Nahaufnahmen - verlängert bis 17. April 2026
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21.06.2022: Mehr Klarheit für die Forschung. Archivalientausch zwischen den Staatlichen Archiven Bayerns und dem Archiv des Erzbistums München und Freising
Generaldirektorin Dr. Margit Ksoll-Marcon und Archiv- und Bibliotheksdirektor Prof. Dr. Johannes Merz übergaben einander symbolisch insgesamt 543 Urkunden, Bände und Akten. In der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns wurde gestern ein bedeutender Archivalientausch zwischen den Staatlichen Archiven Bayerns und dem Archiv des Erzbistums München und Freising vollzogen. Dabei übergaben Generaldirektorin Dr. Margit Ksoll-Marcon und Archiv- und Bibliotheksdirektor Prof. Dr. Johannes Merz einander symbolisch insgesamt 543 Urkunden, Bände und Akten, die künftig jeweils in einem Archiv der Gegenseite verwahrt werden, nachdem sie durch verschiedene historische Umstände vor längerer Zeit ins „falsche“ Archiv gelangt waren. Ein solcher Tausch ist im Archivwesen ein zwar fachlich anerkanntes, jedoch nicht sehr häufiges Vorgehen. Vom Archiv des Erzbistums wurden an die Staatlichen Archive zwei geschlossene Unterlagenkomplexe abgegeben: 1. Unterlagen der Stiftungsadministration Wasserburg: Bei der Stiftungsadministration handelt es sich um eine staatliche Behörde, die von 1807 bis 1817 die Vermögensverwaltung und Rechnungslegung für alle Kirchen, Bruderschaften und anderen kirchlichen Stiftungen im ehemaligen Pfleg- bzw. Landgericht Kling wahrnahm. Dafür standen ihr auch ältere Serien von Kirchenrechnungen zur Verfügung. Insgesamt handelt es sich um 146 meist umfangreiche Bände mit Rechnungen der Kirchen in den Pfarreien Eggstätt, Eiselfing, Evenhausen, Grünthal, Höslwang, Obing und Schnaitsee aus den Jahren 1700-1803, sowie 78 weitere Bände und Aktenkonvolute aus den Jahren 1672-1847. Die Unterlagen wurden 1985 vom Archiv des Erzbistums von der Empore der Pfarrkirche Schnaitsee geborgen, wohin sie auf unbekanntem Weg gelangt waren. 2. Professurkunden des Zisterzienserklosters Kaisheim (bei Donauwörth): Die 96 Urkunden aus dem Zeitraum 1575-1727 wurden meist von den Novizen eigenhändig auf Pergament geschrieben, die damit ihren Eintritt in die Klostergemeinschaft vollzogen. Sie wurden bei der Säkularisation der bayerischen Klöster 1803 offenbar nicht wie das übrige Klosterarchiv von den staatlichen Archiven übernommen und kamen über die Sammlung des historisch überaus interessierten Münchner Dompropstes Martin von Deutinger (1789-1854) ins Archiv des Erzbistums. Die vom Archiv des Erzbistums abgegebenen Unterlagen werden künftig in den jeweils zuständigen staatlichen Archiven verwahrt und schließen dort Lücken in der Überlieferung: die Unterlagen der Stiftungsadministration im Staatsarchiv München, die Kaisheimer Professurkunden im Staatsarchiv Augsburg. Von staatlicher Seite wurden dem Archiv des Erzbistums vielfältige Einzelstücke übergeben. Bei der in den letzten Jahren im Bayerischen Hauptstaatsarchiv vorgenommenen genaueren Analyse der Bestände, in die die Freisinger Archivalien im 19. Jahrhundert eingeteilt worden sind, haben sie sich als zur geistlichen Verwaltung gehörig herausgestellt. Nach der Säkularisation des Hochstifts Freising 1802 war die Trennung zwischen Unterlagen der geistlichen Verwaltung, die bei der Freisinger Bistumsverwaltung verblieben und heute den Altbestand des Archivs des Erzbistums bilden, und solchen der weltlichen Regierung des geistlichen Fürstentums Freising, die mit der Übernahme von dessen Territorien vom neuen Landesherrn übernommen wurden, nicht immer sauber vollzogen worden, was nun durch den Archivalientausch korrigiert wird. Aus dem Hauptstaatsarchiv gingen an das Archiv des Erzbistums 222 Archivalien der geistlichen Regierung des Bistums Freising (Offizialat, Geistlicher Rat bzw. Geistliche Regierung, Generalvikariat) aus den Jahren 1418-1802 mit sehr vielfältiger Thematik. Sie betreffen u.a. Synoden, Visitationen, kirchliche Ehegerichtsverfahren und Klöster im Bistumsgebiet. Die dem Archiv des Erzbistums übergebenen Unterlagen werden in nächster Zeit in die entsprechenden Verzeichnisse eingearbeitet, dann gescannt und online im Digitalen Archiv des Erzbistums zur Nutzung bereitgestellt. Der nun vollzogene Tausch bedeutet eine wesentliche Vereinfachung für die Forschung. Er ist überdies ein weiterer Beleg für die seit Langem bestehende vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen den Staatlichen Archiven und dem Archiv des Erzbistums, die sich u.a. in der Mitwirkung kirchlicher Archive an der Ausbildung staatlicher Archivarinnen und Archivare und in der gemeinsamen Beteiligung an wissenschaftlichen Projekten zeigt. Eingestellt am 21.06.2022 Zugehörige Dateien Pressemitteilung
