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07.10-14.11.2021: Nachtlichter. Vom Dunkel ans Licht
Lichtshow in München vom 7. Oktober bis 14. November 2021, 19 Uhr bis 22 Uhr. Am Donnerstag, 7. Oktober 2021, eröffnete Dr. Rolf-Dieter Jungk, Amtschef im Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, auf dem Vorplatz des Staatsarchivs München und des Bayerischen Hauptstaatsarchivs die Lichtshow „Nachtlichter. Vom Dunkel ans Licht“. Die Show ist eine Kooperation der Staatlichen Archive Bayerns mit den Digital Media Artists Thomas Mahnecke und Angelika Meindl. Die Realisierung wird im Rahmen des Programms Kultur.Digital.Vermittlung vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst gefördert. Was gibt es in einem staatlichen Archiv zu sehen? Was verbirgt sich in diesen Gebäuden? Bei Einbruch der Dunkelheit verwandelt sich die Fassade des ↗Staatsarchivs München (Schönfeldstraße 3) in eine bunte Außenbühne. Die Lichtshow „Nachtlichter. Vom Dunkel ans Licht“ holt herausragende Kulturgüter aus der breiten Überlieferung aller Staatlichen Archive Bayerns in den öffentlichen Raum. So werden sie sichtbar und erlebbar. Veranstalter: Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns, Schönfeldstr. 5, 80539 München Künstlerische Umsetzung: Thomas Mahnecke und Angelika Meindl Wann: 7. Oktober bis 14. November 2021, 19 Uhr bis 22 Uhr Die Show ist Teil des Programms zur Lichtwoche 2020 der Stadt München vom 5. bis 12. November 2020: ↗https://lichtwoche-muenchen.de/kalender/details/lichtshow-nachtlichter-vom-dunkel-ans-licht/ ↗Sonderöffnung (Lange Nacht der Münchner Museen): 16. Oktober, 19 Uhr bis 1 Uhr. Die etwa 15-minütige Show läuft täglich ab 19 Uhr jeweils zur vollen und zur halben Stunde. Eintritt frei Zur Lichtshow ist eine akustische Begleitung über App verfügbar, die Sie auf folgendem Weg erreichen: Laden Sie sich bitte die App "LIVE VOICE" auf Ihr mobiles Endgerät. Nun geben Sie entweder den Code 217698 ein oder klicken den folgenden Link: https://livevoice.io/listen/217698). Wichtiger Hinweis: Die Lichtshow enthält Stroboskopeffekte, die epileptische Anfälle auslösen können. Eingestellt am 7.10.2021 Zugehörige Dateien Pressemitteilung
22.10.-05.01.2021: DIE BURG BRENNT! Die Landshuter Katastrophe vom 21.10.1961
Eine Ausstellung des Staatsarchivs Landshut in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen sowie der Freiwilligen Feuerwehr Landshut. In der Nacht vom 20. auf den 21. Oktober 1961 verwüstete ein Brand die Burg Trausnitz über Landshut und das damals dort untergebrachte Staatsarchiv Landshut. Zum 60. Jahrestag setzt sich das Staatsarchiv Landshut in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen und der Freiwilligen Feuerwehr Landshut in der Ausstellung „DIE BURG BRENNT! Die Landshuter Katastrophe vom 21.10.1961“ mit Ursachen und Folgen des Brandes auseinander. Ausstellung und begleitender Katalog schildern das Brandgeschehen und dessen juristische Aufarbeitung. In den Flammen gingen wesentliche Kulturgüter unter, der Brand verursachte Schäden und Lücken an einmaligen Archivalien des Staatsarchivs und zerstörte Ausstattung und Architektur des "Fürstenbaus" der Burg Trausnitz. Die Anstrengungen der staatlichen Archive und der Schlösserverwaltung zur Behebung der Schäden dauern bis heute an. Besonders die mittlerweile aus der Erinnerung der Landshuter Bevölkerung fast verschwundene frühere künstlerische Gestaltung der Burg wird durch alte Fotografien und einige wenige aus dem Brandschutt geborgene Relikte wieder ins Gedächtnis gerufen. Hierzu gehören die farbenfrohen fürstlichen Zimmerfluchten aus Spätrenaissance und Barock und das prunkvolle "Absteigquartier" König Ludwigs II. aus den 1870er Jahren. Die Ausstellung "DIE BURG BRENNT! Die Landshuter Katastrophe vom 21.10.1961" wird vom 22. Oktober bis 5. Januar 2022 im Staatsarchiv Landshut, Schlachthofstr. 