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    Staatsarchiv Nürnberg (Fotograf: Peter Litvai, Atelier für Fotografie Landshut)

    01.05.2021: Amtsleiterwechsel im Staatsarchiv Nürnberg

    Prof. Dr. Peter Fleischmann im Ruhestand - Dr. Christian Kruse neuer Leiter ab 1. Mai 2021. Mit Wirkung zum 1. Mai 2021 wird Archivdirektor Dr. Christian Kruse unter gleichzeitiger Beförderung zum Ltd. Archivdirektor zum Leiter des Staatsarchivs Nürnberg bestellt. Er folgt damit Ltd. Archivdirektor Prof. Dr. Peter Fleischmann nach, der mit dem 31. Januar 2021 in den Ruhestand getreten ist. Prof. Dr. Fleischmann leitete das Staatsarchiv Nürnberg seit 1. Dezember 2012 und kehrte damit nach Stationen im Staatsarchiv Augsburg und Staatsarchiv München – in beiden Staatsarchiven hatte er die Leitung inne – wieder an das Staatsarchiv zurück, in dem seine berufliche Tätigkeit nach seiner Ausbildung an der Bayerischen Archivschule begonnen hatte. Anlässlich des Amtswechsels betonte Kunstminister Bernd Sibler: „Archive schlagen Brücken zwischen unserer Geschichte und der Gegenwart. Prof. Dr. Fleischmann hat mit seiner langjährigen, engagierten Arbeit zahlreiche solcher Brücken gebaut. Mit der Generalsanierung des Staatsarchivs hat er zudem ein Projekt angestoßen und begleitet, das nun eine der Aufgaben sein wird, die auf seinen Nachfolger warten. Ich freue mich sehr, dass wir mit Dr. Christian Kruse einen neuen Archivleiter begrüßen dürfen, der einen breiten Erfahrungsschatz mitbringt, um das Staatsarchiv in die Zukunft zu führen und damit das Gedächtnis unseres Landes zu bewahren.“ Dr. Christian Kruse, in Kiel geboren, studierte an den Universitäten Erlangen und Wien Geschichte und Deutsch für das Lehramt an Gymnasien. Er wurde mit einer Arbeit über „Franz Friedrich Anton von Sachsen-Coburg-Saalfeld 1750–1806“ in Erlangen promoviert. Nach der Ausbildung zum wissenschaftlichen Archivar an der Bayerischen Archivschule 1988 bis 1991 arbeitete er von 1991 bis 2002 im Bayerischen Hauptstaatsarchiv und von 2002 bis 2007 in den Staatsarchiven Augsburg und Nürnberg. 2007 bis 2008 war er als ständiger Vertreter des Leiters im Staatsarchiv München tätig, von 2008 bis 2018 war er in der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns als Abteilungsleiter für Archivbau, Bestandserhaltung, Veröffentlichungen und Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Seit 1. Dezember 2018 leitet er das Staatsarchiv Bamberg. Das Staatsarchiv Nürnberg hat – von den Auswirkungen der Coronapandemie abgesehen – große Herausforderungen zu bewältigen: Sein Stammquartier an der Nürnberger Archivstraße 17 wird generalsaniert, die Büroräume wurden 2020 in die Rollnerstraße 14 verlagert, die Archivalien in vier Standorten ausgelagert (Außenstelle Lichtenau bei Ansbach, Staatsarchiv Augsburg, Staatsarchiv Landshut, Landeskirchliches Archiv der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern). Die Generalsanierung des Staatsarchivs Nürnberg – des 1880 errichteten ersten Archivzweckbaus des Königreichs Bayern – soll bis voraussichtlich Herbst 2026 dauern. Das Staatsarchiv Nürnberg hat rund 8,2 Millionen Archivalien im Umfang von 36,8 km in seiner Verwahrung. Es ist zuständig für die Überlieferung aller Behörden, Gerichte und Staatsanwaltschaften der mittleren und unteren Ebene im Regierungsbezirk Mittelfranken. Für die Zeit vor dem 19. Jahrhundert überliefert das Staatsarchiv die Urkunden, Amtsbücher, Akten und Pläne des Fürstentums Brandenburg-Ansbach, der Reichsstadt Nürnberg, des Hochstifts und Domkapitels Eichstätt sowie der eichstättischen Klöster, des Deutschen Ordens, kleinerer Reichsstädte, von Reichsritterschaften, des Adels und des Patriziats. Eingestellt am 29.04.2021, ergänzt am 10.05.2021   Zugehörige Dateien Pressemitteilung