16.07.2019: Gründung eines Notfallverbunds der Landshuter Archive, Bibliotheken und Museen
Vereinbarung zur gegenseitigen Unterstützung in Notfällen zwischen der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns, der Stadt Landshut und dem Kloster Seligenthal Die Generaldirektorin der Staatlichen Archive, Frau Dr. Margit Ksoll-Marcon, der Oberbürgermeister der Stadt Landshut, Herr Alexander Putz und die Äbtissin des Klosters Seligenthal, Schwester M. Petra Articus unterzeichnen am 16. Juli 2019 um 10 Uhr im Staatsarchiv Landshut die Vereinbarung zur gegenseitigen Unterstützung der Landshuter Archive, Bibliotheken und Museen in Notfällen („Notfallverbund Landshuter Archive, Bibliotheken und Museen“). In der Vereinbarung sind enthalten: gemeinsame Schulungen und Übungen, die Ausarbeitung und der Austausch von Notfallplänen sowie der permanente Austausch der Verantwortlichen untereinander und mit externen Partnern wie der Feuerwehr und dem Technischen Hilfswerk. Für den hoffentlich nie eintretenden Notfall sichern sich die Archive gegenseitige Unterstützung zu, um Ressourcen zu bündeln, sowie die schnellere und effektivere Bergung und Erstversorgung der betroffenen Archivalien, Bücher und Ausstellungsstücke zu gewährleisten. Für die beteiligten Institutionen ist der Schutz der von ihnen verwahrten Kulturgüter vor Feuer, Wasser, äußerer Gewalt oder anderen unvorhersehbaren Ereignissen eine der wichtigsten Aufgaben. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Mitarbeiter der einzelnen Einrichtungen ohne externe Hilfe oftmals überfordert sind, was große Katastrophen wie das Elbhochwasser 2002, der Brand in der Weimarer Anna-Amalia Bibliothek 2004 oder der Einsturz des Historischen Archivs der Stadt Köln 2009 eindringlich veranschaulicht haben. Durch den Brand der Burg Trausnitz am 21. Oktober 1961, der auch das damals dort untergebrachte Staatsarchiv Landshut schwer in Mitleidenschaft zog, mussten die Stadt Landshut und die Landshuter Archive bereits eigene Erfahrungen mit großen Brandkatastrophen und Schäden an Archivalien und Bausubstanz machen. Der Notfallverbund Landshut, der durch die Unterzeichnung dieser Vereinbarung gegründet wird, lädt ausdrücklich die Vertreter anderer Kulturinstitutionen im Stadtgebiet Landshut zu einer künftigen Zusammenarbeit ein. Einen Beitrag zum Notfallverbund Landshut finden Sie in der Mediathek des Lokalfernsehens für den Regierungsbezirk Niederbayern: https://landshut.niederbayerntv.de/mediathek/video/notfallverbund-landshuter-archive-bibliotheken-und-museen/ Weitere Informationen zur Arbeit von Notfallverbünden in Deutschland finden Sie unter: https://notfallverbund.de/ Eingestellt am. 16.07.2019 Zugehörige Dateien: Pressemitteilung zum Notfallverbund Landshut
Staatsarchiv Augsburg nimmt an „Augsburg Open 2026“ teil
Es ist bereits eine feste Tradition, dass sich das Staatsarchiv Augsburg an „Augsburg Open“, dem Tag der offenen Türen in Augsburg beteiligt. Dabei eröffnen Augsburger Firmen, Vereine und Institutionen aus den verschiedensten Bereichen einmal jährlich einen Blick hinter die Kulissen und in Bereiche, die der Öffentlichkeit ansonsten zum größten Teil verborgen bleiben. Auch das Angebot des Staatsarchivs Augsburg, bei einer Führung die Aufgaben und Funktionsweise eines Archivs kennenzulernen und dabei ausgewählte Originalarchivalien aus der Nähe betrachten zu können, wird jedes Jahr von vielen Besucherinnen und Besuchern angenommen. Die Führung findet statt am Freitag, 8. Mai 2025, 10.00 Uhr. Hier geht es zur Anmeldung. Das Programm ist unter online unter www.augsburg-open.de einsehbar, dort finden Sie auch weiterführende Informationen.