10, 84034 Landshut gezeigt. Der Eintritt ist frei. Für den Ausstellungsbesuch gelten die jeweils aktuellen Hygieneregeln. Zur Ausstellung erscheint ein kleiner Katalog: DIE BURG BRENNT! Die Landshuter Katastrophe vom 21.10.1961. Eine Ausstellung des Staatsarchivs Landshut in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen sowie der Freiwilligen Feuerwehr Landshut (Staatliche Archive Bayerns - Kleine Ausstellungen Nr. 67), 156 Seiten, zahlr. Farbabb., ISBN 978-3-938831-72-4, Verkaufspreis 5,00 Euro. Öffnungszeiten (Ausstellung): Montag - Donnerstag 8.30 - 16.00 Uhr, Freitag 8.30 - 13.00 Uhr. - Geschlossen an Allerheiligen 1.11.21. Öffnungszeiten der Burg Trausnitz (Burg Trausnitz, 84036 Landshut), geöffnet Winter 10-16 Uhr (geschlossen 1.1., 24.,25.,31.12.); ACHTUNG: Die Ausstellung ist im Staatsarchiv Landshut zu sehen. Link zum Beitrag von BR 24: ↗Wahrzeichen in Flammen - Großbrand auf Burg Trausnitz. Eingestellt am 20.10.2021 Zugehörige Dateien Pressemitteilung [PDF-Datei] Plakat zur Ausstellung [PDF-Datei]
21.01.2020: Bayern und Polen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Schlaglichter auf eine wechselvolle Beziehung
Eine Ausstellung der Bayerischen Archivschule vom 21. Januar bis 7. März 2020, bearbeitet von Dr. Katharina Aubele, Dr. Julia Oberst, Dr. Hubert Seliger Am Dienstag, 21. Januar 2020, wurde in der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns die kleine Ausstellung „Bayern und Polen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Schlaglichter auf eine wechselvolle Beziehung“ eröffnet. Die Ausstellung wurde im Rahmen der Ausbildung im Vorbereitungsdienst 2018/2020 für den Einstieg in der 4. Qualifikationsebene der Fachlaufbahn Bildung und Wissenschaft, fachlicher Schwerpunkt Archivwesen, an der Bayerischen Archivschule erarbeitet. Bearbeiter der Ausstellung sind Dr. Katharina Aubele, Dr. Julia Oberst und Dr. Hubert Seliger. Neben ihrer Lage in der Mitte Europas haben Bayern und Polen besonders zwei Gemeinsamkeiten: beide Länder durchlebten eine wechselvolle staatliche Entwicklung und beide waren nicht selten Spielball der Großmächte Hinzu kommen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zahlreiche Verbindungen und Schnittstellen zwischen Bayern und Polen, die in der kleinen Ausstellung eingehender beleuchtet werden. Trotz der eher schlaglichtartigen Betrachtungsweise wird versucht, vergessene Aspekte der gemeinsamen, auch gesamteuropäischen Geschichte ins Gedächtnis zu rufen. Neben grundsätzlichen Fragen, wer aus bayerischer Sicht Pole war und wie sich die diplomatischen Beziehungen zwischen Bayern und Polen und das polnische Generalkonsulat in München entwickelten, folgt die Ausstellung den Spuren polnischer Studenten in Bayern. Welche polnischen Vereine und studentischen Verbindungen gab es? Warum hatten bayerische Universitäten zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine so hohe Anziehungskraft auf polnische