    Vorstellung des bayerischen Abrollbehälters Kulturgutschutz

    Vorstellung des bayerischen Abrollbehälters Kulturgutschutz

    Der bayerische Abrollbehälter Kulturgutschutz macht den Ernstfall anschaulich: Am Donnerstag, 30. Juli 2026, informierten Wissenschaftsminister Markus Blume und Generaldirektor Dr. Bernhard Grau gemeinsam mit dem Notfallverbund Bayern über die mobile Rettungsstation für Kulturgut. Der Notfallverbund stellte die Funktionen sowie die Einsatz- und Abrufmöglichkeiten vor. In einer Praxisvorführung zeigten Restauratorinnen, wie schriftliches Kulturgut gereinigt und für den Weitertransport gesichert wird. Minister Blume: „Unsere Kulturschätze sind unersetzlich, Vorsorge deshalb unverzichtbar! Kulturgutschutz beginnt lange vor der Katastrophe: mit klugen Konzepten, starken Partnerschaften und moderner Einsatztechnik. Der Notfallverbund Bayern vernetzt die maßgeblichen Kulturinstitutionen mit den Einsatzkräften. Die Abrollbehälter sorgen dafür, dass diese Kompetenz im Ernstfall schnell am Einsatzort verfügbar ist. Das ist gelebte Resilienz: Archive, Bibliotheken, Museen und Feuerwehr arbeiten Hand in Hand, um unser kulturelles Erbe zu bewahren.“ Naturkatastrophen, Extremwetterlagen und deren Folgen treffen immer häufiger auch Kultureinrichtungen. Eine Bewältigung derartiger Schadensereignisse allein auf lokaler Ebene ist oft nicht mehr möglich. Immer bedeutsamer wird daher eine überregional vernetzte Infrastruktur für den Kulturgutschutz mit entsprechender personeller und technischer Ausstattung.  Über die „Aufbauhilfe 2021“ unterstützt der Bund die 2021 von Hochwasser und Starkregen betroffenen Regionen beim Wiederaufbau und die dort beheimateten Kultureinrichtungen bei der Bewältigung entstandener Schäden. Aus den dafür bereitgestellten Mitteln sollen insgesamt zehn Notfallcontainer mit Ausrüstung und Materialien für den Kulturgutschutz in Deutschland beschafft und für den bundesweiten Einsatz bereitgehalten werden. Übergeordnetes Ziel der über das Bundesgebiet zu verteilenden Container ist die Schaffung einer vernetzten Notfallinfrastruktur Kulturgutschutz, die auch zusammengezogen werden kann.  Für Bayern wurden ein Abrollbehälter Kulturgutschutz nach dem Vorbild des bereits im Einsatz bewährten Abrollbehälters des Notfallverbundes Köln und ein Abrollbehälter Kühlung beschafft. Im Abrollbehälter Kulturgutschutz wird havariertes Kulturgut dokumentiert, gereinigt und für den Weitertransport oder die Einlagerung verpackt. Der Abrollbehälter Kühlung dient dem Transport und der kurzfristigen Einlagerung von geschädigtem Kulturgut und dem Transport weiterer Materialien für die Erstversorgung. Beide Abrollbehälter stehen an einem logistisch gut erreichbaren Standort im Raum München für den überregionalen Abruf über den Notfallverbund Bayern bereit. Die finale Entscheidung, ob ein Anlass für eine Anforderung des Containers vorliegt, trifft der Notfallverbund Bayern. Über den Notfallverbund wird auch die Mannschaft des Containers – abgestimmt auf das jeweils betroffene Kulturgut – alarmiert. Die Feuerwehr Unterschleißheim oder der Landesfeuerwehrverband Bayern e.V. übernehmen den Transport der Abrollbehälter zum Einsatzort.    