Der sechsfache Mord in Hinterkaifeck
Am 4. April 1922 wurden auf dem einsam gelegenen Hof Hinterkaifeck sechs Leichen gefunden. Die Familie Gruber/Gabriel, darunter zwei Kinder, und ihre Magd starben an schweren Kopfverletzungen. Der Todeszeitpunkt wurde auf die Nacht vom 31. März 1922 zwischen 19 und 22 Uhr festgelegt. Die Mordwaffe, eine Reuthaue, fand man erst beim Abriss des Anwesens 1923 in einem Fehlboden. Bis 1930 wurden von der Münchener Polizei über 100 Ermittlungsverfahren durchgeführt, alle ohne Erfolg. Die Frage nach der Täterschaft beschäftigt bis heute die Menschen. Stammte der Mörder aus der Nachbarschaft oder war er ein ortsfremder Durchreisender? Ein ausgebrochener Gefangener? Welche Person war in der Lage, eine ganze Familie auszulöschen? Die Ausstellung bietet Einblicke in die Umstände der Tat und die aufwendigen Ermittlungen. Die Exponate stammen aus Akten der Polizeidirektion München, die heute im Staatsarchiv München verwahrt werden, sowie dem Bayerischen Armeemuseum in Ingolstadt. Die Ausstellung wurde von Elena Hiemer im Rahmen des derzeit laufenden Vorbereitungsdienstes 2024/2027 für den Einstieg in der 3. Qualifikationsebene der Fachlaufbahn Bildung und Wissenschaft, fachlicher Schwerpunkt Archivwesen an der Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern erarbeitet. Zu sehen vom 17. März bis 10. April 2026 im Hauptgebäude des Bayerischen Hauptstaatsarchivs, 1. OG, Schönfeldstraße 5, 80539 München. Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 8.30 – 18.00 Uhr Freitag 8.30 – 13.30 Uhr geschlossen am am 03. und 06. April Eintritt frei. Allgemeine öffentliche Führungen: Donnerstag, 19.03., 26.03. und 09.04. jeweils um 13 Uhr. Hier geht es zum Ausstellungskatalog. Bericht Merkur vom 18.03.2026 Abb.: Ausstellungsplakat; Benjamin Gerum, GDA. Eingestellt am 16.03., geändert am 18.03.2026.
06.-10.03.2020: 10. bundesweiter Tag der Archive vom 6. bis 10. März 2020 unter dem Motto "Kommunikation. Von der Depesche bis zum Tweet"
Veranstaltungen und Aktionen im Bayerischen Hauptstaatsarchiv, Staatsarchiv München, Staatsarchiv Amberg, Staatsarchiv Bamberg, Staatsarchiv Coburg, Staatsarchiv Landshut und Staatsarchiv Würzburg Alle zwei Jahre ruft der Verband deutscher Archivarinnen und Archivare (VdA) zum "Tag der Archive" auf. Bundesweit beteiligen sich zahlreiche öffentliche und private Archive, öffnen ihre Magazine und stellen ihre Arbeit und ihre Bestände vor. Dieses Jahr steht der Aktionstag unter dem Motto "Kommunikation. Von der Depesche bis zum Tweet". Er findet Anfang März statt, überwiegend am Wochenende 7./8. März 2020. Auch die Staatlichen Archive Bayerns wirken am Aktionstag mit. Das Bayerische Hauptstaatsarchiv (Samstag 7. März) und die Staatsarchive Amberg (Samstag 7. März), Bamberg (Freitag 6. März), Coburg (Montag 9. März), Landshut (Montag 9. März und Dienstag 10. März) und München (Samstag 7. März) öffnen ihre Pforten. Das Staatsarchiv Würzburg ist am gemeinschaftlichen Aktionstag der Würzburger Archive in Archiv und Bibliothek des Bistums Würzburg (Domerschulstr. 7) beteiligt (Freitag 6. März). Angeboten werden Vorträge, Ausstellungen und Führungen. Bayerisches Hauptstaatsarchiv - Samstag, 7. März 2020, 10.00-17.00 Uhr zu Gast: Archiv der Bayerischen Akademie der Wissenschaften zu Gast: Stenographen-Zentralverein Gabelsberger e. V. in München Staatsarchiv Amberg - Samstag, 7. März 2020, 10.00-14.00 Uhr Staatsarchiv Bamberg - Freitag, 6. März 2020, 16.00-17.30 Uhr Staatsarchiv Coburg - Montag, 9. März 2020, 18.30 - 20.00 Uhr Staatsarchiv Landshut - Montag, 9. März 2020 und Dienstag, 10. März 2020 - jeweils 16.00 Uhr Staatsarchiv München - Samstag, 7. März 2020, 12.00-19.00 Uhr Staatsarchiv Würzburg - Freitag, 6. März 2020, , 14.00 -19.00 Uhr Das Staatsarchiv Augsburg nimmt zusammen mit anderen Augsburger Einrichtungen Ende März an "Augsburg Open" teil (https://www.augsburg-city.de/veranstaltungen/augsburg-open). Über alle Veranstaltungen zum Tag der Archive, auch in anderen Städten und in kommunalen, kirchlichen, Wirtschafts-, Partei- und Universitätsarchiven sowie Archiven weiterer wissenschaftlichen Einrichtungen, können Sie sich auf der Seite https://www.tagderarchive.de/ informieren. Das Bayerische Staatministerium für Wissenschaft und Kunst weist in einer Pressemitteilung auf die geplanten Veranstaltungen in den Staatlichen Archiven hin. Eingestellt am: 06.02.2020, ergänzt am: 02.03.2020 Zugehörige Dateien Pressemitteilung zum Tag der Archive 2020
