Die Staatlichen Archive Bayerns

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Ausstellungsplakat
Plakat Reichswald A4
09.11.2019: "Der Reichswald - Holz für Nürnberg und seine Dörfer" - Ausstellung im Staatsarchiv Nürnberg
Das Staatsarchiv Nürnberg zeigt vom 9. November bis 20. Dezember 2019 die Ausstellung „Der Nürnberger Reichswald – Holz für Nürnberg und seine Dörfer“. Die Ausstellung wurde vom Staatsarchiv Nürnberg zusammen mit dem Fränkischen Freilandmuseum Bad Windsheim erarbeitet. Holz als wichtiger und nachwachsender Rohstoff war bereits im Mittelalter bedeutsam. Im 14. und 15. Jahrhundert sicherte sich die Reichsstadt Nürnberg die Rechte an den großen Wäldern um die Stadt. Für die Verwaltung waren zwei „Waldämter“ zuständig, die den Holzverbrauch der Untertanen scharf kontrollierten. Nicht nur der Brennholzbezug wurde geregelt, auch Bauholz musste beantragt werden. Um Holz zu sparen, wurde vermehrt Stein zum Bauen verwendet. Die schriftliche Überlieferung der Waldämter Lorenzi und Sebaldi im Staatsarchiv Nürnberg umfasst insgesamt 83 Regalmeter. In den Unterlagen finden sich rund 5.300 größtenteils farbige Baupläne von Bauernhäusern, Ställen und Scheunen, Zäunen, Mühlen und Brennöfen vom 16. bis zum Ende des 18. Jahrhunderts – ein in ganz Deutschland einzigartiger Schatz. Nach mehrjähriger Arbeit sind diese Akten nun erschlossen und alle Pläne digitalisiert. Die Pläne dokumentieren das Aussehen und den Wandel der Dörfer, Herrensitze und Mühlen in der „Alten Landschaft“. Was sich an spannenden G
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Staatsarchiv München und Bayerisches Hauptstaatsarchiv
Foto: Tanja Augustin, Bayerisches Hauptstaatsarchiv (Foto: Tanja Augustin)
05.11.2019: Historische Vermisstenbücher im Bayerischen Hauptstaatsarchiv und im Staatsarchiv München
Übergabe von insgesamt 57 sogenannten Vermisstenbüchern aus den Jahren 1926 bis 1985 durch das Bayerische Landeskriminalamt „Am 27.1.76 tot aus dem Inn geborgen“ oder „am 11.11.75 in Kopenhagen aufgegriffen“ – zwei Schicksale von tausenden Personen aus Bayern, die jedes Jahr bei den Polizeidienststellen als vermisst gemeldet werden. Die meisten Vermissten werden lebend wiedergefunden, einzelne Fälle enden tragisch. Unbekannte Tote und unbekannte hilflose Menschen zu registrieren und zu identifizieren, ist eine schwierige Aufgabe der Polizei. Koordiniert werden diese Vorgänge im Sachgebiet Personenfahndung des Bayerischen Landeskriminalamts. Im August 2019 übergab das Bayerische Landeskriminalamt drei große Kartons mit insgesamt 57 sogenannten Vermisstenbüchern aus den Jahren 1926 bis1985 an das Bayerische Hauptstaatsarchiv. Nach genauer Analyse ihrer Entstehung wurden die elf älteren Bände aus der Zeit vor 1945 allerdings an das Staatsarchiv München abgegeben. Diese Bände stammen aus einer Zeit, in der die Vermisstenbücher noch vom Polizeipräsidium München zentral für ganz Bayern geführt wurden. Für dessen Überlieferung ist das Staatsarchiv München zuständig.  Damit steht nun eine zentrale Quelle mit Nachweisen aller in Bayern Vermissten, unbekannten Toten und unbekannten hilflosen Personen (VuT) aus rund 60 Jahren für die historische Fo
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Landtagspräsidentin a.D. Barbara Stamm übergibt private Unterlagen an Archivdirektor Dr. Thomas Paringer, Leiter der Abteilung Nachlässe und Sammlungen im Bayerischen Hauptstaatsarchiv. Foto: Bayerisches Hauptstaatsarchiv