Zur landesweiten Notfallvorbereitung auf Großschadensereignisse schlossen sich im Juni 2024 führende bayerische Kultureinrichtungen zum Notfallverbund Bayern zusammen. Unterstützt wird der Notfallverbund vom Landesfeuerwehrverband Bayern e.V., den bayerischen Feuerwehren sowie dem Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration und dem Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst.  Im Falle eines Großschadensereignisses bündeln die im Notfallverbund Bayern zusammengeschlossenen Institutionen ihre personellen, fachlichen und technischen Ressourcen, um unersetzliches Kulturgut vor Verlust und Zerstörung zu bewahren. Auf dem Gelände der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg absolvierte der Notfallverbund Bayern vom 6. bis zum 8. Juli 2026 erfolgreich seine erste Übung mit den beiden neuen Abrollbehältern. Bei der Übungskonzeption unterstützt wird der Notfallverbund Bayern vom Lehrstuhl für forensische Restaurierungswissenschaft organischer Polymere der Universität Bamberg. Dort entsteht derzeit eine Masterarbeit zum Übungs- und Einsatzkonzept.  Weitere Informationen: Kulturgutschutz in Bayern Notfallverbund Bayern Notfallverbünde in Deutschland Die Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturgutes (KEK) berücksichtigt die Notfallvorsorge in ihren Förderlinien und unterstützt etwa den Ankauf von Notfallboxen und anderen Ausrüstungsgegenständen oder die Ausarbeitung von Notfallplänen. Eine Übersicht bisher geförderter Projekte im Bereich Notfallvorsorge ist über die Homepage der KEK abrufbar. Ebenfalls auf der Homepage der KEK bereitgestellt wird eine interaktive Übersichtskarte aller Notfallverbünde in Deutschland. Der SicherheitsLeitfaden Kulturgut (SiLK) bietet Archiven, Bibliotheken und Museen mit einem kostenfreien Online-Tool die Möglichkeit, in einer Selbstevaluation das Sicherheitsniveau der eigenen Einrichtung zu erheben und Schwachstellen aufzudecken. Die gemeinsamen Empfehlungen zum Notfallmanagement in Archiven und Bibliotheken der Bund-Länder-Gremien wurden 2024 neu gefasst und sind hier abrufbar.    Pressemeldung Abendzeitung vom 3. August 2026 „Florian kommen“, Mitgliedermagazin des LfV Bayern, Ausgabe 149, 9/2026, S. 19.   Abb. 1 und 2: Staatsminister Markus Blume bei den Vorführungen im Abrollbehälter Kulturgutschutz; Foto: Elisabeth Miletic, Bayerisches Hauptstaatsarchiv. Abb. 3: Gruppenfoto vor dem Abrollbehälter Kulturgutschutz, von links nach rechts:  Jürgen Weiß (Landesfeuerwehrverband Bayern e.V.), Stefan Deschermeier (Kreisbrandinspektion Landkreis München), Johann Eitzenberger (Vorsitzender Landesfeuerwehrverband Bayern e.V.), Staatsminister Markus Blume, Leiterin der Restaurierungswerkstatt des Bayerischen Hauptstaatsarchivs, Dr. Bernhard Grau (Generaldirektor der Staatlichen Archive), Dr. Laura Scherr (Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns), Mitwirkende des Notfallverbunds Bayern; Foto: Elisabeth Miletic, Bayerisches Hauptstaatsarchiv.   eingestellt am 31.7.2026, geändert am 05.08.2026  

