Die Staatlichen Archive Bayerns

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Nahaufnahmen
Nahaufnahmen
Unbekannte Skizzen vom Hitler-Ludendorff-Prozess 1924 und ihr Zeichner Otto D. Franz Eine Ausstellung des Staatsarchivs München, zu sehen vom 26. November 2025 bis 17. April 2026. Mit dem Nachlass des Anwalts und Künstlers Otto D. Franz (1871–1963) übernahm das Staatsarchiv München 2024 eine außergewöhnliche zeitgenössische Quelle: Gerichtszeichnungen vom Hitler-Ludendorff-Prozess des Jahres 1924. Franz begleitete das Verfahren als Zeichner für zwei illustrierte Zeitschriften. In seinen Skizzen hielt er Richter, Angeklagte, Staatsanwälte, Zeugen sowie die Atmosphäre im Gerichtssaal visuell fest. Der Nachlass umfasst weitere Skizzenbücher, private Fotoalben und persönliche Dokumente. Sie gewähren Einblick in das Leben eines erfolgreichen Juristen, leidenschaftlichen Musikfreundes und talentierten Künstlers. In der Ausstellung präsentiert das Staatsarchiv München bislang unveröffentlichte Nahaufnahmen aus dem sogenannten Hitler-Prozess und geht der Frage nach: Wer war der Mann hinter den eindrucksvollen Zeichnungen? Zur Ausstellung erscheint ein Katalog. Eintritt frei. Öffnungszeiten: Mo. – Do. 8:30 bis 16:30 Uhr Fr. 8:30 bis 13:00 Uhr geschlossen am 3.4.2026 und 6.4.2026  
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Dr. Julian Holzapfl, Leiter des Staatsarchivs München; Floriane Azoulay, Direktorin der Arolsen Archives, International Center on Nazi Persecution; Dr. Anke Münster, Arolsen Archives, International Center on Nazi Persecution, Head of Public Relations/ Projektleitung; Dr. Bernhard Grau, Generaldirektor der Staatlichen Archive Bayerns
Kooperation der Staatlichen Archive Bayerns mit den Arolsen Archives
Das Projekt vernetzt 844 historische Hinrichtungsakten aus München-Stadelheim mit den internationalen Archiven der Arolsen Archives, um Hinterbliebene zu finden, diese zu kontaktieren und ihnen auf Wunsch Kopien von Abschiedsbriefen aus den Akten zu übergeben.   Die Haftanstalt in München-Stadelheim fungierte im nationalsozialistischen Justizsystem als „zentrale Hinrichtungsstätte“ und ist mit über 1000 bekannten Hinrichtungen bis 1945 einer der Hauptorte des NS-Unrechts in München. Die 844 sogenannten Hinrichtungsakten der JVA München-Stadelheim, die seit 1975 im Staatsarchiv München verwahrt werden, enthalten mehr als 50 nicht abgeschickte Briefe von Hinrichtungskandidatinnen und -kandidaten an ihnen besonders nahestehende Personen. Die damalige Gefängnisverwaltung und die Strafvollzugsstellen hielten diese Briefe zurück. Die Hinrichtungsakten sind für alle wissenschaftlichen und privaten Recherchevorhaben frei zugänglich, die Verzeichnungsinformationen sind online verfügbar über die Findmitteldatenbank der Staatlichen Archive Bayerns. Um der besonderen Bedeutung Rechnung zu tragen, die die Hinrichtungsakten bzw. die Abschiedsbriefe der Hingerichteten bis heute haben, als Geschichtsquellen zur NS-Unrechtsjustiz, aber auch als persönliche Zeugnisse für die Nachkommen der Hingerichteten, wurden die Akten systematisch durchgesehen, digitalisiert und die erwähnten Original
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Plakat und Flyer: Nicole Edwards, GDA.
Archivgut des Freistaates Bayern zur „Wiedergutmachung“ nationalsozialistischen Unrechts
Präsentation zum 7. internationalen Tag der Provenienzforschung am 9. April 2025 „Wiedergutmachungsakten“ sind aufgrund der ausführlichen biografischen Angaben und den beigefügten Beweismitteln wichtige Quellen für die historische Forschung. Zum 7. Tag der Provenienzforschung am 9. April 2025 zeigen die Staatlichen Archive Bayerns mit einer kleinen Vitrinenpräsentation im Bayerischen Hauptstaatsarchiv, welche Einblicke in Verfolgungsschicksale auf Basis dieser Aktengruppe möglich sind. Der Tag der Provenienzforschung vermittelt die gesellschaftliche und wissenschaftliche Relevanz dieses Forschungsbereichs und findet jedes Jahr am zweiten Mittwoch im April statt. Am Beispiel des Verfolgungsschicksals der Jüdin Hedwig Bobelle während der NS-Zeit wird aufgezeigt, welche Auswertungsmöglichkeiten etwa die Entschädigungsakten bieten. Der Entschädigungsakt enthält Anträge, die Hedwig Bobelle ab 1954 beim Bayerischen Landesentschädigungsamt einreichte. Diese Anträge wegen Schaden an Freiheit, Eigentum und Vermögen sowie im beruflichen und wirtschaftlichen Fortkommen illustrieren unter anderem den Umgang der Wiedergutmachungsbehörden mit den ehemals Verfolgten. Vielfach wurden detaillierte Nachweise verlangt, die kaum zu erbringen waren, da auf der Flucht, bei Inhaftierung und anderen kriegsbedingten Schicksalen fast alles zurückgelassen werden musste. Darüber hinaus wird deutlic
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„The German Wiedergutmachung"
Dreiteiliger Podcast des Bundesarchivs über Entschädigung, geraubtes Eigentum und Millionen von Akten. Wie hat die Bundesrepublik Deutschland die Opfer der beispiellosen NS-Verbrechen entschädigt? Wie wurde geraubtes Eigentum zurückgegeben? Und lassen sich begangene Verbrechen überhaupt „wieder gut machen“? Um diese und weitere Fragen geht es im neuen, dreiteiligen Podcast „The German Wiedergutmachung“, der jetzt online verfügbar ist. In drei Folgen stehen zentrale Aspekte der Wiedergutmachung wie Restitution und Entschädigung NS-Verfolgter sowie der Umgang mit den sogenannten „Vergessenen Opfer“ am Beispiel der Sinti und Roma im Mittelpunkt. Fachleute aus Wissenschaft und Gesellschaft beleuchten zusammen mit Podcast-Gastgeberin Nora Hespers, auch anhand historischer Dokumente aus dem Bundesarchiv, die Hintergründe der Wiedergutmachung. Der Podcast erscheint in einer deutschen und einer englischen Version. „The German Wiedergutmachung“ entstand im Auftrag des Bundesarchivs für das Online-Themenportal „Wiedergutmachung nationalsozialistischen Unrechts“. Das vom Bundesministerium der Finanzen initiierte und vom Bundesarchiv konzipierte und gestaltete Themenportal bietet seit 2022 einen zentralen Zugang zu Millionen Akten der deutschen Wiedergutmachungspolitik und wird fortlaufend zu einem umfassenden Recherche- und Informationsort ausgebaut, der neben Archiv-Inhalten auch Hi
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