:30 Uhr Zu Gast Archiv der Bayerischen Akademie der Wissenschaften mit Ausstellung und Infostand Stenographen-Zentralverein Gabelsberger e. V. in München mit Lese- und Interpretationshilfe für mitgebrachte Schriftstücke (Programmpunkt "Was steht denn da?") Ansprechpartnerin Dr. Elisabeth Weinberger M.A., poststelle@bayhsta.bayern.de, Tel.: 089/28638-2596 Eingestellt am: 06.02.2020 Zugehörige Dateien Flyer zum Tag der Archive im Bayerischen Hauptstaatsarchiv "echt jetzt?" - Flyer der Münchner Archive zum Tag der Archive 2020
15.09.2022: Digitalisierungsprogramm NEUSTART KULTUR - Alpenkorps
Einer der bedeutendsten Bestände von Truppenakten des Ersten Weltkrieges in der Abteilung IV (Kriegsarchiv) des Bayerischen Hauptstaatsarchivs ist nunmehr nahezu vollständig online einsehbar und recherchierbar. Mit einem eigenen Digitalisierungsprojekt beteiligen sich die Staatlichen Archive Bayerns am Rettungs- und Zukunftsprogramm NEUSTART KULTUR>>>, in dessen Rahmen auch die Deutsche Digitale Bibliothek gefördert wird. Ausgewählt wurde der Bestand „Alpenkorps“ der Abteilung IV (Kriegsarchiv) des Bayerischen Hauptstaatsarchivs. Nicht nur weil das „Kommando des Alpenkorps“ 1915 kurzzeitig in den heute durch die Abteilungen III und V des Bayerischen Hauptstaatsarchivs genutzten Räumlichkeiten residierte, kommt diesem Bestand eine besondere Bedeutung für die bayerische Militärgeschichte zu. Im Frühjahr 2015 war das Alpenkorps Gegenstand einer Lehrausstellung der Staatlichen Archive Bayerns. Der Ausstellungskatalog ist HIER>>> kostenlos einsehbar. Bei seiner Aufstellung anlässlich des Kriegseintritts Italiens 1915 war das Alpenkorps eine neuartige militärische Spezialeinheit, da bis zu diesem Zeitpunkt das Deutsche Kaiserreich keine Truppen für den Gebirgskampf hatte. Der Einheit gehörten etliche Elitetruppen des Kaiserreichs an, darunter das bayerische Infanterie-Leib-Regiment. Mehr als die Hälfte der Einheiten des Alpenkorps bestand aus bayerischen Truppen. Etliche spätere Offiziere der Wehrmacht, aber auch führende Nationalsozialisten gehörten zeitweilig dem Alpenkorps an. Beispielhaft seien nur Erwin Rommel, Heinz Guderian, Ferdinand Schörner oder Franz Ritter von Epp genannt. Die Einheit diente entgegen ihrem Namen keineswegs nur an der „Alpenfront“, sondern war auch an der West- wie Ostfront eingesetzt, so z.B. in der „Schlacht bei Hermannstadt“ in Rumänien im September 1916. Mit Ausnahme einer kleinen Anzahl von Unterlagen, die aus konservatorischen Gründen von einer Digitalisierung zurückgestellt werden musste, wurde der gesamte Bestand digitalisiert. Er umfasst über 1840 Akten (ca. 42 laufende Meter). Erzeugt wurden insgesamt 307.655 Images. Inhaltlich werden sämtliche Bereiche des Korps über den gesamten Zeitraum seines Bestehens abgedeckt. Genannt seien beispielhaft die Kriegstagebücher, Chef-Akten, Unterlagen der Abteilungen Ia (Operatives und Taktisches) und Id (Nachrichtenoffizier), Abteilung III (Feldjustizbeamter), der medizinische Bereich (Korps-Arzt, Korps-Veterinär) oder auch der Bereich Nachschub, Etappe und Abwicklung. Die Digitalisierung wurde durch die Deutsche Digitale Bibliothek im Rahmen des von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) geförderten Programms "Neustart Kultur" ermöglicht. BKM: www.kulturstaatsministerin.de NK: https://neustartkultur.de DDB: https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/ Den digitalisierten Bestand Alpenkorps finden Sie in der Online-Datenbank der Staatlichen Archive Bayerns HIER>>> Link zur Veröffentlichung der Daten bei der DDB/Archivportal D: Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Alpenkorps>>> Veröffentlicht am 15.09.2022, ergänzt am 19.12.2022
Kooperation der Staatlichen Archive Bayerns mit den Arolsen Archives
Das Projekt vernetzt 844 historische Hinrichtungsakten aus München-Stadelheim mit den internationalen Archiven der Arolsen Archives, um Hinterbliebene zu finden, diese zu kontaktieren und ihnen auf Wunsch Kopien von Abschiedsbriefen aus den Akten zu übergeben. Die Haftanstalt in München-Stadelheim fungierte im nationalsozialistischen Justizsystem als „zentrale Hinrichtungsstätte“ und ist mit über 1000 bekannten Hinrichtungen bis 1945 einer der Hauptorte des NS-Unrechts in München. Die 844 sogenannten Hinrichtungsakten der JVA München-Stadelheim, die seit 1975 im Staatsarchiv München verwahrt werden, enthalten mehr als 50 nicht abgeschickte Briefe von Hinrichtungskandidatinnen und -kandidaten an ihnen besonders nahestehende Personen. Die damalige Gefängnisverwaltung und die Strafvollzugsstellen hielten diese Briefe zurück. Die Hinrichtungsakten sind für alle wissenschaftlichen und privaten Recherchevorhaben frei zugänglich, die Verzeichnungsinformationen sind online verfügbar über die Findmitteldatenbank der Staatlichen Archive Bayerns. Um der besonderen Bedeutung Rechnung zu tragen, die die