Studierende? Betrachtet werden zudem die Spannungsfelder der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts: Polen in Bayern waren während des Ersten Weltkriegs vielfach mit Misstrauen betrachtete „Ausländer“, später dem NS-Regime schutzlos unterworfene Zwangsarbeiter oder nach dem Krieg heimatlose Displaced Persons. Kunst und Kultur spiegeln in besonderem Maße die wechselvollen polnisch-bayerischen Beziehungen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wider: wohl bekanntestes Beispiel ist die inzwischen seit 1903 regelmäßig gefeierte Landshuter Hochzeit, die zwar ein historisches Ereignis aufgreift, hauptsächlich aber auswärtige Gäste nach Landshut locken sollte. Deutungskämpfen war die polnische Kunst und auch der Künstler Veit Stoß (1447/1448–1533) unterworfen, den Nürnberg und Krakau gleichermaßen für sich beanspruchen. In bayerischen Archiven und Bibliotheken lässt sich das vielseitige und vielgestaltige bayerisch-polnische Verhältnis nachvollziehen. Hervorzuheben ist die im Bayerischen Hauptstaatsarchiv verwahrte Überlieferung der bayerischen Ministerien sowie die Überlieferung der Unter- und Mittelbehörden und der Gerichte in den Staatsarchiven. Weitere Unterlagen finden sich in kirchlichen und universitären Archiven. So vereint die kleine Ausstellung etwa 40 Exponate u.a. aus dem Bayerischen Hauptstaatsarchiv, den Staatsarchiven Augsburg und München, dem Archiv des Erzbistums München und Freising, dem Stadtarchiv München und der Bayerischen Staatsbibliothek. Die Ausstellung ist vom 21. Januar 2020 bis 7. März 2020 im Hauptgebäude des Bayerischen Hauptstaatsarchivs (Treppenhaus, 1. OG), Schönfeldstraße 5, 80539 München zu sehen. Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 8.30–18.00 Uhr, Freitag 8.30–13.30 Uhr (Sa, So und am Faschingsdienstag 25.2.2020 geschlossen; Sonderöffnung am Tag der Archive, Sa 7.3.2020) Eintritt frei. Führungen für Gruppen können unter (089) 28638-2575 vereinbart werden. Weitere Informationen unter www.gda.bayern.de (Pressebilder in höherer Auflösung können angefordert werden). Zu Ausstellung erscheint ein kleiner Ausstellungskatalog. Eingestellt am: 21.01.2020 Zugehörige Dateien: Pressemitteilung Bild 3a: Reklamemarke mit Motiven der Landshuter Hochzeit, 1913, Privatbesitz (Foto: Bayerisches Hauptstaatsarchiv) Bild 3b: Reklamemarke mit Motiven der Landshuter Hochzeit, 1913, Privatbesitz (Fotos: Bayerisches Hauptstaatsarchiv). Bild 3d: Reklamemarke mit Motiven der Landshuter Hochzeit, 1913, Privatbesitz (Fotos: Bayerisches Hauptstaatsarchiv) Bild 3e: Reklamemarke mit Motiven der Landshuter Hochzeit, 1913, Privatbesitz (Foto: Bayerisches Hauptstaatsarchiv)
15.09.2022: Digitalisierungsprogramm NEUSTART KULTUR - Alpenkorps
Einer der bedeutendsten Bestände von Truppenakten des Ersten Weltkrieges in der Abteilung IV (Kriegsarchiv) des Bayerischen Hauptstaatsarchivs ist nunmehr nahezu vollständig online einsehbar und recherchierbar. Mit einem eigenen Digitalisierungsprojekt beteiligen sich die Staatlichen Archive Bayerns am Rettungs- und Zukunftsprogramm NEUSTART KULTUR>>>, in dessen Rahmen auch die Deutsche Digitale Bibliothek gefördert wird. Ausgewählt wurde der Bestand „Alpenkorps“ der Abteilung IV (Kriegsarchiv) des Bayerischen Hauptstaatsarchivs. Nicht nur weil das „Kommando des Alpenkorps“ 1915 kurzzeitig in den heute durch die Abteilungen III und V des Bayerischen Hauptstaatsarchivs