    Novellierung des Bayerischen Archivgesetzes

    Novellierung des Bayerischen Archivgesetzes

    Mit Wirkung zum 1. Januar 2026 wurde das Bayerische Archivgesetz novelliert. Die aktuelle Fassung finden Sie hier.

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    Eine Stunde im Archiv. Das Staatsarchiv Amberg informiert - Vortrag am 30. September 2026

    Gerne möchten wir Sie auf den nächsten Vortrag in der Veranstaltungsreihe „Eine Stunde im Archiv“ hinweisen: Am Mittwoch, den 30. September 2026, von 17 bis 19 Uhr spricht Jochen Rösel M.A. zum Thema Was vom Leben übrig bleibt - „Private Nachlässe im Staatsarchiv Amberg“. Die Veranstaltungen der Reihe „Eine Stunde im Archiv“ richten sich sowohl an Forschende mit Archiverfahrung als auch an Laien, die erst am Anfang ihrer Archivrecherchen stehen.   Veranstaltungsort: Vortragsraum des Staatsarchivs Amberg, Archivstraße 3, Eingang Weißenburger Straße, 92224 Amberg. Wir freuen uns auf Ihr Kommen! Aufgrund des begrenzten Raumangebots bitten wir um Anmeldung per E-Mail unter: veranstaltungen@staam.bayern.de   Die nächsten Termine folgen im Herbst: Mittwoch, 25. November 2026, 17 Uhr: „Die Oberpfalz im Spielgel der Regierungspräsidentenberichte“, Dr. Till Strobel   Mittwoch, 20. Januar 2027, 17 Uhr: „Stadt, Land, Fluss - Handgezeichnete Karten im Staatsarchiv Amberg“, Dr. Maria Rita Sagstetter   Ausstellungsplakat: Benjamin Gerum, GDA. eingestellt am 01.09.2026.

    24.9.2024: Online-Vortrag von Prof. Dr. Michael Brenner mit Podiumsdiskussion. Mitschnitt der Vorträge auf unserem YouTube-Kanal.

    24.9.2024: Online-Vortrag von Prof. Dr. Michael Brenner mit Podiumsdiskussion. Mitschnitt der Vorträge auf unserem YouTube-Kanal.

    Zur Geschichte und Bedeutung jüdischer Gemeindeüberlieferung in Bayern – Sichtbarmachung durch Digitalisierung. Rund 200 Archive bayerischer jüdischer Gemeinden und Rabbinate werden seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs in den Central Archives for the History of the Jewish People (CAHJP) in Jerusalem verwahrt. Diese Unterlagen sind wichtige und viel genutzte Quellen für alle historischen Forschungen zur jüdischen Geschichte in Bayern und in Deutschland. Die Zugänglichkeit der Bestände über das Internet war daher seit langem ein dringender Wunsch der lokalen wie der überregionalen Forschung. Auf Initiative des Beauftragten der Bayerischen Staatsregierung für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, für Erinnerungsarbeit und geschichtliches Erbe und mit großzügiger finanzieller Unterstützung durch das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst werden diese Unterlagen seit 2023 in einem Kooperationsprojekt der Staatlichen Archive Bayerns mit den CAHJP digitalisiert. Ziel ist die Eröffnung eines freien Online-Zugangs zu allen Unterlagen über die Findmitteldatenbank der Staatlichen Archive Bayerns. Mit inzwischen 30 digitalisierten Gemeindearchiven und mehr als 100.000 digitalen Images ist ein wichtiger Meilenstein in diesem bis 2028 laufenden Großprojekt erreicht. Die überwiegend aus dem 19. Jahrhundert stammenden Bestände bieten bereits jetzt faszinierende Einblicke in die vielfältige Geschichte des