Veranstaltungsreihe „DREI um DREI"
Das Staatsarchiv Nürnberg zeigt Überraschendes und Kostbares. Drei Vorträge um drei Uhr - nächster Termin am 12. Februar 2026 Das Staatsarchiv Nürnberg musste im Frühjahr 2020 wegen der notwendigen Sanierung aus seinen Gebäuden in der Archivstraße 17 in Nürnberg ausziehen. Der Rückumzug wird mindestens bis 2030 dauern. Bis dahin können wir weder Archivführungen bieten noch Ausstellungen zeigen. Aus diesem Grund wenden wir uns mit einer Vortragsreihe an Sie. Unter dem Titel „Drei um Drei“ zeigen wir seit 2023 in bunter Mischung aus unseren reichhaltigen Archivalien Überraschendes und Kostbares, Augenfälliges und Folgenreiches, Alltägliches und Seltenes. Wir wenden uns zu dritt jeweils drei Themen zu und beginnen immer um drei Uhr nachmittags. Geplant sind drei Veranstaltungen pro Jahr. Termine im Jahr 2026: Donnerstag, 12. Februar 2026, um 15.00 Uhr Themen: Simon Marius als Astrologe – Spukgeschichte(n) – Das Staatsarchiv im Bombenkrieg Donnerstag, 7. Mai 2026, um 15.00. Donnerstag, 12. November 2026, um 15.00 Uhr. Veranstaltungsort: Lorenzer Pfarrhof (Lorenzer Platz 10, 90402 Nürnberg, Eingang rechts), Raum „Osiander“ im 1. Stock (Aufzug vorhanden). Wir hoffen, Sie sind auf uns und unsere Archivalien neugierig. Wir freuen uns sehr auf Ihr Kommen! Die Vorträge sind auf dem Blog Archive in Bayern nachzulesen. Kontakt: Staatsarchiv Nürnberg, Rollnerstraße 14, 90408 Nürnberg E-Mail: poststelle@stanu.bayern.de Abb. 1: „Schlüsselerlebnisse“ – Nürnberger Schlüssel zu verschiedenen hoheitlichen Objekten, darunter zu einer Ablasstruhe, 16. Jahrhundert, Staatsarchiv Nürnberg, Cimelien 173; Foto: D. Burger. Abb. 2: „Ein guter Arbeitsplatz“ – Entwurf zu Möbeln eines Arbeitszimmers, 1914, Staatsarchiv Nürnberg, Süddeutsche Schreiner-Fachschule von Karl Maibaum in Nürnberg, Nr. 27. Erstellt am 19.12.2023, geändert am 02.02.2026.
21.10.2019: #Ostarrichi-Urkunde: Die Reise nach Wien beginnt …
Ab 26. Oktober präsentiert das Haus der Geschichte Österreich in Wien eine Woche lang die „Ostarrichi-Urkunde“, in der zum ersten Mal der Name „Österreich“ erwähnt wird. Vor der Abreise aus München gehen Margit Ksoll-Marcon, Generaldirektorin der Staatlichen Archive, sowie Bernhard Grau, Direktor des Hauptstaatsarchivs, auf Herkunft und Geschichte des rund 1000 Jahre alten Dokuments ein und schildern seinen Weg ins Bayerische Hauptstaatsarchiv. Monika Sommer, Direktorin des Hauses der Geschichte Österreich, gibt eine Vorschau auf die Präsentation der Urkunde in Wien. Diese wird erstmals seit über zwei Jahrzehnten wieder in Österreich und erstmals in Wien zu sehen sein. Sie wird im Rahmen einer einwöchigen Spezialpräsentation unter dem Titel #Ostarrichi. Die Karriere einer Urkunde vom 26.10.–3.11.2019 gezeigt. Am 26. Oktober lädt das hdgö alle Interessierten bei freiem Eintritt in die Neue Burg am Wiener Heldenplatz ein. Der Bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Bernd Sibler, zeigt sich erfreut darüber, dass es möglich ist, die Urkunde für eine Woche nach Wien auszuleihen: „Mit der Ausleihe der häufig nachgefragten ‚Ostarrichi-Urkunde‛ trägt der Freistaat Bayern der großen Bedeutung Rechnung, die dieses Dokument für die Republik Österreich und ihre Bürger besitzt. Wir verstehen dies auch als Zeichen der guten nachbarschaftlichen Beziehungen, die ihre Wurzeln in einer langen gemeinsamen Geschichte und Tradition haben.