
#lostwords ‒ Abschiedsbriefe aus München-Stadelheim. Erste Erfolge bei der Suche nach Familien der NS-Hinrichtungsopfer
Letzte Worte nach über 80 Jahren gelesen Was wurde schon erreicht? • Mit Unterstützung von Freiwilligen bereits 14 Familien gefunden • 82-jährige Tochter eines Opfers hört erstmals vom Schicksal ihres Vaters • Weitere Forschungen zu Abschiedsbriefen aus NS-Hinrichtungsstätten angeregt Vor rund neun Monaten startete die Kooperation zwischen den Staatlichen Archiven Bayerns und den Arolsen Archives zu den Abschiedsbriefen in den Hinrichtungsakten von NS-Opfern aus der zentralen Hinrichtungsstätte München-Stadelheim. Jetzt zogen die Kooperationspartner eine erste Zwischenbilanz für das Projekt #lostwords. Erfolgreiche Suche dank freiwilliger Unterstützung Mithilfe ihres europaweiten Netzwerks von Freiwilligen ist es den Arolsen Archives gelungen, binnen weniger Monate 14 Familien ausfindig zu machen. Darüber hinaus wurden zahlreiche Informationen zu den Absendern der Abschiedsbriefe recherchiert. Erleichtert wird die Suche nach Angehörigen durch die oft ausführlichen Angaben in den Hinrichtungsakten, die im Staatsarchiv München aufbewahrt werden. Ein Beispiel für die erfolgreiche Suche nach Hinterbliebenen ist die Recherche zu Lorenz Frühschütz, der am 12. Oktober 1943 in München-Stadelheim hingerichtet wurde. Freiwillige fanden auf Social Media Spuren zu seiner Tochter. Die 82-jährige Helga Knott lebt heute auf Sardini
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Fritz Gerlich. Erbitterter Gegner der Nationalsozialisten
Am Dienstag, 21. April 2026, wird im Bayerischen Hauptstaatsarchiv die kleine Ausstellung „Fritz Gerlich. Erbitterter Gegner der Nationalsozialisten“ eröffnet. Fritz Gerlich (1883–1934) war Archivar, Journalist und Herausgeber der Wochenzeitung Der Gerade Weg. Nach anfänglicher Sympathie für nationalistische Strömungen wandte er sich nach dem Hitler-Putsch entschieden gegen den Nationalsozialismus. Mit seiner Zeitung warnte er öffentlich vor den Gefahren des Nationalsozialismus und des Kommunismus — dafür wurde er bedroht, misshandelt und 1933 in „Schutzhaft“ genommen. Am 30. Juni/1. Juli 1934 wurde Gerlich während der sogenannten Röhm‑Putsch‑Repressionen ins KZ Dachau gebracht und dort ermordet; seine Asche wurde später auf dem Münchner Ostfriedhof bestattet. 2017 leitete das Erzbistum München und Freising ein Seligsprechungsverfahren ein. Die hier gezeigte Ausstellung zum Leben und Wirken Fritz Gerlichs wurde im Rahmen der Ausbildung im Vorbereitungsdienst 2024–2027 (3. Qualifikationsebene, Fachlaufbahn Bildung und Wissenschaft, Schwerpunkt Archivwesen) an der Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern erarbeitet. Exponate und Reproduktionen stammen u. a. aus dem Bayerischen Hauptstaatsarchiv, Staatsarchiv München, Stadtarchiv Rosenheim und vom St. Michaelsbund, Diözesanverband München und Freising e. V. Nachgezeichnet wird der Lebensweg des Ar
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Veranstaltungsreihe „DREI um DREI"
Das Staatsarchiv Nürnberg zeigt Überraschendes und Kostbares. Drei Vorträge um drei Uhr - nächster Termin am 7. Mai 2026 Das Staatsarchiv Nürnberg musste im Frühjahr 2020 wegen der notwendigen Sanierung aus seinen Gebäuden in der Archivstraße 17 in Nürnberg ausziehen. Der Rückumzug wird mindestens bis 2030 dauern. Bis dahin können wir weder Archivführungen bieten noch Ausstellungen zeigen. Aus diesem Grund wenden wir uns mit einer Vortragsreihe an Sie. Unter dem Titel „Drei um Drei“ zeigen wir seit 2023 in bunter Mischung aus unseren reichhaltigen Archivalien Überraschendes und Kostbares, Augenfälliges und Folgenreiches, Alltägliches und Seltenes. Wir wenden uns zu dritt jeweils drei Themen zu und beginnen immer um drei Uhr nachmittags. Geplant sind drei Veranstaltungen pro Jahr. Am 7. Mai erwarten Sie folgende Themen: Der kleinste Bauplan im Staatsarchiv Nürnberg. Aus den Waldamtsakten der Reichsstadt (Dr. Daniel Burger) "Besonderen Umständen nach". Das Theaterwesen in Nürnberg am Ende des 18. Jahrhunderts und Emanuel Schikaneder (Dr. Markéta Grill-Hynešová, - Forschung gefördert von der Stadt Wien Kultur) Was ist deutsch? Aus dem Fall 8 der Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse (Dr. Sanela Schmid) Termine im Jahr 2026: Donnerstag, 12. Februar 2026, um 15.00 Uhr Donnerstag, 7. Mai 2026, um 15.00. Donnerstag, 12. November 20
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Nahaufnahmen - verlängert bis 17. April 2026
Unbekannte Skizzen vom Hitler-Ludendorff-Prozess 1924 und ihr Zeichner Otto D. Franz Eine Ausstellung des Staatsarchivs München, zu sehen vom 26. November 2025 bis 17. April 2026. Mit dem Nachlass des Anwalts und Künstlers Otto D. Franz (1871–1963) übernahm das Staatsarchiv München 2024 eine außergewöhnliche zeitgenössische Quelle: Gerichtszeichnungen vom Hitler-Ludendorff-Prozess des Jahres 1924. Franz begleitete das Verfahren als Zeichner für zwei illustrierte Zeitschriften. In seinen Skizzen hielt er Richter, Angeklagte, Staatsanwälte, Zeugen sowie die Atmosphäre im Gerichtssaal visuell fest. Der Nachlass umfasst weitere Skizzenbücher, private Fotoalben und persönliche Dokumente. Sie gewähren Einblick in das Leben eines erfolgreichen Juristen, leidenschaftlichen Musikfreundes und talentierten Künstlers. In der Ausstellung präsentiert das Staatsarchiv München bislang unveröffentlichte Nahaufnahmen aus dem sogenannten Hitler-Prozess und geht der Frage nach: Wer war der Mann hinter den Zeichnungen? Zur Ausstellung erscheint ein Katalog. Eintritt frei. Öffnungszeiten: Mo. – Do. 8:30 bis 16:30 Uhr Fr. 8:30 bis 13 Uhr Hier finden Sie die Pressemitteilung
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