Judentums in Franken, Schwaben sowie in der Oberpfalz. Der Umfang der einzelnen Gemeindearchive ist dabei sehr unterschiedlich. Viele Bestände bestehen nur aus wenigen Akten, andere aus 200, einige vereinzelt sogar aus mehr als 500 Archivalien. Die jüdische Gemeinde Fürth, eine der ältesten und bedeutendsten Bayerns, bildet mit über 1.000 Akten den umfangreichsten Bestand. Zu dieser Überlieferung der Gemeinden selbst treten zahlreiche weitere Dokumente aus den Beständen der Staatlichen Archive Bayerns, die jüdisches Leben in Bayern vom Mittelalter bis in die Gegenwart, aber auch die erbarmungslose Verfolgung in der Zeit des Nationalsozialismus greifbar vermitteln. Gerade in Zeiten, in denen jüdisches Leben in Deutschland und weltweit erneut gefährdet ist, ist es wichtig, der historisch-politischen Bildungsarbeit und der Kulturvermittlung authentische Zeugnisse und Dokumente niedrigschwellig bereitzustellen. Prof. Dr. Michael Brenner, Inhaber des Lehrstuhls für Jüdische Geschichte und Kultur am Historischen Institut der Ludwig-Maximilians-Universität München (z. Zt. American University, Washington, D.C.), widmet sich in seinem Vortrag der Bedeutung der schriftlichen Überlieferung der jüdischen Gemeinden Bayerns. An den Vortrag schließt eine Podiumsdiskussion zu zentralen Forschungs- und Vermittlungsfragen an: Wie kann dieser einmalige Schatz an Unterlagen künftig in der historisch-politischen Bildungsarbeit genutzt werden? Welche Auswertungsmöglichkeiten gibt es? Wo ergeben sich Anknüpfungspunkte für die Vermittlungsarbeit in Museen, Archiven, Schulen und Universitäten?   Moderiert von Jutta Fleckenstein, kommissarische Leiterin des Jüdischen Museums München, diskutieren Prof. Dr. Michael Brenner, Inka Arroyo Antezana, German Department CAHJP, Elisabeth Singer-Brehm, Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, Katharina Willimski, Stellv. Schulleiterin des Gymnasiums Max-Josef-Stift sowie Dr. Hubert Seliger, Referent für Retrodigitalisierung der Staatlichen Archive Bayerns und Dr. Alexis Hofmeister, Projektkoordinator „Jüdische Gemeindearchive“, Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns.   Ein Mitschnitt der Vorträge von Prof. Dr. Brenner, Dr. Seliger sowie der anschließenden Podiumsdiskussion können auf unserem YouTube-Kanal angesehen werden.   Die Unterlagen der jüdischen Gemeinden finden Sie als eigenen Gliederungspunkt in der Findmitteldatenbank der Staatlichen Archive Bayerns.       BU 2: Deutsch-hebräischer „Lob- und Dank-Gesang“ zum 25jährigen Regierungsjubiläum von Maximilian I. Joseph (1755–1825), verfasst vom Ansbacher Rabbiner Moses Höchheimer (1755–1835), 1824, CAHJP, D-An2-114. BU 3: Älteste bekannte Erwähnung jüdischen Lebens in bayerischen Quellen um 904 in der Raffelstettener Zollordnung. Erhaltene Abschrift im Lonsdorfer Kodex des Passauer Bischofs Otto von Lonsdorf, um 1260, Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Hochstift Passau Inneres Archiv 5. BU 4: Reisepass des Deutschen Reichs mit eingestempeltem „J“, Hannchen Sara Arnstein, 1939, Staatsarchiv Nürnberg, Polizeiamt Fürth 25 (Arnstein).   Erstellt am 24.9.2024, geändert 11.11.2024   Zugehörige Dateien Programm [PDF-Datei].