“ „Originale Quellen bieten einen faszinierenden Einblick in unsere Geschichte und machen diese für die Menschen erlebbar. Es freut mich, dass eines der bedeutendsten Dokumente unserer Geschichtsschreibung – das vielen aus den Schulbüchern bekannt ist – nun für kurze Zeit in Wien zu sehen ist. Mein Dank gilt dem Haus der Geschichte Österreich für die Initiative und dem Bayerischen Hauptstaatsarchiv für die Zusammenarbeit“, so der Österreichische Bundesminister für EU, Kunst, Kultur und Medien, Alexander Schallenberg. Dr. Margit Ksoll-Marcon, die Generaldirektorin der Staatlichen Archive in Bayern, unterstreicht das besondere Entgegenkommen gegenüber dem Haus der Geschichte Österreich: „Die ‚Ostarrichi-Urkunde‛ ist eines der hochkarätigsten Stücke aus den umfangreichen, vielfältigen und überregional bedeutsamen Archivbeständen des Bayerischen Hauptstaatsarchivs. Die Ausstellung einer solchen über 1000 Jahre alten Pergamenturkunde stellt höchste Anforderungen an den Transport und die Präsentation. Dass die Urkunde erstmals in der österreichischen Hauptstadt gezeigt werden kann, erfüllt mich mit Stolz und Freude.“ Dr. Bernhard Grau erklärt, wie eine Urkunde, die für die Geschichte Österreichs eine so fundamentale Bedeutung besitzt, in die Bestände des Bayerischen Hauptstaatsarchivs gelangt ist: „Dass die ‚Ostarrichi-Urkunde‛ heute im Bayerischen Hauptstaatsarchiv verwahrt wird, ist kein Zufall, sondern hat mit dem darin festgehaltenen Rechtsgeschäft zu tun. Kaiser Otto III. übertrug mit dieser Urkunde dem Bischof von Freising Grundbesitz im Raum von Neuhofen an der Ybbs im heutigen Niederösterreich. Das Hochstift Freising war deshalb der Empfänger der Urkunde und hatte diese über die Jahrhunderte hinweg in seinem Archiv verwahrt. Noch am Beginn des 19. Jahrhunderts diente sie als Nachweis für die darin verbrieften Rechtsansprüche. Erst durch die Säkularisation ging dieser Grundbesitz verloren. Zur gleichen Zeit übernahm das Kurfürstentum Bayern große Teile des Freisinger Archivs, insbesondere alle diejenigen Unterlagen, die Herrschafts- und Gerichtsrechte sowie die Beziehungen zu auswärtigen Staaten betrafen. Damit kam auch die ‚Ostarrichi-Urkunde‛ in die Verfügungsgewalt der kurfürstlich-, dann königlich-bayerischen Zentralarchive.“ Zur Präsentation der Urkunde im Haus der Geschichte Österreich in Wien sagt Dr. Monika Sommer, Direktorin des Haus der Geschichte Österreich: „Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm die ‚Ostarrichi-Urkunde‛ eine wichtige Rolle auf der Suche nach einer neuen österreichischen Identität ein. Wir zeigen das kostbare Dokument erstmals unter diesem Aspekt und erstmals in Wien. Ein idealer Zeitpunkt für Klein und Groß, um dieses einzigartige historische Dokument und seine Bedeutung für die Zeitgeschichte unseres Landes zu entdecken. Am Österreichischen Nationalfeiertag am 26. Oktober ist der Eintritt frei.“ Herkunft, Inhalt und Bedeutung der „Ostarrichi-Urkunde“ Mit der „Ostarrichi-Urkunde“ übertrug Kaiser Otto III. am 1. November 996 Grundbesitz an den Freisinger Bischof. Als Nachweis dieser Besitztitel wurde die Urkunde über Jahrhunderte hinweg im Archiv des Hochstifts Freising verwahrt. Im Zuge der Säkularisation kam sie in staatlichen Besitz. Heute wird sie unter der Signatur Hochstift Freising Urkunden 14 im Bayerischen Hauptstaatsarchiv in München aufbewahrt. Die Urkunde ist das älteste bekannte Dokument, in dem die geographische Bezeichnung „ostarrîchi“ – die althochdeutsche Vorform des späteren Staatsnamens Österreich – als Bezeichnung von heute österreichischem Gebiet Verwendung findet. Österreich feiert sich selbst Thematisiert wird im Haus der Geschichte Österreich die Nutzung des Dokuments für identitätspolitische Zwecke in der Zweiten Republik. Um nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 auf dem Weg zur Wiedererlangung der Souveränität eine neue „Österreich-Identität“ zu formen, suchte die junge Zweite Republik nach Bezugspunkten in der Geschichte. So wurde die „Ostarrichi“-Urkunde zu einem Argument für die lange Vorgeschichte der österreichischen Nation. Erstmals gefeiert wurde ein „Ostarrichi“-Jubiläum zum 950. Jahrestag der Ausstellung der Urkunde im Jahr 1946. Forciert wurden die Feierlichkeiten, die „Ausgangspunkt einer neuen Kraftwelle“ im Wiederaufbau sein sollten, vom damaligen Unterrichtsminister Felix Hurdes. Auf