Landtagspräsidentin a.D. Barbara Stamm übergibt private Unterlagen an Archivdirektor Dr. Thomas Paringer, Leiter der Abteilung Nachlässe und Sammlungen im Bayerischen Hauptstaatsarchiv. Foto: Bayerisches Hauptstaatsarchiv (Foto: Bayerisches Hauptstaatsarchiv)
30.10.2019: Vorlass Barbara Stamm im Bayerischen Hauptstaatsarchiv für die Zukunft gesichert
Das Bayerische Hauptstaatsarchiv übernimmt den schriftlichen Vorlass von Barbara Stamm (CSU), die am 29. Oktober ihren 75. Geburtstag gefeiert hat. Die bekannte Landespolitikerin wirkte mehr als vier Jahrzehnte (1976–2018) als Abgeordnete im Bayerischen Landtag. Sie war unter anderem Staatssekretärin, Staatsministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin unter mehreren bayerischen Ministerpräsidenten. Zuletzt amtierte sie bis 2018 als Landtagspräsidentin. Sie hält damit nicht nur den Rekord als eine der längstgedienten Abgeordneten in einem deutschen Parlament, sondern ist auch eine Zeitzeugin allerersten Ranges für die bayerische Landespolitik seit den Zeiten von Franz Josef Strauß. Große Teile des archivalischen Vorlasses der Politikerin konnten bereits ins Bayerische Hauptstaatsarchiv übernommen werden. Dort werden die Unterlagen geordnet, inhaltlich erfasst und konservatorisch gesichert. Nach Ablauf der im Archivgesetz festgelegten Schutzfristen steht das Material der Forschung als authentische Quelle zur Verfügung. Das private Schriftgut der bekannten und beliebten Politikerin umfasst neben sachbezogenen Unterlagen ungewöhnlich viele Zuschriften von Bürgerinnen und Bürgern sowie von Politikerkollegen und Weggefährten. Dies ermöglicht eine Würdigung ihrer politischen Leistungen aus der Sicht der Zeitgenossen. Da Barbara Stamm auch als Freundin der fränkischen Fastnac
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Abbildung der Ostarrichi-Urkunde, Vorderseite. Signatur: Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Hochstift Freising Urkunden 14
Ostarrichi-Urkunde, Vorderseite. Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Hochstift Freising Urkunden 14 (Hochstift Freising Urkunden 14)
21.10.2019: #Ostarrichi-Urkunde: Die Reise nach Wien beginnt …
Ab 26. Oktober präsentiert das Haus der Geschichte Österreich in Wien eine Woche lang die „Ostarrichi-Urkunde“, in der zum ersten Mal der Name „Österreich“ erwähnt wird. Vor der Abreise aus München gehen Margit Ksoll-Marcon, Generaldirektorin der Staatlichen Archive, sowie Bernhard Grau, Direktor des Hauptstaatsarchivs, auf Herkunft und Geschichte des rund 1000 Jahre alten Dokuments ein und schildern seinen Weg ins Bayerische Hauptstaatsarchiv. Monika Sommer, Direktorin des Hauses der Geschichte Österreich, gibt eine Vorschau auf die Präsentation der Urkunde in Wien. Diese wird erstmals seit über zwei Jahrzehnten wieder in Österreich und erstmals in Wien zu sehen sein. Sie wird im Rahmen einer einwöchigen Spezialpräsentation unter dem Titel #Ostarrichi. Die Karriere einer Urkunde vom 26.10.–3.11.2019 gezeigt. Am 26. Oktober lädt das hdgö alle Interessierten bei freiem Eintritt in die Neue Burg am Wiener Heldenplatz ein. Der Bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Bernd Sibler, zeigt sich erfreut darüber, dass es möglich ist, die Urkunde für eine Woche nach Wien auszuleihen: „Mit der Ausleihe der häufig nachgefragten ‚Ostarrichi-Urkunde‛ trägt der Freistaat Bayern der großen Bedeutung Rechnung, die dieses Dokument für die Republik Österreich und ihre Bürger besitzt. Wir verstehen dies auch als Zeichen der
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