    Ausstellungsplakat

    21.01.2020: Bayern und Polen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Schlaglichter auf eine wechselvolle Beziehung

    Eine Ausstellung der Bayerischen Archivschule vom 21. Januar bis 7. März 2020, bearbeitet von Dr. Katharina Aubele, Dr. Julia Oberst, Dr. Hubert Seliger Am Dienstag, 21. Januar 2020, wurde in der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns die kleine Ausstellung „Bayern und Polen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Schlaglichter auf eine wechselvolle Beziehung“ eröffnet. Die Ausstellung wurde im Rahmen der Ausbildung im Vorbereitungsdienst 2018/2020 für den Einstieg in der 4. Qualifikationsebene der Fachlaufbahn Bildung und Wissenschaft, fachlicher Schwerpunkt Archivwesen, an der Bayerischen Archivschule erarbeitet. Bearbeiter der Ausstellung sind Dr. Katharina Aubele, Dr. Julia Oberst und Dr. Hubert Seliger. Neben ihrer Lage in der Mitte Europas haben Bayern und Polen besonders zwei Gemeinsamkeiten: beide Länder durchlebten eine wechselvolle staatliche Entwicklung und beide waren nicht selten Spielball der Großmächte Hinzu kommen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zahlreiche Verbindungen und Schnittstellen zwischen Bayern und Polen, die in der kleinen Ausstellung eingehender beleuchtet werden. Trotz der eher schlaglichtartigen Betrachtungsweise wird versucht, vergessene Aspekte der gemeinsamen, auch gesamteuropäischen Geschichte ins Gedächtnis zu rufen. Neben grundsätzlichen Fragen, wer aus bayerischer Sicht Pole war und wie sich die diplomatischen Beziehungen zwischen Bayern und Polen und das polnische Generalkonsulat in München entwickelten, folgt die Ausstellung den Spuren polnischer Studenten in Bayern. Welche polnischen Vereine und studentischen Verbindungen gab es? Warum hatten bayerische Universitäten zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine so hohe Anziehungskraft auf polnische Studierende? Betrachtet werden zudem die Spannungsfelder der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts: Polen in Bayern waren während des Ersten Weltkriegs vielfach mit Misstrauen betrachtete „Ausländer“, später dem NS-Regime schutzlos unterworfene Zwangsarbeiter oder nach dem Krieg heimatlose Displaced Persons.   Kunst und Kultur spiegeln in besonderem Maße die wechselvollen polnisch-bayerischen Beziehungen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wider: wohl bekanntestes Beispiel ist die inzwischen seit 1903 regelmäßig gefeierte Landshuter Hochzeit, die zwar ein historisches Ereignis aufgreift, hauptsächlich aber auswärtige Gäste nach Landshut locken sollte. Deutungskämpfen war die polnische Kunst und auch der Künstler Veit Stoß (1447/1448–1533) unterworfen, den Nürnberg und Krakau gleichermaßen für sich beanspruchen. In bayerischen Archiven und Bibliotheken lässt sich das vielseitige und vielgestaltige bayerisch-polnische Verhältnis nachvollziehen. Hervorzuheben ist die im Bayerischen Hauptstaatsarchiv verwahrte Überlieferung der bayerischen Ministerien sowie die Überlieferung der Unter- und Mittelbehörden und der Gerichte in den Staatsarchiven. Weitere Unterlagen finden sich in kirchlichen und universitären Archiven. So vereint die kleine Ausstellung etwa 40 Exponate u.a. aus dem Bayerischen Hauptstaatsarchiv, den Staatsarchiven Augsburg und München, dem Archiv des Erzbistums München und Freising, dem Stadtarchiv München und der Bayerischen Staatsbibliothek.      Die Ausstellung ist vom 21. Januar 2020 bis 7. März 2020 im Hauptgebäude des Bayerischen Hauptstaatsarchivs (Treppenhaus, 1. OG), Schönfeldstraße 5, 80539 München zu sehen. Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 8.30–18.00 Uhr, Freitag 8.30–13.30 Uhr (Sa, So und am Faschingsdienstag 25.2.2020 geschlossen; Sonderöffnung am Tag der Archive, Sa 7.3.2020) Eintritt frei. Führungen für Gruppen können unter (089) 28638-2575 vereinbart werden. Weitere Informationen unter www.gda.bayern.de (Pressebilder in höherer Auflösung können angefordert werden). Zu Ausstellung erscheint ein kleiner Ausstellungskatalog.   Eingestellt am: 21.01.2020   Zugehörige Dateien: Pressemitteilung Bild 3a: Reklamemarke mit Motiven der Landshuter Hochzeit, 1913, Privatbesitz (Foto: Bayerisches Hauptstaatsarchiv)  Bild 3b: Reklamemarke mit Motiven der Landshuter Hochzeit, 1913, Privatbesitz (Fotos: Bayerisches Hauptstaatsarchiv).  Bild 3d: Reklamemarke mit Motiven der Landshuter Hochzeit, 1913, Privatbesitz (Fotos: Bayerisches Hauptstaatsarchiv)  Bild 3e: Reklamemarke mit Motiven der Landshuter Hochzeit, 1913, Privatbesitz (Foto: Bayerisches Hauptstaatsarchiv)

    Tag der offenen Tür im Staatsarchiv Bamberg am 12. Juni 2026

    Tag der offenen Tür Staatsarchiv Bamberg gewährt am 12. Juni 2026 vielfältige Einblicke in das staatliche Gedächtnis Oberfrankens