Hinrichtungsakten bzw. die Abschiedsbriefe der Hingerichteten bis heute haben, als Geschichtsquellen zur NS-Unrechtsjustiz, aber auch als persönliche Zeugnisse für die Nachkommen der Hingerichteten, wurden die Akten systematisch durchgesehen, digitalisiert und die erwähnten Originalbriefe identifiziert. Die Arolsen Archives sind das internationale Zentrum über NS-Verfolgung mit dem weltweit umfassendsten Archiv zu den Opfern und Überlebenden des Nationalsozialismus. Sie sind darauf spezialisiert, die biographischen Spuren von NS-Opfern bis zu deren heute lebenden Verwandten zu verfolgen. Im Fall der Hinrichtungsopfer aus München-Stadelheim führen diese Spuren nicht nur zu deutschen, sondern vor allem auch zu polnischen und französischen Familien. Ziel der im April 2025 vereinbarten Kooperation ist die Vernetzung des Aktenbestandes des Staatsarchivs München mit der Überlieferung der Arolsen Archives zu 17,5 Millionen Opfern des Nationalsozialismus. Die Arolsen Archives werden versuchen, Adressaten der Abschiedsbriefe und andere Hinterbliebene der Hingerichteten ausfindig zu machen, diese zu kontaktieren und ihnen auf Wunsch Kopien der Originalbriefe zu übergeben. Das Projekt wird von einer Vermittlungskampagne und öffentlichen Veranstaltungen begleitet. Damit werden die Briefe über die bestehenden freien archivischen Zugänge hinaus vernetzt. Beim Pressegespräch am 23. Juli wurden erste Ergebnisse präsentiert und der Projektfortgang erläutert. Weitere Informationen zu den Arolsen Archives finden Sie hier.
28.09.2022-08.01.2023: Der Fürstbischof zieht in die Stadt - Die Anfänge der Würzburger Residenz vor 300 Jahren
Eine Ausstellung des Staatsarchivs Würzburg in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen vom 28. September 2022 bis 8. Januar 2023 in der Würzburger Residenz. Dem 300. Jubiläum der Grundsteinlegung der Würzburger Residenz am 22. Mai 1720 widmen das Staatsarchiv Würzburg und die Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen eine kleine Ausstellung. Die eigentlich für das Jubiläumsjahr 2020 geplante Ausstellung musste auf Grund der Corona-Pandemie mehrfach verschoben werden und ist daher nun mit zwei Jahren Verspätung in den Räumen der Würzburger Residenz zu sehen. Die Würzburger Residenz ist ein Bauwerk von europäischem Rang. Als barocker Profanbau aus einem Guss zählt sie zum Weltkulturerbe. Ihre prachtvolle Ausstattung entsprang dem Repräsentationsbedürfnis, dem Machtbewusstsein und dem "Baufieber" der Würzburger Fürstbischöfe aus dem Hause Schönborn. Dank ihrer Kontakte planten und arbeiteten die einflussreichsten Architekten des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation am Bau der Residenz mit, unter ihnen Johann Dientzenhofer und der bis dahin unbekannte Ingenieursoffizier Balthasar Neumann. Die Grundsteinlegung am 22. Mai 1720 bildet den Ausgangspunkt der Ausstellung zur Baugeschichte. Die Stationen beleuchten die Planung und den Bau der Residenz bis zu ihrer Einweihung. Näher vorgestellt werden die am Bau beteiligten Künstler, Architekten und Handwerker. Ein weiteres Schlaglicht richtet sich auf das höfische Leben in Würzburg nach dem Bezug der Residenz durch den Hofstaat. Gezeigt werden 30 Exponate aus den Beständen des Staatsarchivs Würzburg sowie einige Leihgaben aus anderen Einrichtungen (Museum für Franken, Staatsarchiv Bamberg). Die Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen beteiligt sich mit mehreren großen Porträtgemälden von Fürstbischöfen aus dem Hause Schönborn. Die Ausstellung ist vom 28. September 2022 bis 8. Januar 2023 in der Würzburger Residenz, Residenzplatz 2, 97070 Würzburg (mit Eintritt, zu den dort üblichen Öffnungszeiten) zu sehen: https://www.residenz-wuerzburg.de>>> Das Staatsarchiv Würzburg bietet kostenlose öffentliche Führungen zu folgenden Terminen an: 12. Oktober, 11.00 Uhr 26. Oktober, 16.00 Uhr 16. November, 11.00 Uhr 30. November, 15.00 Uhr 14. Dezember, 11.00 Uhr Anmeldungen unter poststelle@stawu.bayern.de oder Tel.: (0931)35529-40 Weitere Informationen unter www.gda.bayern.de (Pressebilder in höherer Auflösung können angefordert werden). BR-Radio-Beitrag zur Ausstellung: https://www.br.de/nachrichten/bayern/ausstellung-zeigt-anfaenge-und-bau-der-wuerzburger-residenz,TIds9h6>>> Zur Ausstellung liegt ein kleiner Ausstellungskatalog vor: Der Fürstbischof zieht in die Stadt. Die Anfänge der Würzburger Residenz vor 300 Jahren. Eine Ausstellung des Staatsarchivs Würzburg in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen. Konzeption und Bearbeitung: Ingrid Heeg-Engelhart, Hannah Hien, Jens Martin, Klaus Rupprecht u.a. Mit einer Einleitung von Stefan Kummer (Staatliche Archive Bayerns - Kleine Ausstellungen 61), München-Würzburg 2020, ISBN 978-3-938831-94-6, 100 S., zahlr. SW-Abb.; Verkaufspreis 6,00 Euro Veröffentlicht am 27.09.2022 Zugehörige Dateien Pressemitteilung [PDF-Datei].