
11.04.2019: "Preßfreiheit in Bayern im 19. Jahrhundert" - Lehrausstellung im Bayerischen Hauptstaatsarchiv
Grundgesetz und Bayerische Verfassung garantieren heute die Freiheit der Presse und der Bericht-erstattung durch Rundfunk und Medien – Basis für eine freie Meinungsbildung und die Demokratie. Trotzdem belegte die Bundesrepublik Deutschland 2018 auf der Rangliste der Pressefreiheit, dem „Press Freedom Index“, der internationalen Nichtregierungsorganisation Reporter ohne Grenzen hinter Portugal nur den 15. Platz. Zum „Tag der Pressefreiheit“ am 3. Mai blickt die kleine Ausstellung 200 Jahre zurück, fragt nach den Wurzeln des Begriffs „Preßfreiheit“ und beleuchtet seine Entwicklung in Bayern im 19. Jahrhundert. Der Begriff der „Preßfreiheit“ stammt aus dem Zeitalter der Aufklärung. Politische Bedeutung erhielt er mit der Französischen Revolution. In einem deutschsprachigen Nachschlagewerk erscheint der Begriff erstmals 1784. Anfangs wurde die „Preßfreiheit“ mit der Druckfreiheit gleichgesetzt. Dadurch stand nicht das heute mit Art. 5 des Grundgesetzes garantierte zentrale Grundrecht der „Pressefreiheit“ im Mittelpunkt, sondern einfach die Freiheit zu drucken. Mit dem Übergang zum modernen Staat Anfang des 19. Jahrhunderts begann eine Zeit in Bayern, die durch den Wechsel von Zensur und Pressefreiheit gekennzeichnet war. Die Auseinandersetzung wurde auf rechtlicher bzw. verfassungsrechtlicher Ebene geführt. Wichtige Zäsuren waren der Erlass der Verfas
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08.04.2019: "Revolution – Der Übergang von der Monarchie zur Republik im Raum Würzburg 1918/19" - gemeinsame Ausstellung des Staatsarchivs und Stadtarchivs Würzburg
Vor hundert Jahren beendete eine Revolution in Bayern die Monarchie. Einige Revolutionäre versuchten, eine sozialistische Räterepublik zu etablieren. In Würzburg trat die Räteherrschaft besonders spürbar auf den Plan. Die Würzburger Residenz, damals wie heute Sitz des Staatsarchivs, war Anfang April 1919 Tagungsort des zwölfköpfigen Revolutionären Aktionsausschusses (RAA) und somit Zentrum des revolutionären Geschehens. Diese dreitägige Räteherrschaft in der Residenz vom 7. bis zum 9. April 1919 bildet den zeitlichen Schwerpunkt der Ausstellung. In der Ausstellung sind unter anderem das in einem Akt der Staatsanwaltschaft Würzburg überlieferte Protokollbuch des Aktionsausschusses sowie eine Vielzahl an Plakaten und Flugblättern zu sehen. Mit Plakaten und Flugblättern versuchten die Revolutionäre, die Stimmung in der Stadt zu steuern und die Bevölkerung über die Geschehnisse zu informieren. Angesichts widersprüchlicher Anweisungen der Münchner Räte und der Bamberger Exilregierung herrschte außerhalb der größeren Städte häufig Ratlosigkeit, was Akten der unterfränkischen Landratsämter belegen. Bereits nach drei Tagen wurde die Würzburger Räterepublik durch einen Zusammenschluss aus Soldaten, Studenten und Bürgern militärisch beendet. Die Hauptakteure der Würzburger Räterepublik wurden vor dem Landgericht
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29.03.2019: Feierliche Einweihung des Magazinneubaus für das Staatsarchiv Bamberg
Im Rahmen eines Festaktes wurde der Erweiterungsbau seiner Bestimmung übergeben und eine kleine Begleitausstellung „Staatliches Bauen in Oberfranken – eine Skizze“ eröffnet Am Freitag, dem 29. März 2019, wurde der Erweiterungsbau des Staatsarchivs Bamberg (Hainstraße 39, 96047 Bamberg) nach einer Bauzeit von zweieinhalb Jahren feierlich seiner Bestimmung übergeben. Beim Festakt hielt Herr Staatsminister für Wissenschaft und Kunst Bernd Sibler, MdL, die Festansprache, Frau Staatsministerin für Gesundheit und Pflege Melanie Huml, MdL, sprach ein Grußwort. Staatsminister Bernd Sibler betonte bereits vorab: „Das Staatsarchiv Bamberg beherbergt einen großen kulturellen Schatz. Der Erweiterungsbau ermöglicht es nun, sämtliche Bestände an einem Ort zusammenzuführen. Wertvolle Zeugnisse unserer Geschichte spiegeln die Klosterkultur des Mittelalters, die verschiedenen Territorialherrschaften sowie die Grenznähe der Region zur ehemaligen DDR und zu Tschechien wider. Sie werden hier künftig unter hervorragenden Bedingungen aufbewahrt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Dieses hochmoderne Archiv bietet uns beste Möglichkeiten, uns mit unserer Geschichte und Identität auseinanderzusetzen.“ Im August 2014 hatte das damalige Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst den Planungsauftrag für den Erweiterungsbau
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22.-23.03.2019: 11. Bayerischer Archivtag in Coburg - Verleihung des Bayerischen Janus an den Oberbürgermeister von Augsburg Dr. Kurt Gribl
Archive & Forschung - Neue Formen der Kooperation Archive, Wissenschaft und Forschung arbeiten seit jeher eng zusammen. Hinzu kommt, dass sich Archive als Dienstleister für die Öffentlichkeit und damit auch für die Forschung verstehen. Der digi-tale Wandel eröffnet heute beiden Seiten neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit, verbunden mit neuen Herausforderungen. Welche Wege sollen die Archive in der Kooperation mit der Forschung einschlagen? Neue Wege beschreiten beispielsweise Archive, die im Rahmen von Citizen Science das Engage-ment interessierter Laien nutzen, sich aber gleichzeitig die Frage nach den Grenzen dieser Form der Zusammenarbeit stellen müssen. Neuland betreten auch die Kulturinstitutionen, die sich im Rahmen des Kulturhackathons „Coding da Vinci“ mit technikaffinen und kulturbegeisterten Commu-nities vernetzen. Und schließlich: Können Programme lernen, Handschriften selbständig zu erken-nen und zu lesen und so eine der Kernkompetenzen der historischen Hilfswissenschaften ergänzen oder gar ersetzen? Einen Bogen über diese Facetten seines Tagungsthemas spannt der 11. Bayerische Archivtag, zu dem sich etwa 200 Archivarinnen und Archivare aus Bayern und den benachbarten Regionen vom 22. bis 23. März 2019 in Coburg treffen. Für den Einführungsvortrag am 23. März 2019 konnte Frau Prof. Dr. Eva Schlotheuber gewonnen werden. Als Vorsitzende des Verbandes der Historiker und Histo
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