Die Staatlichen Archive Bayerns

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König Sigismund verbietet den Städten Augsburg und Ulm, mit der Stadt Venedig Handel zu treiben, Urkunde vom 2. Juli 1418, Staatsarchiv Nürnberg, Reichsstadt Nürnberg, 7-farbiges Alphabet, Urkunden 596 (Foto: Staatliche Archive Bayerns).
König Sigismund verbietet den Städten Augsburg und Ulm, mit der Stadt Venedig Handel zu treiben, Urkunde vom 2. Juli 1418, Staatsarchiv Nürnberg, Reichsstadt Nürnberg, 7-farbiges Alphabet, Urkunden 596 (Foto: Staatliche Archive Bayerns). (Foto: Staatliche Archive Bayerns)
15.01.2020: Rückführung zweier mittelalterlicher Urkunden aus den USA - Pressegespräch am 15. Januar 2019 im Staatsarchiv Nürnberg
Am Mittwoch, 15. Januar 2020 (15.00 Uhr) wurden zwei seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs vermisste Urkunden durch das Auswärtige Amt an das Staatsarchiv Nürnberg zurückgegeben. Die beiden Urkunden aus dem Jahr 1418 waren 2019 in den USA im Nachlass eines ehemaligen US-Soldaten aufgetaucht und konnten durch Vermittlung des Auswärtigen Amtes nach Nürnberg zurückgeholt werden. Das Staatsarchiv Nürnberg lagerte im Zweiten Weltkrieg seine wertvollsten Bestände wegen drohender Luftangriffe an zahlreiche Bergeorte aus. Insgesamt wurden fast 17 laufende Kilometer Archivgut an 32 verschiedenen Orten im Umkreis von ca. 80 km rund um Nürnberg in Sicherheit gebracht. Eines der Depots war im Schloss Sandsee (heute Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen). Dort lagerten 137 Kisten mit spätmittelalterlichen Urkunden. Unmittelbar nach Kriegsende wurde dieses Depot geplündert, mehr als 70 Pergamenturkunden verschwanden. Bereits 1987 und 1991 kamen insgesamt 20 vermisste Urkunden aus den USA zurück nach Nürnberg. Mit der neuerlichen Rückgabe zweier Urkunden ist die Hoffnung verbunden, dass weitere vermisste Stücke ihren Weg zurück in das Staatsarchiv Nürnberg finden. Eingestellt am: 15.01.2020   Zugehörige Dateien Pressemitteilung  
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Malerischer Abriss der Gegend von Furth im Wald bis Zwiesel, 1569 (von Südwesten). Anlass für diese Karte war ein Grenzkonflikt zwischen Bayern und Böhmen wegen eines neuen Eisenbergwerks bei Markt Eisenstein. Die Grenze ist rot eingetragen. Aus der Vogelschau dargestellt ist ein relativ großes Gebiet zwischen Furth i. Wald – Berg Osser – Schüttenhofen (Sušice) – Berg Rachel – Zwiesel – Bodenmais – Burg Neunußberg. Detaillierte kleine Ortsansichten zeigen u.a. strohgedeckte Bauernhäuser; teilweise sind Orts- und Flurnamen mit Hilfe eingeklebter Schildchen angebracht. Die Signatur „ME“ weist auf den Straubinger Maler Michael Eresinger († 1614) hin (Papier auf Leinwand; kolorierte Federzeichnung; ca. 33 (h) x 83 (b) cm; Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Plansammlung 1916b).
Malerischer Abriss der Gegend von Furth im Wald bis Zwiesel, 1569 (von Südwesten). Anlass für diese Karte war ein Grenzkonflikt zwischen Bayern und Böhmen wegen eines neuen Eisenbergwerks bei Markt Eisenstein. Die Grenze ist rot eingetragen. Aus der Vogelschau dargestellt ist ein relativ großes Gebiet zwischen Furth i. Wald – Berg Osser – Schüttenhofen (Sušice) – Berg Rachel – Zwiesel – Bodenmais – Burg Neunußberg. Detaillierte kleine Ortsansichten zeigen u.a. strohgedeckte Bauernhäuser; teilweise sind Orts- und Flurnamen mit Hilfe eingeklebter Schildchen angebracht. Die Signatur „ME“ weist auf den Straubinger Maler Michael Eresinger († 1614) hin (Papier auf Leinwand; kolorierte Federzeichnung; ca. 33 (h) x 83 (b) cm; Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Plansammlung 1916b). (Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Plansammlung 1916b)
29.11.2019: 10 Jahre bayerisch-tschechische Archivpartnerschaft - Festakt im Staatsarchiv Amberg