    In der Internationalen Archivwoche (8. bis 12. Juni 2026) lädt das Staatsarchiv Bamberg zum Tag der offenen Tür ein. Am Freitag, dem 12. Juni 2026 von 13 bis 18 Uhr bietet das Archiv ein abwechslungsreiches Programm mit Einblicken in die fachliche Archivarbeit, die reichhaltigen Bestände zur Geschichte Oberfrankens sowie das eindrucksvolle historische Gebäude im Haingebiet. Mitmach-Stationen laden zum Ausprobieren, Entdecken und Begreifen ein. Der 80. Geburtstag der Bayerischen Verfassung und der mit ihr verbundene Neustart der Demokratie in Bayern bieten Anlass für das Staatsarchiv Bamberg, die Bedeutung des staatlichen Gedächtnisses für Oberfranken in den Mittelpunkt zu stellen. Den Auftakt bildet um 11 Uhr eine Podiumsdiskussion im Lesesaal zum Thema „Archive im demokratischen Rechtsstaat“. Der Historiker Dr. Stephan Oetzinger, MdL, Regierungspräsident Florian Luderschmid, Bezirksheimatpfleger Prof. Dr. Günter Dippold und Dr. Bernhard Grau, Generaldirektor der Staatlichen Archive, sprechen unter der Moderation von Prof. Dr. Sabine Freitag, Otto-Friedrich-Universität Bamberg, Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte über die Bedeutung von Archiven für Politik, Verwaltung und Gemeinwesen. Dabei nehmen sie aktuelle Entwicklungen und Zukunftsperspektiven besonders in den Blick. Aufgrund des begrenzten Platzangebots ist für die Teilnahme eine Anmeldung erforderlich (poststelle@staba.bayern.de, 0951/98622-210). Von 13 bis 18 Uhr besteht Gelegenheit, die Innenräume des denkmalgeschützten Archivgebäudes (Erbauungsjahr 1905) an der Hainstraße zu erkunden. Neben dem historischen Lesesaal, der Foto- und Scanwerkstatt sowie einem Büro mit originalem Mobiliar kann erstmals ein Bereich des historischen Gewölbekellers besichtigt werden. Staatsarchiv Bamberg, Hainstr. 39, 96047 Bamberg   Pressemitteilung Flyer Veranstaltungsplakat, Benjamin Gerum (GDA). Eingestellt am 01.06.2026  

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    Kooperation der Staatlichen Archive Bayerns mit den Arolsen Archives

    Das Projekt vernetzt 844 historische Hinrichtungsakten aus München-Stadelheim mit den internationalen Archiven der Arolsen Archives, um Hinterbliebene zu finden, diese zu kontaktieren und ihnen auf Wunsch Kopien von Abschiedsbriefen aus den Akten zu übergeben.   Die Haftanstalt in München-Stadelheim fungierte im nationalsozialistischen Justizsystem als „zentrale Hinrichtungsstätte“ und ist mit über 1000 bekannten Hinrichtungen bis 1945 einer der Hauptorte des NS-Unrechts in München. Die 844 sogenannten Hinrichtungsakten der JVA München-Stadelheim, die seit 1975 im Staatsarchiv München verwahrt werden, enthalten mehr als 50 nicht abgeschickte Briefe von Hinrichtungskandidatinnen und -kandidaten an ihnen besonders nahestehende Personen. Die damalige Gefängnisverwaltung und die Strafvollzugsstellen hielten diese Briefe zurück. Die Hinrichtungsakten sind für alle wissenschaftlichen und privaten Recherchevorhaben frei zugänglich, die Verzeichnungsinformationen sind online verfügbar über die Findmitteldatenbank der Staatlichen Archive Bayerns. Um der besonderen Bedeutung Rechnung zu tragen, die die Hinrichtungsakten bzw. die Abschiedsbriefe der Hingerichteten bis heute haben, als Geschichtsquellen zur NS-Unrechtsjustiz, aber auch als persönliche Zeugnisse für die Nachkommen der Hingerichteten, wurden die Akten systematisch durchgesehen, digitalisiert und die erwähnten Originalbriefe identifiziert. Die Arolsen Archives sind das internationale Zentrum über NS-Verfolgung mit dem weltweit umfassendsten Archiv zu den Opfern und Überlebenden des Nationalsozialismus. Sie sind darauf spezialisiert, die biographischen Spuren von NS-Opfern bis zu deren heute lebenden Verwandten zu verfolgen. Im Fall der Hinrichtungsopfer aus München-Stadelheim führen diese Spuren nicht nur zu deutschen, sondern vor allem auch zu polnischen und französischen Familien. Ziel der im April 2025 vereinbarten Kooperation ist die Vernetzung des Aktenbestandes des Staatsarchivs München mit der Überlieferung der Arolsen Archives zu 17,5 Millionen Opfern des Nationalsozialismus. Die Arolsen Archives werden versuchen, Adressaten der Abschiedsbriefe und andere Hinterbliebene der Hingerichteten ausfindig zu machen, diese zu kontaktieren und ihnen auf Wunsch Kopien der Originalbriefe zu übergeben. Das Projekt wird von einer Vermittlungskampagne und öffentlichen Veranstaltungen begleitet. Damit werden die Briefe über die bestehenden freien archivischen Zugänge hinaus vernetzt. Beim Pressegespräch am 23. Juli wurden erste Ergebnisse präsentiert und der Projektfortgang erläutert.   Weitere Informationen zu den Arolsen Archives finden Sie hier.