seine Initiative hin wurde für den Herbst 1946 die „Aktion ‚950 Jahre Österreich‘„ ausgerufen, um „die Jugend zu österreichischem Bewusstsein und zur Achtung vor der ruhmvollen Vergangenheit des Vaterlandes zu erziehen“. Am Sonntag, den 29. September 1946 brachte eine „Ostarrichi-Staffel“ eine Abschrift der „Ostarrichi-Urkunde“ von Neuhofen an der Ybbs nach Wien. 1976 war die „Ostarrichi-Urkunde“ bei der Ausstellung „1000 Jahre Babenberger in Österreich“ in Lilienfeld erstmals im Original zu sehen. Noch ein zweites Mal, 20 Jahre später, stand die Urkunde 1996 im Mittelpunkt großer Feiern zu „1000 Jahre Österreich“. Die „Österreichische Länderausstellung“ nahm das Jahr 996 zum Ausgangspunkt für eine intensive Auseinandersetzung mit Österreich, seinem Namen und seiner Geschichte. Die wechselvolle Geschichte der „Ostarrichi-Urkunde“ im Überblick 1. November 996 Auf seiner Rückreise von Rom macht der frisch gekrönte Kaiser Otto III. (983–1002) in Bruchsal am Oberrhein halt. Mit der dort auf Bitten Herzog Heinrichs IV. von Bayern ausgestellten Urkunde überträgt er dem Freisinger Bischof Gottschalk das Eigentum an einem Fronhof und dreißig Königshufen in der Gegend von Neuhofen an der Ybbs. Diese Region gehörte zu diesem Zeitpunkt noch zum Herzogtum Bayern. Erwähnt wird in der Urkunde aber auch die Lage dieser Güter im Herrschaftsbereich des Babenberger Markgrafen, Heinrichs I. Ein Rechtsgeschäft wie dieses ist für das Mittelalter alles andere als ungewöhnlich. Bemerkenswert ist allenfalls der Umfang der Schenkung, der für das Hochstift Freising einen bedeutenden Besitzzuwachs bedeutete. Heute ist man überzeugt, dass die Urkunde nicht in einem Schritt erstellt und ausgefertigt wurde. Vielmehr wird angenommen, dass die Kanzlei des Kaisers zunächst nur den Schlussteil der Urkunde (Eschatokoll) verfasst hat, das heißt die Signum- oder Unterschriftszeile mit dem Monogramm, die Rekognitionszeile, in der der Name des für die Ausfertigung verantwortlichen Kanzlers, des Bischofs Hildibald, genannt wird, und die Datierung. Dagegen stammen das Eingangsprotokoll, vor allem aber der Kontext, das heißt der Rechtsinhalt im engeren Sinne, von der Hand eines Freisinger Schreibers. Ein solches Vorgehen war – gerade im Falle der Freisinger Kirche – nicht ungewöhnlich und gilt daher sogar als ein Indiz für die Echtheit der Urkunde. 1893 Der Historiker Theodor Sickel, der die Urkunde in den Monumenta Germaniae Historica (MGH) ediert, bezeichnet die Urkunde als ein „Diplom zweifelhafter Geltung“. „Diplomatische Ungereimtheiten“ erkennt er vor allem in Bezug auf das Siegel. Das Siegel, das der Urkunde zur Zeit Sickels noch lose beilag, stammte nämlich nicht vom Aussteller Kaiser Otto III., sondern von seinem Nachfolger, dem König und späteren Kaiser Heinrich II. Dieses Siegel ist heute verloren. Schon 1911 wurde sein Fehlen festgestellt. Die einzige Abbildung findet sich bei dem Freisinger Geschichtsschreiber Carolus Meichelbeck, der 1724 eine Zeichnung des Siegelbilds veröffentlicht hat. Die Verwendung des Königssiegels Heinrichs II. gibt der Forschung viele Fragen auf. Dennoch steht die Echtheit der Urkunde für die Forscher von heute außer Zweifel. Diskutiert wird lediglich, ob die Urkunde erst unter Heinrich II. besiegelt und damit vollzogen wurde oder ob das Siegel Kaiser Ottos III. im Laufe der Zeit verloren gegangen und deshalb unsachgemäß durch ein anderes Siegel ersetzt wurde. 1946 „Aktion 950 Jahre Österreich“ Nach Ende des Zweiten Weltkriegs und der NS-Zeit sucht Österreich zum Aufbau seiner nationalen Identität und zur Wiedererlangung seiner Souveränität Bilder aus der ferneren Vergangenheit. Vor allem Vertreter aus den Reihen der ÖVP mit Unterrichtsminister Felix Hurdes an der Spitze engagieren sich für die Idee, die Urkunde Kaiser Ottos zum offiziellen Anlass für ein „Österreich-Jubiläum“ zu nehmen. Namhafte Wissenschaftler beschäftigen sich mit der Urkunde, auf Bundes-, Länder- und Gemeindeebene. In den Wochen vor dem 1. November organisieren unterschiedliche Einrichtungen, Traditionsvereine und Sportverbände Festveranstaltungen und Gedenktage. Vertreter der Parteien bekennen sich zur „Nation Österreich“ in Abgrenzung zu Deutschland und versuchen, historische Argumente für die charakterliche „Eigenart“ der ÖsterreicherInnen zu finden. Besonders Kindern und Jugendlichen sollte ein Österreichbewusstsein vermittelt werden. Sie waren deshalb besondere AdressatInnen der 950-Jahr-Feiern. 