Die Staatlichen Archive Bayerns

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Ein Federkiel aus längst vergangenen Zeiten
Ein Federkiel aus längst vergangenen Zeiten
Die Schreiber der in den Archiven verwahrten Schriftstücke hinterließen der Nachwelt textliche Informationen über ihre jeweilige Gegenwart. Seltener blieben ihre Schreibgeräte selbst erhalten. Im Staatsarchiv Bamberg wurde nun in einem Amtsbuch aus der Mitte des 19. Jahrhunderts durch Zufall ein Federkiel entdeckt, der aus der Entstehungszeit des Bandes stammt. Harald Stark ist dem Staatsarchiv Bamberg nicht nur in seiner Funktion als ehrenamtlicher Archivpfleger für den Landkreis Kulmbach verbunden. Er gehört auch zu den langjährigen Benützern des Staatsarchivs Bamberg. Diesmal führte ihn der Auftrag in den Lesesaal, die Geschichte eines denkmalgeschützten Wohnhauses in Mainroth (Gde. Burgkunstadt) im Landkreis Lichtenfels zu untersuchen, als Grundlage für dessen Instandsetzung. Das zweigeschossige Walmdachhaus mit Freitreppe mit Sandsteinbalustrade stammt laut Denkmalliste aus dem 18. bzw. 19. Jahrhundert. Harald Stark nahm zunächst in das Grundsteuerkataster des Rentamts Weismain für den Steuerdistrikt Mainroth von 1854 und in das ältere Häuser- und Rustikalsteuerkataster von 1810 Einsicht. Die ab 1808 entstandenen Kataster bieten grundlegende und exakte Aussagen über die Entwicklung der Anwesen, schließlich dienten sie der einheitlichen Besteuerung. Wie in den anderen bayerischen Staatsarchiven stellen sie auch im Staatsarchiv Bamberg eine sehr umfangreiche und wichtige Überlieferu
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Aquarell von Luis Trenker im Bayerischen Hauptstaatsarchiv entdeckt
Aquarell von Luis Trenker im Bayerischen Hauptstaatsarchiv entdeckt
In einem „Streiflicht“ der Süddeutschen Zeitung vom 4. Oktober 1977 charakterisierte der Journalist Ernst Müller-Meiningen jr. den bekannten Bergsteiger, Schauspieler, Regisseur und Schriftsteller Luis Trenker (1892–1990) zu dessen 85. Geburtstag. Luis Trenker bedankte sich beim Autor mit einem Brief vom 26. Oktober 1977, ausgestellt in Bozen (Signatur: NL Müller-Meiningen 449), mit folgenden Worten: „Lieber Ernst Müller Meinigen junior – Tausend Dank für Ihre treffende Charakterisierung meines zarten und unzarten Innen und Umadumlebens! Dafür habe ich Ihnen in aller Stille schnell noch den Langkofel auf dieses Blatt gemalt! Herzlichst, ihr L. T.“ Und tatsächlich findet sich im linken oberen Eck des Briefes das nur 5 x 6 cm große Aquarell des von Luis Trenker so geliebten Langkofels. Der Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Familie Trenker. Ernst Müller-Meiningen jr. (1908–2006), ein wichtiger Vertreter des deutschen Nachkriegs-Journalismus, trat 1946 als Redakteur in die neu gegründete Süddeutsche Zeitung ein. Von 1951 bis 1971 stand er an der Spitze des Deutschen und Bayerischen Journalistenverbands. Er war Gründungsmitglied des Deutschen Presserats und gehörte diesem Selbstkontrollkollegium von 1956 bis 1970 an. Von 1966 bis 1979 vertrat er als Mitglied des Bayerischen Senats die Gruppe der „Freien Berufe“. Sein Nachlass mit einem Umfang von 8
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