genutzten Räumlichkeiten residierte, kommt diesem Bestand eine besondere Bedeutung für die bayerische Militärgeschichte zu. Im Frühjahr 2015 war das Alpenkorps Gegenstand einer Lehrausstellung der Staatlichen Archive Bayerns. Der Ausstellungskatalog ist HIER>>> kostenlos einsehbar. Bei seiner Aufstellung anlässlich des Kriegseintritts Italiens 1915 war das Alpenkorps eine neuartige militärische Spezialeinheit, da bis zu diesem Zeitpunkt das Deutsche Kaiserreich keine Truppen für den Gebirgskampf hatte. Der Einheit gehörten etliche Elitetruppen des Kaiserreichs an, darunter das bayerische Infanterie-Leib-Regiment. Mehr als die Hälfte der Einheiten des Alpenkorps bestand aus bayerischen Truppen. Etliche spätere Offiziere der Wehrmacht, aber auch führende Nationalsozialisten gehörten zeitweilig dem Alpenkorps an. Beispielhaft seien nur Erwin Rommel, Heinz Guderian, Ferdinand Schörner oder Franz Ritter von Epp genannt. Die Einheit diente entgegen ihrem Namen keineswegs nur an der „Alpenfront“, sondern war auch an der West- wie Ostfront eingesetzt, so z.B. in der „Schlacht bei Hermannstadt“ in Rumänien im September 1916. Mit Ausnahme einer kleinen Anzahl von Unterlagen, die aus konservatorischen Gründen von einer Digitalisierung zurückgestellt werden musste, wurde der gesamte Bestand digitalisiert. Er umfasst über 1840 Akten (ca. 42 laufende Meter). Erzeugt wurden insgesamt 307.655 Images. Inhaltlich werden sämtliche Bereiche des Korps über den gesamten Zeitraum seines Bestehens abgedeckt. Genannt seien beispielhaft die Kriegstagebücher, Chef-Akten, Unterlagen der Abteilungen Ia (Operatives und Taktisches) und Id (Nachrichtenoffizier), Abteilung III (Feldjustizbeamter), der medizinische Bereich (Korps-Arzt, Korps-Veterinär) oder auch der Bereich Nachschub, Etappe und Abwicklung. Die Digitalisierung wurde durch die Deutsche Digitale Bibliothek im Rahmen des von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) geförderten Programms "Neustart Kultur" ermöglicht. BKM: www.kulturstaatsministerin.de NK: https://neustartkultur.de DDB: https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/ Den digitalisierten Bestand Alpenkorps finden Sie in der Online-Datenbank der Staatlichen Archive Bayerns HIER>>> Link zur Veröffentlichung der Daten bei der DDB/Archivportal D: Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Alpenkorps>>> Veröffentlicht am 15.09.2022, ergänzt am 19.12.2022
01.08.2022: Bayerisches Hauptstaatsarchiv erwirbt Sammlung zu den Bayreuther Festspielen
Die „Sammlung Bayreuther Festspiele“: Presseausschnitte, Fotoalben, Programmhefte und weitere Begleitmaterialien stehen für die Benutzung im Bayerischen Hauptstaatsarchiv zur Verfügung. Bayerisches Hauptstaatsarchiv erwirbt Sammlung zu den Bayreuther Festspielen Die Bayreuther Festspiele sind seit ihrer Gründung durch Richard Wagner 1876 eines der herausragenden Kulturereignisse Bayerns mit internationaler Ausstrahlung. Nach mühevollen Aufbaujahren und einer Phase der ideologischen Vereinnahmung durch die Nationalsozialisten ist nach dem Zweiten Weltkrieg ein Neubeginn gelungen. Die Bayreuther Festspiele ziehen seit 1951 alljährlich und bis heute die politische und gesellschaftliche Prominenz an. Das Bayerische Hauptstaatsarchiv hat nun eine umfangreiche private Sammlung zu den Bayreuther Festspielen aus der Nachkriegszeit erwerben können. Der daraus und aus bereits vorhandenem