    Unterzeichnung der Vereinbarung zur gegenseitigen Unterstützung der Bamberger Archive, Bibliotheken und Museen in Notfällen am 14. Oktober 2019 - v.l.n.r.: . Monsignore Georg Kestel (Generalvikar des Erzbistums Bamberg) - Prof. Dr. Bettina Wagner (Leiterin der Staatsbibliothek Bamberg) - Andreas Starke (Oberbürgermeister der Stadt Bamberg) - Dr. Margit Ksoll-Marcon (Generaldirektorin der Staatlichen Archive) - Prof. Dr. Dr. habil. Godehard Ruppert (Präsident der Otto-Friedrich-Universität) (Foto: Jürgen Schraudner, Stadtarchiv Bamberg)

    14.10.2019: Gründung eines Notfallverbunds der Bamberger Archive, Bibliotheken und Museen

    Vereinbarung zur gegenseitigen Unterstützung in Notfällen zwischen der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns, dem Erzbistum Bamberg, der Stadt Bamberg, der Staatsbibliothek Bamberg und der Otto-Friedrich-Universität Bamberg Die Generaldirektorin der Staatlichen Archive, Frau Dr. Margit Ksoll-Marcon, der Oberbürgermeister der Stadt Bamberg, Herr Andreas Starke, der Generalvikar des Erzbistums Bamberg, Monsignore Georg Kestel, der Präsident der Otto-Friedrich-Universität Bamberg, Herr Prof. Dr. Dr. habil. Godehard Ruppert, und die Leiterin der Staatsbibliothek Bamberg, Frau Bibliotheksdirektorin Prof. Dr. Bettina Wagner, unterzeichneten am 14. Oktober 2019 im Stadtarchiv Bamberg die Vereinbarung zur gegenseitigen Unterstützung der Bamberger Archive, Bibliotheken und Museen in Notfällen („Notfallverbund Bamberg“). In der Vereinbarung sind enthalten: gemeinsame Schulungen und Übungen, die Ausarbeitung und der Austausch von Notfallplänen sowie der permanente Austausch der Verantwortlichen untereinander und mit externen Partnern wie der Feuerwehr und dem Technischen Hilfswerk. Für den hoffentlich nie eintretenden Notfall sichern sich die Institutionen gegenseitige Unterstützung zu, um Ressourcen zu bündeln sowie die schnellere und effektivere Bergung und Erstversorgung der betroffenen Archivalien, Bücher und Ausstellungsstücke zu gewährleisten. Für die beteiligten Institutionen ist der Schutz der von ihnen verwahrten Kulturgüter vor Feuer, Wasser, äußerer Gewalt oder anderen unvorhersehbaren Ereignissen eine der wichtigsten Aufgaben. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Mitarbeiter der einzelnen Einrichtungen ohne externe Hilfe oftmals überfordert sind, was große Katastrophen wie das Elbhochwasser 2002, der Brand in der Weimarer Anna-Amalia-Bibliothek 2004 oder der Einsturz des Historischen Archivs der Stadt Köln 2009 eindringlich veranschaulicht haben. Der Notfallverbund Bamberg, der durch die Unterzeichnung dieser Vereinbarung gegründet wird, lädt ausdrücklich die Vertreter anderer Kulturinstitutionen im Stadtgebiet Bamberg zu einer künftigen Zusammenarbeit ein. Weiter Informationen zur Arbeit von Notfallverbünden in Deutschland finden Sie unter: http://notfallverbund.de/ Eingestellt am. 14.10.2019   Zugehörige Dateien: Gemeinsame Pressemitteilung zum Notfallverbund Bamberg

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