Die Staatlichen Archive Bayerns

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Ausstellungsplakat, Bildausschnitt: KZ-Häftlinge beim Appell (Staatsarchiv München, Staatsanwaltschaften 34862/1)
Ausstellungsplakat, Bildausschnitt: KZ-Häftlinge beim Appell (Staatsarchiv München, Staatsanwaltschaften 34862/1) (Staatsarchiv München, Staatsanwaltschaften 34862/1)
26.06.2019: "Schuld und Sühne? Der Nationalsozialismus vor Gericht" - Ausstellung im Staatsarchiv Coburg
Eine Ausstellung vom 26. Juni bis 2. August 2019 zeigt anhand von Akten der Staatsarchive München und Coburg die Ermittlungen und Strafverfahren wegen Nationalsozialistischer Gewaltverbrechen (NSG) Nach dem Zweiten Weltkrieg mit über 50 Millionen Toten stellte sich die Frage nach der Verantwortung, nach Schuld und Sühne der von den Nationalsozialisten begangenen Verbrechen unvorstellbaren Ausmaßes. Neben den alliierten Hauptkriegsverbrecherprozessen in Nürnberg wurden von den Amerikanern die zwölf Nürnberger Folgeprozesse sowie die Dachauer Kriegsverbrecherprozesse zur Abstrafung verbrecherischer Organisationen sowie von Tätergruppen und Einzeltätern geführt. Seit Ende 1945 durften die deutschen Gerichte wieder Recht sprechen und seit dem Jahr 1950 hatten sie so weitreichende Kompetenzen, um auch Kriegsverbrechen aburteilen zu können. Darüber hinaus konnten jetzt Ermittlungsbehörden und Gerichte in Eigenregie Straftaten mit nationalsozialistischem Hintergrund aufklären und aburteilen. Die im Staatsarchiv München erarbeitete Ausstellung gibt einen Einblick in die Verfahrensabläufe und stellt einige Prozesse vor, die aus der Masse der Strafverfahren herausragen. Ein großer Abschnitt der Ausstellung widmet sich den Verbrechen in den Konzentrationslagern. Die juristische Aufarbeitung von Dachau fiel ausschließlich in den Zuständigkeitsbereich der Staatsanwaltschaft München II, z
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Ausstellungsplakat Joseph Ludwig Graf von Armansperg
Ausstellungsplakat
03.06.2019: "Joseph Ludwig Graf von Armansperg (1787–1853): Aristokrat, Liberaler, Minister, Erzkanzler" - Lehrausstellung im Bayerischen Hauptstaatsarchiv
Eine kleine Lehrausstellung des Fachbereichs Archiv- und Bibliothekswesen der Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern vom 3. Juni bis 16. Juli 2019, bearbeitet von Andreas Hutterer Am Montag, 3. Juni 2019, findet im Bayerischen Hauptstaatsarchiv die Eröffnung der kleinen Ausstellung „Joseph Ludwig Graf von "Armansperg (1787–1853): Aristokrat, Liberaler, Minister, Erzkanzler“ statt. Die Ausstellung wurde im Rahmen der Ausbildung im Vorbereitungsdienst 2017/2020 für den Einstieg in der 3. Qualifikationsebene der Fachlaufbahn Bildung und Wissenschaft, fachlicher Schwerpunkt Archivwesen, an der Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern erarbeitet. Joseph Ludwig Graf von Armansperg diente vier wittelsbachischen Königen als Beamter, Minister und Berater. Er stammte aus einer alten niederbayerischen Adelsfamilie, die 1719 in den  Reichsfreiherrenstand erhoben wurde. Seine berufliche Karriere begann als Verwaltungsbeamter unter König Maximilian I. Joseph. König Ludwig I. beförderte ihn zum „Superminister“ für Finanzen und Inneres, später für Finanzen, das königliche Haus und Äußeres. Als „Sparmansperg“ sanierte er die bayerischen Staatsfinanzen und setzte neue Maßstäbe in Sachen Transparenz, Exaktheit und Sparsamkeit. Am Ende seines beruflichen Lebens wurde Armansperg Regentschaftsratspräsident und Erz-kanzler im jungen K
