
Veranstaltungsreihe „DREI um DREI"
Das Staatsarchiv Nürnberg zeigt Überraschendes und Kostbares. Drei Vorträge um drei Uhr - nächster Termin am 13. November 2025 Das Staatsarchiv Nürnberg musste im Frühjahr 2020 wegen der notwendigen Sanierung aus seinen Gebäuden in der Archivstraße 17 in Nürnberg ausziehen. Bis zum Rückumzug wird es noch dauern. Übliche Formate der Öffentlichkeitsarbeit wie Archivführungen oder Ausstellungen können während der Auslagerung nicht angeboten werden. Das Staatsarchiv Nürnberg bringt sich daher seit dem 30. November 2023 mit einem neuen Vortragsformat in Erinnerung: Unter dem Titel „Drei um Drei“ zeigen Archivarinnen und Archivare in bunter Mischung aus den reichhaltigen Archivalien des Staatsarchivs Überraschendes und Kostbares, Augenfälliges und Folgenreiches, Alltägliches und Seltenes. Jeweils zu dritt werden drei Themen präsentiert, Beginn ist immer um drei Uhr nachmittags. Geplant sind drei Veranstaltungen pro Jahr. Anlässlich der Einführung der Reformation in Nürnberg vor 500 Jahren stellten Dr. Christian Kruse, Dr. Daniela Palzer und Dr. Daniel Burger vom Staatsarchiv Nürnberg am 20. März originale Quellentexte dazu vor. Im Blickpunkt standen: Beratung über „die rechten und notigsten Hauptstuck unsers Glaubens und christlicher Predigt“. Der Rat und das Nürnberger Religionsgespräch vom März 1525. Si
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Kooperation der Staatlichen Archive Bayerns mit den Arolsen Archives
Das Projekt vernetzt 844 historische Hinrichtungsakten aus München-Stadelheim mit den internationalen Archiven der Arolsen Archives, um Hinterbliebene zu finden, diese zu kontaktieren und ihnen auf Wunsch Kopien von Abschiedsbriefen aus den Akten zu übergeben. Die Haftanstalt in München-Stadelheim fungierte im nationalsozialistischen Justizsystem als „zentrale Hinrichtungsstätte“ und ist mit über 1000 bekannten Hinrichtungen bis 1945 einer der Hauptorte des NS-Unrechts in München. Die 844 sogenannten Hinrichtungsakten der JVA München-Stadelheim, die seit 1975 im Staatsarchiv München verwahrt werden, enthalten mehr als 50 nicht abgeschickte Briefe von Hinrichtungskandidatinnen und -kandidaten an ihnen besonders nahestehende Personen. Die damalige Gefängnisverwaltung und die Strafvollzugsstellen hielten diese Briefe zurück. Die Hinrichtungsakten sind für alle wissenschaftlichen und privaten Recherchevorhaben frei zugänglich, die Verzeichnungsinformationen sind online verfügbar über die Findmitteldatenbank der Staatlichen Archive Bayerns. Um der besonderen Bedeutung Rechnung zu tragen, die die Hinrichtungsakten bzw. die Abschiedsbriefe der Hingerichteten bis heute haben, als Geschichtsquellen zur NS-Unrechtsjustiz, aber auch als persönliche Zeugnisse für die Nachkommen der Hingerichteten, wurden die Akten systematisch durchgesehen, digitalisiert und die erwähnten Original
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Archivgut des Freistaates Bayern zur „Wiedergutmachung“ nationalsozialistischen Unrechts
Präsentation zum 7. internationalen Tag der Provenienzforschung am 9. April 2025 „Wiedergutmachungsakten“ sind aufgrund der ausführlichen biografischen Angaben und den beigefügten Beweismitteln wichtige Quellen für die historische Forschung. Zum 7. Tag der Provenienzforschung am 9. April 2025 zeigen die Staatlichen Archive Bayerns mit einer kleinen Vitrinenpräsentation im Bayerischen Hauptstaatsarchiv, welche Einblicke in Verfolgungsschicksale auf Basis dieser Aktengruppe möglich sind. Der Tag der Provenienzforschung vermittelt die gesellschaftliche und wissenschaftliche Relevanz dieses Forschungsbereichs und findet jedes Jahr am zweiten Mittwoch im April statt. Am Beispiel des Verfolgungsschicksals der Jüdin Hedwig Bobelle während der NS-Zeit wird aufgezeigt, welche Auswertungsmöglichkeiten etwa die Entschädigungsakten bieten. Der Entschädigungsakt enthält Anträge, die Hedwig Bobelle ab 1954 beim Bayerischen Landesentschädigungsamt einreichte. Diese Anträge wegen Schaden an Freiheit, Eigentum und Vermögen sowie im beruflichen und wirtschaftlichen Fortkommen illustrieren unter anderem den Umgang der Wiedergutmachungsbehörden mit den ehemals Verfolgten. Vielfach wurden detaillierte Nachweise verlangt, die kaum zu erbringen waren, da auf der Flucht, bei Inhaftierung und anderen kriegsbedingten Schicksalen fast alles zurückgelassen werden musste. Darüber hinaus wird deutlic
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„The German Wiedergutmachung"
Dreiteiliger Podcast des Bundesarchivs über Entschädigung, geraubtes Eigentum und Millionen von Akten. Wie hat die Bundesrepublik Deutschland die Opfer der beispiellosen NS-Verbrechen entschädigt? Wie wurde geraubtes Eigentum zurückgegeben? Und lassen sich begangene Verbrechen überhaupt „wieder gut machen“? Um diese und weitere Fragen geht es im neuen, dreiteiligen Podcast „The German Wiedergutmachung“, der jetzt online verfügbar ist. In drei Folgen stehen zentrale Aspekte der Wiedergutmachung wie Restitution und Entschädigung NS-Verfolgter sowie der Umgang mit den sogenannten „Vergessenen Opfer“ am Beispiel der Sinti und Roma im Mittelpunkt. Fachleute aus Wissenschaft und Gesellschaft beleuchten zusammen mit Podcast-Gastgeberin Nora Hespers, auch anhand historischer Dokumente aus dem Bundesarchiv, die Hintergründe der Wiedergutmachung. Der Podcast erscheint in einer deutschen und einer englischen Version. „The German Wiedergutmachung“ entstand im Auftrag des Bundesarchivs für das Online-Themenportal „Wiedergutmachung nationalsozialistischen Unrechts“. Das vom Bundesministerium der Finanzen initiierte und vom Bundesarchiv konzipierte und gestaltete Themenportal bietet seit 2022 einen zentralen Zugang zu Millionen Akten der deutschen Wiedergutmachungspolitik und wird fortlaufend zu einem umfassenden Recherche- und Informationsort ausgebaut, der neben Archiv-Inhalten auch Hi
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