Am 29. November 2019 wurde mit einem Festakt in Amberg die zehnjährige erfolgreiche Partnerschaft der Staatlichen Archive Bayerns mit tschechischen Archiven im Beisein des Staatsministers für Wissenschaft und Kunst, Bernd Sibler, MdL, und des Direktors der Tschechischen Archivverwaltung PhDr. Jiří Úlovec, gefeiert und gemeinsam in die Zukunft geblickt. „Ein Blick in unsere Archive macht offenkundig, wie eng Bayern und Tschechien verbunden sind: Seit Jahrhunderten teilen wir eine gemeinsame grenzüberschreitende Geschichte. Die enge Zusammenarbeit unserer Archive hilft, dieses wertvolle kulturelle Erbe noch sichtbarer zu machen. Zugleich setzen die Archive ein klares Zeichen für unseren partnerschaftlichen Austausch und unsere gute Nachbarschaft. Darauf lässt sich Zukunft bauen!“, so der Bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst Bernd Sibler, MdL, in seinem Grußwort. Vor zehn Jahren begründete das Kooperationsprojekt „Bayerisch-Tschechisches Netzwerk digitaler Geschichtsquellen“ die feste Zusammenarbeit der Staatlichen Archive Bayerns mit dem Gebietsarchiv Pilsen. Im Rahmen des von der Europäischen Union geförderten Projekts wurden historische Quellen des bayerisch-böhmischen Grenzraumes aus bayerischen und tschechischen Archiven digitalisiert und virtuell auf der eigenen zweisprachigen Präsentationsplattform „Portafontium“ im Internet (http://www.port
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Plakat zur Ausstellung Naturschutz in Bayern
Plakat zur Ausstellung (Karin Hagendorn)
19.11.2019: "Naturschutz in Bayern vor 1979 - Aktionen und Akteure" - Lehrausstellung im Bayerischen Hauptstaatsarchiv
Eine kleine Lehrausstellung des Fachbereichs Archiv- und Bibliothekswesen der Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern vom 19. November 2019 bis zum 10. Januar 2020, bearbeitet von Andrea Kurzböck Am Dienstag, 19. November 2019, wird im Bayerischen Hauptstaatsarchiv die kleine Ausstellung „Naturschutz in Bayern vor 1979. Aktionen und Akteure“ eröffnet. Die Ausstellung wurde im Rahmen der Ausbildung im Vorbereitungsdienst 2017/2020 für den Einstieg in der 3. Qualifikationsebene der Fachlaufbahn Bildung und Wissenschaft, fachlicher Schwerpunkt Archivwesen, an der Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern, von Andrea Kurzböck erarbeitet. Klimaschutz und Umweltschutz dominieren aktuell die öffentliche Diskussion, vom Naturschutz wird nur noch selten gesprochen. Eine Ausnahme bildet der Artenschutz, ein Kernbereich des Naturschutzes. Seit dem 19. Jahrhundert beschäftigen sich Naturschützer neben dem Artenschutz mit dem Schutz der Landschaft und einzelner Naturdenkmale. Vorgehensweisen, Personalstruktur und Beweggründe des Naturschutzes unterlagen im Laufe der Zeit Veränderungen, waren aber immer schon vielfältig. Staatliche wie nichtstaatliche Institutionen stellten Forderungen, appellierten an Vernunft und Emotionen, mobilisierten, drohten mit Strafen, belohnten aber auch vorbildliches Handeln. Vereine, Verbände, Presse und Staatsbehörden sammelten und verbreiteten Informati
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Staatsarchiv Amberg, Foto: Peter Litvai, Atelier für Fotografie Landshut
Staatsarchiv Amberg, Foto: Peter Litvai, Atelier für Fotografie Landshut (Foto: Peter Litvai, Atelier für Fotografie Landshut)
15.11.2019: Gründung eines Notfallverbunds der Archive und Bibliotheken in Amberg und Sulzbach-Rosenberg
Vereinbarung zur gegenseitigen Unterstützung der Archive und Bibliotheken in Amberg und Sulzbach-Rosenberg in Notfällen Die Generaldirektorin der Staatlichen Archive, Frau Dr. Margit Ksoll-Marcon, der Oberbürgermeister der Stadt Amberg, Herr Michael Cerny, der Generaldirektor der Bayerischen Staatsbibliothek, Herr Dr. Klaus Ceynowa, und der 1. Vorsitzende des Literaturarchivs Sulzbach-Rosenberg e.V., Herr PD Dr. habil. Heribert Tommek, unterzeichneten am 15. November 2019 um 10 Uhr im Staatsarchiv Amberg die Vereinbarung zur gegenseitigen Unterstützung der Archive und Bibliotheken in Amberg und Sulzbach-Rosenberg in Notfällen („Notfallverbund Amberg – Sulzbach-Rosenberg“). Nach den Notfallverbünden Augsburg (gegründet 2015), München (gegründet 2016), Nürnberg (gegründet 2016), Landshut (gegründet 2019) und Bamberg (gegründet 2019) ist der Verbund Amberg – Sulzbach-Rosenberg der sechste dieser Art in Bayern. Aus archivischer Sicht ist besonders hervorzuheben, dass auch das Depot des Staatsarchivs Amberg in Sulzbach-Rosenberg mit zum Verbund gehört. In der Vereinbarung sind enthalten: gemeinsame Schulungen und Übungen, die Ausarbeitung und der Austausch von Notfallplänen sowie der regelmäßige Austausch der Verantwortlichen untereinander und mit externen Partnern wie der Feuerwehr und dem Technischen Hilfswerk. Für den hoffentlich nie eintretenden Notfall siche
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