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30.04.2019: NEUERSCHEINUNG: „Verzeichnis der Nachlässe im Bayerischen Hauptstaatsarchiv“
30.04.2019: NEUERSCHEINUNG: „Verzeichnis der Nachlässe im Bayerischen Hauptstaatsarchiv“
Schriftliche Nachlässe von Privatpersonen sind für das kulturelle Gedächtnis des Staates oder der Gesellschaft von erheblicher Bedeutung. Sie ergänzen die behördliche Überlieferung und gewähren einen Blick in die Geschichte aus persönlicher Perspektive. Deshalb kümmern sich Archive und andere Gedächtnisinstitutionen intensiv um die Sicherung, Erschließung und Benützbarkeit dieser privaten Quellen. Das Bayerische Hauptstaatsarchiv verwahrt in einer eigenen Abteilung Nachlässe von bedeutenden Persönlichkeiten und Sammlungsgut, wie Flugblätter, Plakate, Fotos, und Verbandsschriftgut. Am 30. April 2019 wurde das neue „Verzeichnis der Nachlässe im Bayerischen Hauptstaatsarchiv“ im Beisein von Herrn Staatsminister für Wissenschaft und Kunst Bernd Sibler, MdL, der Öffentlichkeit präsentiert. Kunst- und Wissenschaftsminister Bernd Sibler, selbst studierter Historiker, betonte im Vorfeld der Veranstaltung: „Schriftliche Nachlässe sind wertvolle kulturelle Zeugnisse unseres Landes. Sie helfen, Werk und Wirken bedeutender Persönlichkeiten besser zu verstehen und sind dadurch eine einzigartige Quelle für die historische Forschung. Ich bin stolz darauf, dass das Archivinventar zu Nachlässen im Bayerischen Hauptstaatsarchiv allen Interessierten den Zugang zu diesem hohen Kulturgut erleichtert und uns ein weiteres Mal bewusstmacht: Archive sind das Gedäc
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Die Karikatur zur „Preßfreiheit“ auf dem Plakat wurde 1847 in den „Fliegenden Blättern“ veröffentlicht; Zeichner: Carl Stauber
Die Karikatur zur „Preßfreiheit“ auf dem Plakat wurde 1847 in den „Fliegenden Blättern“ veröffentlicht; Zeichner: Carl Stauber (Zeichner: Carl Stauber)
11.04.2019: "Preßfreiheit in Bayern im 19. Jahrhundert" - Lehrausstellung im Bayerischen Hauptstaatsarchiv
Grundgesetz und Bayerische Verfassung garantieren heute die Freiheit der Presse und der Bericht-erstattung durch Rundfunk und Medien – Basis für eine freie Meinungsbildung und die Demokratie. Trotzdem belegte die Bundesrepublik Deutschland 2018 auf der Rangliste der Pressefreiheit, dem „Press Freedom Index“, der internationalen Nichtregierungsorganisation Reporter ohne Grenzen hinter Portugal nur den 15. Platz. Zum „Tag der Pressefreiheit“ am 3. Mai blickt die kleine Ausstellung 200 Jahre zurück, fragt nach den Wurzeln des Begriffs „Preßfreiheit“ und beleuchtet seine Entwicklung in Bayern im 19. Jahrhundert. Der Begriff der „Preßfreiheit“ stammt aus dem Zeitalter der Aufklärung. Politische Bedeutung erhielt er mit der Französischen Revolution. In einem deutschsprachigen Nachschlagewerk erscheint der Begriff erstmals 1784. Anfangs wurde die „Preßfreiheit“ mit der Druckfreiheit gleichgesetzt. Dadurch stand nicht das heute mit Art. 5 des Grundgesetzes garantierte zentrale Grundrecht der „Pressefreiheit“ im Mittelpunkt, sondern einfach die Freiheit zu drucken. Mit dem Übergang zum modernen Staat Anfang des 19. Jahrhunderts begann eine Zeit in Bayern, die durch den Wechsel von Zensur und Pressefreiheit gekennzeichnet war. Die Auseinandersetzung wurde auf rechtlicher bzw. verfassungsrechtlicher Ebene geführt. Wichtige Zäsuren waren der Erlass der Verfas
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