Material formierte Sammlungsbestand umfasst für den Nachkriegszeitraum sämtliche Programmhefte der Festspiele, dazu Begleitpublikationen wie die „Festspiel-Vorschau“ und die „Festspiel-Nachrichten“ und weiteres gedrucktes Material, das häufig Seltenheitswert hat. Von besonderer Bedeutung sind die enthaltenen Presseausschnitte und Fotoalben. Die Fotoalben vereinen nicht nur die offiziellen Rollen- und Bühnenfotos, sondern ergänzen diese durch private Aufnahmen aus dem gesellschaftlichen Umfeld sowie dem inneren Kreis der künstlerischen Darsteller. Die Presseausschnitte berücksichtigen neben der nationalen und teilweise internationalen Presse auch die übrige deutschsprachige Tagespresse. In jahrgangsweiser Anordnung ist so das mediale Echo der Bayreuther Festspiele versammelt – von der Vorberichterstattung über aktuelle Kritiken und Berichte bis zur Rückschau. Im Kulturbereich – anders als in der Politik – sind oft nur wenige amtliche Quellen und meist noch weniger private Quellen vorhanden. Zudem wurden und werden Diskurse häufig medial geführt. Daher kommt der Presseüberlieferung im Kulturbereich eine besondere Qualität zu. Die dichte Überlieferung an Presseausschnitten in der Sammlung Bayreuther Festspiele ist somit ein besonderer Glücksfall. Die Unterlagen wurden von Willy Wesemann (1910–1985) zusammengetragen. Der Geiger war jahrzehntelang Mitglied im Festspielorchester und stand daher mit allen künstlerischen Beteiligten in engem Bezug. Als begeisterter Sammler nahm er große Mühen auf sich. So bezog er während der Festspielzeit die wichtigsten Presseorgane selbst und wertete sie für seine Sammlung aus, zudem fotografierte er selbst. Sämtliche Presseausschnitte wurden feinsäuberlich zugeschnitten, mit Quellenangaben versehen und sauber abgelegt. An diesen Arbeiten war seine ganze Familie beteiligt. Seine Tochter Astrid Zimdahl-Wesemann hat nun die Sammlung im Umfang von rund drei Regalmetern dem Freistaat Bayern überlassen. Die neue „Sammlung Bayreuther Festspiele“ ergänzt hervorragend die bereits bisher vorhandenen Bestände des Bayerischen Hauptstaatsarchivs mit Bezug zu den Bayreuther Festspielen. Neben der staatlichen Überlieferung vorwiegend aus dem Kultusministerium sind dies vor allem die beiden Nachlässe von Wieland und Wolfgang Wagner. Beide waren in ihrer Zeit prägend für die Bayreuther Festspiele und die Opernwelt insgesamt. Das Bayerische Hauptstaatsarchiv ist das Zentralarchiv des Freistaats Bayern und eines der größten Archive Deutschlands. Es verwahrt neben amtlichen Unterlagen ergänzend auch nichtstaatliches Archivgut. Dazu zählen insbesondere Nachlässe bedeutender Persönlichkeiten sowie Sammlungen. Zugehörige Dateien Pressemitteilung
Fotobestände in Bayerischen Archiven - ein Archivführer
Jetzt online: ein Handbuch der Fotobestände der Bayerischen Archive. Der jetzt vorliegende Archivführer für Fotobestände in bayerischen Archiven hat eine lange Entstehungsgeschichte. Vor rund 15 Jahren war angesichts des nach wie vor anwachsenden Interesses an der fotografischen Überlieferung die Idee entstanden, analog zum "Handbuch der Bayerischen Archive", das 2001 erschienen war, ein eigenes Handbuch der Fotobestände in eben diesen Archiven zu erstellen. Nun steht der Bildarchivführer als pdf zum Download bereit. Wir wünschen Ihnen eine spannende und ertragreiche Recherche in den mannigfaltigen Fotobeständen der bayerischen Archive!