1976 „Ostarrichi-Urkunde“ erstmals in Österreich Im Stift Lilienfeld wird ein anderes großes Jubiläum gefeiert: „1000 Jahre Babenberger“. Die Landesausstellung erzählt von der Babenbergerherrschaft, die ihren Ausgang im Jahr 976 in der „Mark an der Donau“ genommen hat. Im Rahmen dieser Ausstellung wird die „Ostarrichi-Urkunde“ zum ersten Mal in Österreich gezeigt. 1980 Wieder ein Jubiläum Im Jahr 1946 hatte der Ort Neuhofen an der Ybbs bereits staatspolitische Bedeutung erfahren: Das Fest an der „historischen Stätte“ wurde zum zentralen Ereignis der offiziellen Feierlichkeiten. Unter anderem hatte Bundeskanzler Leopold Figl den „Ostarrîchi-Gedenkstein“ enthüllt. Im Jahr 1980 wird Neuhofen erneut zum nationalen Erinnerungsort: Anlässlich der 975. Wiederkehr der Ausstellung der Urkunde wird die „Ostarrîchi-Gedenkstätte“ eröffnet, unter Beteiligung von Bund, Ländern und der Gemeinde. Am 10. Mai wird das „Österreich-Fest“ gefeiert, unter Berücksichtigung „25 Jahre österreichischer Staatsvertrag“. Es spricht der Bundespräsident Rudolf Kirchschläger, die originale Urkunde bleibt im Archiv in München. 1996 Das Millennium Bei der Konzeption der Feierlichkeiten anlässlich „1000 Jahre Ostarrichi“ kann auf die 50 Jahre früher hergestellten kollektiven Bilder und Erinnerungsorte zurückgegriffen werden. Die Österreichische Länderausstellung findet in Neuhofen an der Ybbs statt, ihr Ziel ist „eine kritisch-liebevolle Auseinandersetzung der Besucher mit ‚Österreich‘ (…)“. Die „Ostarrichi-Urkunde“ wird ausgestellt und erneut Gegenstand historischer Forschungen. 2019 „Ostarrichi-Urkunde“ erstmals in Wien Das Haus der Geschichte Österreich stellt die originale Urkunde ins Zentrum zeitgeschichtlicher Identitätsbildungsprozesse und -diskussionen. Indem das Museum die „Ostarrichi-Urkunde“ kurz vor dem ersten Geburtstag des Hauses der Geschichte Österreich in der Hofburg präsentiert, bewegt es sich selbst im Spannungsfeld von Wissenschaft, Geschichtspolitik und Öffentlichkeit. Alle Informationen zum Programm des Hauses der Geschichte Österreich und Pressefotos finden Sie über den folgenden Link: https://www.hdgoe.at/category/presse Weiterführende Informationen zur Urkunde und den von der wissenschaftlichen Forschung daraus gewonnenen Erkenntnissen können Sie unter anderem über die folgenden Internetseiten finden: https://de.wikipedia.org/wiki/Ostarrichi https://www.noe.gv.at/noe/Geschichte-Landeskunde/Ostarrichi-Urkunde.html https://members.chello.at/heinz.pohl/Ostarrichi_996.htm https://www.hdgoe.at/ostarrichi Eingestellt am: 21.10.2019 Zugehörige Dateien: Gemeinsame Pressemitteilung des Bayerischen Hauptstaatsarchivs und des Hauses der Geschichte Österreich
30.10.2019: Vorlass Barbara Stamm im Bayerischen Hauptstaatsarchiv für die Zukunft gesichert
Das Bayerische Hauptstaatsarchiv übernimmt den schriftlichen Vorlass von Barbara Stamm (CSU), die am 29. Oktober ihren 75. Geburtstag gefeiert hat. Die bekannte Landespolitikerin wirkte mehr als vier Jahrzehnte (1976–2018) als Abgeordnete im Bayerischen Landtag. Sie war unter anderem Staatssekretärin, Staatsministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin unter mehreren bayerischen Ministerpräsidenten. Zuletzt amtierte sie bis 2018 als Landtagspräsidentin. Sie hält damit nicht nur den Rekord als eine der längstgedienten Abgeordneten in einem deutschen Parlament, sondern ist auch eine Zeitzeugin allerersten Ranges für die bayerische Landespolitik seit den Zeiten von Franz Josef Strauß. Große Teile des archivalischen Vorlasses der Politikerin konnten bereits ins Bayerische Hauptstaatsarchiv übernommen werden. Dort werden die Unterlagen geordnet, inhaltlich erfasst und konservatorisch gesichert. Nach Ablauf