
12.02.2022: Bayerisches Hauptstaatsarchiv übernimmt das Familienarchiv Bayrhammer
Gustl Bayrhammer wäre am 12. Februar 100 Jahre alt geworden. Das Bayerische Hauptstaatsarchiv übernimmt mit dem Familienarchiv Bayrhammer die Nachlässe Gustl Bayrhammers und seines Vaters Max Bayrhammer. Das Familienarchiv enthält persönliche Dokumente, Auszeichnungen und Erinnerungsstücke der Schauspielerdynastie Bayrhammer ab 1870. Damit werden die schriftlichen Zeugnisse dieser „künstlerisch ambitionierten Familie“ (Gustl Bayrhammer) für die Zukunft gesichert und der Forschung zugänglich gemacht. Besonders Gustl Bayrhammer (1922–1993), der am 12. Februar 2022 100 Jahre alt geworden wäre, gilt bis heute vielen als Inbegriff des bayerischen Volksschauspielers. Wie sein Vater Max (1867–1942) war er auf vielen Bühnen im gesamten deutschsprachigen Raum tätig. Zur Ergänzung der amtlichen Überlieferung sichert das Bayerische Hauptstaatsarchiv Nachlässe politisch und gesellschaftlich bedeutender Persönlichkeiten. Die Übernahme des Familienarchivs Bayrhammer erfolgt aufgrund des öffentlichen Interesses und der überregionalen Bedeutung der überlieferten Personen auf der Grundlage eines Schenkungsvertrages. Max Emanuel Bayrhammer wurde am 26. Mai 1867 in Niederbayern als Sohn eines Schlossverwalters geboren. Er nahm Schauspielunterricht und fand schnell Zugang zu großen Bühnen, häufig mit klassischen Hauptrollen. Er trat u.a. am G&
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25.01.2022: Nachlass Bezirkstagspräsident a.D. Dr. Georg Simnacher (1932-2014) dem Staatsarchiv Augsburg übergeben.
Die privaten Unterlagen ergänzen die im Staatsarchiv Augsburg verwahrte behördliche Überlieferung. Der Nachlass von Bezirkstagspräsident a.D. Dr. Georg Simnacher (1932-2014) wird seit Sommer 2021 im Staatsarchiv Augsburg verwahrt. Der langjährige Landrat von Günzburg und Bezirkstagspräsident von Schwaben schloss bereits 2009 einen Schenkungsvertrag mit dem Staatsarchiv Augsburg, der die spätere Übernahme seines schriftlichen Nachlasses regelte. Nach einer Sichtung und Vorordnung durch Simnachers Witwe Frau Ursula Simnacher wurde der Nachlass dem Staatsarchiv Augsburg übergeben. Dort wird der Nachlass archivfachlich erschlossen und konservatorisch gesichert. Er steht der Forschung auf Grundlage des Bayerischen Archivgesetzes für die Einsichtnahme zur Verfügung. Die Unterlagen ergänzen die im Staatsarchiv Augsburg verwahrte behördliche Überlieferung besonders der Landratsämter und der Regierung von Schwaben. Dr. Georg Simnacher entschied sich schon früh für eine politische Karriere. Nach Jurastudium in München und Erlangen und rechtsgeschichtlicher Promotion wurde der CSU-Politiker bereits mit 34 Jahren Landrat von Günzburg. Dieses Amt hatte er von 1967 bis 1996 inne. Von 1974 bis 2003 war er zudem als Bezirkstagspräsident förmlich das Gesicht Schwabens. Der „Schwabenherzog“, wie er liebevoll genannt wurde, war außerdem von 1979 bis 2003 Präsident
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02.11.2021: Ausbildung für die dritte Qualifikationsebene der Fachlaufbahn Bildung und Wissenschaft, fachlicher Schwerpunkt Archivwesen
Start mit 13 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zum 2. November 2021. Zum 2. November 2021 begann für 13 Anwärterinnen und Anwärter der dreijährige Vorbereitungsdienst in der Fachrichtung Archivwesen an der Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern. Im Rahmen ihres dualen Studiums werden die angehenden Diplom-Archivarinnen und -Archivare in rund zwei Dutzend Lehrfächern, angefangen von deutscher und lateinischer Schriftkunde über Archivverwaltungslehre bis hin zum hochaktuellen Themenkomplex „Digitale Archivierung“, das Handwerkszeug für ihren künftigen Beruf erlernen. Mit drei Praktikumsabschnitten in verschiedenen Archiven wird das theoretisch Gelernte in die Praxis übertragen. Die Generaldirektorin der Staatlichen Archive, Dr. Margit Ksoll-Marcon, zeigte sich erfreut, dass neben den sechs staatlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern sieben Nachwuchskräfte aus kommunalen Archiven die Ausbildung absolvieren. „Nicht nur angesichts bevorstehender Pensionierungen wird weiterhin dringend engagierter und qualifizierter Nachwuchs benötigt, sowohl auf staatlicher als auch auf kommunaler Ebene. Als zentrale Lehreinrichtung für die archivfachliche Qualifizierung in Bayern tragen wir diesem Anspruch durch eine bedarfsorientierte Ausbildung Rechnung: Ihr Kurs ist seit langem der mit Abstand größte“, so Dr. Ksoll-Marcon bei der Begrüßung der Nachwuchskräf
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28.10.2021: Vorstellung von Dr. Christian Kruse als neuem Leiter des Staatsarchivs Nürnberg
Am 28. Oktober 2021 wurde Ltd. Archivdirektor Dr. Christian Kruse öffentlich als neuer Leiter des Staatsarchivs Nürnberg vorgestellt. Er hat diese Aufgabe bereits zum 1. Mai 2021 über-nommen und folgte damit Ltd. Archivdirektor Prof. Dr. Peter Fleischmann nach, der mit 31. Januar 2021 in den Ruhestand getreten ist. Prof. Dr. Fleischmann leitete das Staatsarchiv Nürnberg seit 1. Dezember 2012 und kehrte damit nach Stationen im Staatsarchiv Augsburg und Staatsarchiv München – in beiden Staatsarchiven hatte er die Leitung inne – wieder an das Staatsarchiv zurück, in dem seine berufliche Tätigkeit nach seiner Ausbildung an der Bayerischen Archivschule begonnen hatte. Der gebürtige Kieler Dr. Christian Kruse studierte an den Universitäten Erlangen und Wien Geschichte und Deutsch für das Lehramt an Gymnasien, promoviert wurde er mit einer Ar-beit über „Franz Friedrich Anton von Sachsen-Coburg-Saalfeld 1750–1806“ in Erlangen. Sein Referendariat zum wissenschaftlichen Archivar an der Bayerischen Archivschule ab-solvierte er 1988 bis 1991, danach arbeitete er im Bayerischen Hauptstaatsarchiv, in den Staatsarchiven Augsburg, Nürnberg und München und von 2008 bis 2018 in der Generaldi-rektion der Staatlichen Archive Bayerns. Vom 1. Dezember 2018 bis 30. April 2021 leitete er das Staatsarchiv Bamberg. Das Staatsarchiv Nürnberg hat große Herausforderungen zu bewältigen:
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