28.10.2021: Vorstellung von Dr. Christian Kruse als neuem Leiter des Staatsarchivs Nürnberg
Am 28. Oktober 2021 wurde Ltd. Archivdirektor Dr. Christian Kruse öffentlich als neuer Leiter des Staatsarchivs Nürnberg vorgestellt. Er hat diese Aufgabe bereits zum 1. Mai 2021 über-nommen und folgte damit Ltd. Archivdirektor Prof. Dr. Peter Fleischmann nach, der mit 31. Januar 2021 in den Ruhestand getreten ist. Prof. Dr. Fleischmann leitete das Staatsarchiv Nürnberg seit 1. Dezember 2012 und kehrte damit nach Stationen im Staatsarchiv Augsburg und Staatsarchiv München – in beiden Staatsarchiven hatte er die Leitung inne – wieder an das Staatsarchiv zurück, in dem seine berufliche Tätigkeit nach seiner Ausbildung an der Bayerischen Archivschule begonnen hatte. Der gebürtige Kieler Dr. Christian Kruse studierte an den Universitäten Erlangen und Wien Geschichte und Deutsch für das Lehramt an Gymnasien, promoviert wurde er mit einer Ar-beit über „Franz Friedrich Anton von Sachsen-Coburg-Saalfeld 1750–1806“ in Erlangen. Sein Referendariat zum wissenschaftlichen Archivar an der Bayerischen Archivschule ab-solvierte er 1988 bis 1991, danach arbeitete er im Bayerischen Hauptstaatsarchiv, in den Staatsarchiven Augsburg, Nürnberg und München und von 2008 bis 2018 in der Generaldi-rektion der Staatlichen Archive Bayerns. Vom 1. Dezember 2018 bis 30. April 2021 leitete er das Staatsarchiv Bamberg. Das Staatsarchiv Nürnberg hat große Herausforderungen zu bewältigen: Sein Stammquartier an der Nürnberger Archivstraße 17 wird generalsaniert, die Büroräume wurden 2020 in die Rollnerstraße 14 verlagert, die Archivalien in vier Standorten ausgelagert (Außenstelle Lichtenau bei Ansbach, Staatsarchiv Augsburg, Staatsarchiv Landshut, Landeskirchliches Archiv der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern). Die Generalsanierung des Staatsarchivs Nürnberg – des 1880 errichteten ersten Archivzweckbaus des Königreichs Bayern – soll bis voraussichtlich Herbst 2026 dauern. Das Staatsarchiv Nürnberg hat rund 8,2 Millionen Archivalien im Umfang von 36,8 km in seiner Verwahrung. Es ist zuständig für die Überlieferung aller Behörden, Gerichte und Staatsanwaltschaften der mittleren und unteren Ebene im Regierungsbezirk Mittelfranken. Für die Zeit vor dem 19. Jahrhundert überliefert das Staatsarchiv die Urkunden, Amtsbücher, Akten und Pläne des Fürstentums Brandenburg-Ansbach, der Reichsstadt Nürnberg, des Hochstifts und Domkapitels Eichstätt sowie der eichstättischen Klöster, des Deutschen Ordens, kleinerer Reichsstädte, von Reichsritterschaften, des Adels und des Patriziats. Eingestellt am 28.10.2021 Zugehörige Dateien Pressemitteilung [PDF-Datei]
29.11.2019: 10 Jahre bayerisch-tschechische Archivpartnerschaft - Festakt im Staatsarchiv Amberg
Am 29. November 2019 wurde mit einem Festakt in Amberg die zehnjährige erfolgreiche Partnerschaft der Staatlichen Archive Bayerns mit tschechischen Archiven im Beisein des Staatsministers für Wissenschaft und Kunst, Bernd Sibler, MdL, und des Direktors der Tschechischen Archivverwaltung PhDr. Jiří Úlovec, gefeiert und gemeinsam in die Zukunft geblickt. „Ein Blick in unsere Archive macht offenkundig, wie eng Bayern und Tschechien verbunden sind: Seit Jahrhunderten teilen wir eine gemeinsame grenzüberschreitende Geschichte. Die enge Zusammenarbeit unserer Archive hilft, dieses wertvolle kulturelle Erbe noch sichtbarer zu machen. Zugleich setzen die Archive ein klares Zeichen für unseren partnerschaftlichen Austausch und unsere gute Nachbarschaft. Darauf lässt sich Zukunft bauen!