der im Archivgesetz festgelegten Schutzfristen steht das Material der Forschung als authentische Quelle zur Verfügung. Das private Schriftgut der bekannten und beliebten Politikerin umfasst neben sachbezogenen Unterlagen ungewöhnlich viele Zuschriften von Bürgerinnen und Bürgern sowie von Politikerkollegen und Weggefährten. Dies ermöglicht eine Würdigung ihrer politischen Leistungen aus der Sicht der Zeitgenossen. Da Barbara Stamm auch als Freundin der fränkischen Fastnacht bekannt ist, finden sich in ihrem Vorlass eine Reihe von Faschingsorden, Narrenkappen und Urkunden über Fastnachtsauszeichnungen. Eingestellt am: 30.10.2019 Zugehörige Dateien Pressemitteilung
03.06.2019: "Joseph Ludwig Graf von Armansperg (1787–1853): Aristokrat, Liberaler, Minister, Erzkanzler" - Lehrausstellung im Bayerischen Hauptstaatsarchiv
Eine kleine Lehrausstellung des Fachbereichs Archiv- und Bibliothekswesen der Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern vom 3. Juni bis 16. Juli 2019, bearbeitet von Andreas Hutterer Am Montag, 3. Juni 2019, findet im Bayerischen Hauptstaatsarchiv die Eröffnung der kleinen Ausstellung „Joseph Ludwig Graf von "Armansperg (1787–1853): Aristokrat, Liberaler, Minister, Erzkanzler“ statt. Die Ausstellung wurde im Rahmen der Ausbildung im Vorbereitungsdienst 2017/2020 für den Einstieg in der 3. Qualifikationsebene der Fachlaufbahn Bildung und Wissenschaft, fachlicher Schwerpunkt Archivwesen, an der Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern erarbeitet. Joseph Ludwig Graf von Armansperg diente vier wittelsbachischen Königen als Beamter, Minister und Berater. Er stammte aus einer alten niederbayerischen Adelsfamilie, die 1719 in den Reichsfreiherrenstand erhoben wurde. Seine berufliche Karriere begann als Verwaltungsbeamter unter König Maximilian I. Joseph. König Ludwig I. beförderte ihn zum „Superminister“ für Finanzen und Inneres, später für Finanzen, das königliche Haus und Äußeres. Als „Sparmansperg“ sanierte er die bayerischen Staatsfinanzen und setzte neue Maßstäbe in Sachen Transparenz, Exaktheit und Sparsamkeit. Am Ende seines beruflichen Lebens wurde Armansperg Regentschaftsratspräsident und Erz-kanzler im jungen Königreich Griechenland unter König Otto. Seinen Ruhestand verbrachte Armansperg als Gutsherr auf Schloss Egg bei Deggendorf. Während der revolutionären Umbrüche von 1848 holte König Maximilian II. erneut Armanspergs Rat in verschiedenen Fragen ein. Zu Joseph Ludwig von Armansperg verwahren die Staatlichen Archive Bayerns eine reichhaltige Überlieferung. Persönliche Unterlagen und Dokumente finden sich im Nachlass Armansperg im Bayerischen Hauptstaatsarchiv. Unterlagen anderer Zweige der Familie liegen in den Staatsarchiven München (Familienarchiv Grafen von Armannsperg) und Landshut. Die dienstliche Tätigkeit Armanspergs als Staatsbeamter und Minister fand ihren Niederschlag in den Akten verschiedener bayerischer Behörden. Aus diesem Quellenfundus wurden für die kleine Ausstellung etwa 30 Objekte ausgewählt, die zentrale Stationen des Lebens und Wirkens Armanspergs beleuchten. Urkunden, geschäftliche Schreiben, Sitzungsprotokolle, Druckschriften und private Briefe werden ergänzt durch zeitgenössische Gemälde und Lithographien. Die Bayerische Staatsbibliothek und das König Otto Museum in Ottobrunn stellten für die Ausstellung Reproduktionen zur Verfügung. Noch heute erinnern unter anderem die Armanspergstraße in Münchner Stadtteil Harlaching und die Inschrift der Ottosäule in Ottobrunn an Joseph von Armansperg. Eine Zusammenstellung dieser und anderer Erinnerungsspuren runden die Ausstellung ab. Die Ausstellung ist vom 3. Juni bis 16. Juli 2019 im Hauptgebäude des Bayerischen Hauptstaatsarchivs (Treppenhaus, 1. OG), Schönfeldstraße 5, 80539 München zu sehen. Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 8.30–18.00 Uhr, Freitag 8.30–13.30 Uhr, geschlossen 10.5. (Pfingstmontag), 20.5. (Fronleichnam). Der Eintritt ist frei. Führungen für Gruppen können unter (089) 28638-2575 vereinbart werden. Eingestellt am: 03.06.2019 Zugehörige Dateien: Pressemitteilung