“, so der Bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst Bernd Sibler, MdL, in seinem Grußwort. Vor zehn Jahren begründete das Kooperationsprojekt „Bayerisch-Tschechisches Netzwerk digitaler Geschichtsquellen“ die feste Zusammenarbeit der Staatlichen Archive Bayerns mit dem Gebietsarchiv Pilsen. Im Rahmen des von der Europäischen Union geförderten Projekts wurden historische Quellen des bayerisch-böhmischen Grenzraumes aus bayerischen und tschechischen Archiven digitalisiert und virtuell auf der eigenen zweisprachigen Präsentationsplattform „Portafontium“ im Internet (http://www.portafontium.de/) zusammengeführt. Diese gemeinsame Plattform wurde mit dem „Tschechisch-Bayerischen Archivführer“ (2013 bis 2015) wesentlich erweitert. Der Archivführer ist als zweisprachige Online-Datenbank ein neuer Zugang zu Bohemica in bayerischen Archiven und zu Bavarica in tschechischen Archiven. Der jüngste Baustein der bayerisch-tschechischen Archivzusammenarbeit ist das Projekt „Moderner Zugang zu historischen Quellen“. Derzeit reichen die in „Porta fontium“ erfassten Bavarica und Bohemica vom frühen 11. Jahrhundert bis in die jüngste Vergangenheit. Somit präsentiert der tschechisch-bayerische Archivführer die Überlieferung eines ganzen Jahrtausends. Die älteste nachgewiesene Urkunde datiert vom 19. April 1010: König Heinrich II. verleiht der Äbtissin Heilika und ihrem Kloster Passau-Niedernburg seinen Anteil am Zoll zu Passau und den gesamten böhmischen Zoll (München, Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Hochstift Passau Urkunden 25/1). „Porta fontium“ erhält ein Modul zu historischen Karten und Plänen mit einem eigenen Recherche- und Darstellungswerkzeug. Deutsche und tschechische Forscherinnen und Forscher, die zu heimatgeschichtlichen, familienkundlichen oder wissenschaftlichen Themen arbeiten, können sich mit diesem Webangebot jeweils in ihrer Muttersprache einen Überblick über Archive und Bestände verschaffen. Archivrecherchen können so am heimischen PC gezielt vorbereitet und grenzüberschreitende Archivreisen geplant werden. Der Zugang zu Archivgut ist damit leichter geworden. Indem die bayerischen und tschechischen Archive die gemeinsame Geschichte erfahrbar machen und zu ihrer Erforschung anregen, leisten sie einen wichtigen Beitrag zur europäischen Integration. Zugehörige Dateien Pressemitteilung
15.01.2020: Rückführung zweier mittelalterlicher Urkunden aus den USA - Pressegespräch am 15. Januar 2019 im Staatsarchiv Nürnberg
Am Mittwoch, 15. Januar 2020 (15.00 Uhr) wurden zwei seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs vermisste Urkunden durch das Auswärtige Amt an das Staatsarchiv Nürnberg zurückgegeben. Die beiden Urkunden aus dem Jahr 1418 waren 2019 in den USA im Nachlass eines ehemaligen US-Soldaten aufgetaucht und konnten durch Vermittlung des Auswärtigen Amtes nach Nürnberg zurückgeholt werden. Das Staatsarchiv Nürnberg lagerte im Zweiten Weltkrieg seine wertvollsten Bestände wegen drohender Luftangriffe an zahlreiche Bergeorte aus. Insgesamt wurden fast 17 laufende Kilometer Archivgut an 32 verschiedenen Orten im Umkreis von ca. 80 km rund um Nürnberg in Sicherheit gebracht. Eines der Depots war im Schloss Sandsee (heute Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen). Dort lagerten 137 Kisten mit spätmittelalterlichen Urkunden. Unmittelbar nach Kriegsende wurde dieses Depot geplündert, mehr als 70 Pergamenturkunden verschwanden. Bereits 1987 und 1991 kamen insgesamt 20 vermisste Urkunden aus den USA zurück nach Nürnberg. Mit der neuerlichen Rückgabe zweier Urkunden ist die Hoffnung verbunden, dass weitere vermisste Stücke ihren Weg zurück in das Staatsarchiv Nürnberg finden. Eingestellt am: 15.01.2020 Zugehörige Dateien Pressemitteilung