
10.03.2020: „Handgeschrieben!? Messages im vor-elektronischen Zeitalter“ - Tag der Archive im Staatsarchiv Landshut am 9. und 10. März 2020
Das Staatsarchiv Landshut lädt zu Führungen und einer kleinen Ausstellung am 9. und 10. März 2020 ab jeweils 16 Uhr ein. Führung durch das Staatsarchiv Landshut mit Archivalienpräsentation Bundesweit wird am ersten Märzwochenende der 10. Tag der Archive veranstaltet. In diesem Jahr steht er unter dem Motto „Kommunikation: Von der Depesche zum Tweet“. Mehrere hundert Archive in Deutschland öffnen ihre Türen und gewähren Einblicke in ihre Arbeit mit historischen Dokumenten. Das Staatsarchiv Landshut beteiligt sich an den darauf folgenden Werktagen. In zwei „Feierabend-Führungen“ werden am Montag, den 9. und Dienstag, den 10. März jeweils um 16.00 Uhr im Staatsarchiv Landshut die vielfältigen Aufgaben des Staatsarchivs Landshut vorgestellt. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, den erst 2016 bezogenen markanten Neubau des Staatsarchivs an der Schlachthofstraße zu besichtigen. Dazu können die Besucherinnen und Besucher zusätzlich in der kleinen Ausstellung „Handgeschrieben!? Messages im vor-elektronischen Zeitalter“ einige ausgesuchte Originale zum Thema „Kommunikation“ bewundern. Ein Schwerpunkt liegt auf der Korrespondenz von und mit Edmund Jörg, der im 19. Jahrhundert als Archivar auf der Burg Trausnitz wirkte und dessen 200. Geburtstag vor wenigen Monaten begangen wurde. Hinzu kommen private Briefe von Personen aus allen Gesellschaftsschic
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Nürnberger Nachfolgeprozesse 1946–1949: Digitalisierungsvorhaben gestartet
Ein neues Forschungsprojekt macht die umfangreichen Dokumente der Nürnberger Nachfolgeprozesse aus den Jahren 1946–1949 digital zugänglich – ein Meilenstein für die Digital Humanities und die historische Aufarbeitung der bedeutendsten Prozesse der Nachkriegszeit in Deutschland. Das Vorhaben ist ein Kooperationsprojekt der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (BAdW), der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns. Unmittelbar nach den Nürnberger Prozessen gegen die Hauptkriegsverbrecher des Zweiten Weltkriegs starteten die sogenannten Nürnberger Nachfolgeprozesse. Im Gegensatz zum Hauptkriegsverbrecherprozess vor einem Internationalen Gerichtshof wurden diese Verfahren, die zwischen 1946 und 1949 in Nürnberg stattfanden, ausschließlich vor amerikanischen Militärgerichten verhandelt. 185 hochrangige Juristen, Mediziner, Industrielle, SS- und Polizeiführer, Militärs, Beamte und Diplomaten wurden in insgesamt 12 Prozessen angeklagt. Die Prozesse zeigten, in welchem Ausmaß die deutsche Führungsschicht zum Machtsystem der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft beigetragen hatte. Von den 185 Angeklagten erhielten 24 die Todesstrafe, 20 wurden zu lebenslanger Haft verurteilt, 98 erhielten teils langjährige Freiheitsstrafen. 35 der Beschuldigten wurden freigesprochen. In den 1950er Jahren führten Begnadigungen dazu, da
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20.10.2024: Die Restaurierungswerkstatt des Bayerischen Hauptstaatsarchivs beteiligt sich am 7. Europäischen Tag der Restaurierung
Einmal typische Werkstattluft schnuppern und das Privileg genießen, Kulturgut von ganz nah aus der Perspektive von Restauratorinnen und Restauratoren zu betrachten – diese seltene Gelegenheit bietet sich Besucherinnen und Besuchern am Sonntag, den 20. Oktober 2024. Fachleute geben dann deutschland- und europaweit Einblicke in ihre Arbeitswelt, die sonst überwiegend im Verborgenen stattfindet. Am 20. Oktober 2024 veranstaltet der Verband der Restauratoren den Aktionstag bereits zum siebten Mal in Deutschland. „Restaurieren morgen“ lautet das diesjährige Motto, unter dem wir Sie einladen, Fallbeispiele aktueller Konservierungs- und Restaurierungsprojekte kennenzulernen. Erfahren Sie mehr darüber, wie Restauratorinnen und Restauratoren zukünftig unser Kulturgut bewahren. Auf welche Herausforderungen werden sie treffen? Welche Fähigkeiten benötigen sie hierfür? Bei Führungen haben Sie die – einzigartige – Möglichkeit, den Mitarbeiterinnen der Restaurierungswerkstatt über die Schulter zu schauen! Wir präsentieren Ausschnitte aus der aktuellen Arbeit und erläutern Schadensarten, Restaurierungstechniken und Maßnahmen im Bereich der Staatlichen Archive Bayerns. Da in unserer Werkstatt vielfältige Materialien bearbeitet werden können, verspricht die Führung viel Anschauliches, Informatives und selten Sichtbares. Sie können Restaurierungsf
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26.09.2024: Präsentation des Archivinventars „Staatsarchiv Coburg. Reichskammergericht (Bayerische Archivinventare 60)“
Buchpräsentation im Staatsarchiv Coburg, am 26. September 2024, um 17.00 Uhr Das Reichskammergericht (1495–1806) war neben und in Konkurrenz zum Reichshofrat (1498/1527–1806) eines der beiden höchsten Gerichte im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Die Prozessakten wurden nach dessen Ende vom Deutschen Bund in Wetzlar verwaltet und um die Mitte des 19. Jahrhunderts nach damals erarbeiteten Aufteilungskriterien an die deutschen Bundesstaaten verteilt. 1853 erhielt auch das Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha Reichskammergerichtsakten, die zum kleineren Teil in Gotha verblieben, zum größeren Teil nach Coburg abgegeben wurden. Wir freuen uns, am Donnerstag, dem 26. September 2024, um 17.00 Uhr, das Archivinventar „Staatsarchiv Coburg. Reichskammergericht (Bayerische Archivinventare 60)“ der Öffentlichkeit im Staatsarchiv Coburg, Herrngasse 11 in 96450 Coburg, zu präsentieren. Zur Buchpräsentation sind Sie herzlich eingeladen! Die Überlieferung des Reichskammergerichts im Umfang von über 77.000 Akten, verteilt auf 48 Archive im In- und Ausland, gehört zu den umfangreichsten und bedeutendsten archivalischen Quellenbeständen der Frühen Neuzeit. Vor allem die im Rahmen der Prozessführung eingereichten Beweismittel bieten anschauliche Einblicke in die Lebenswelt früherer Jahrhunderte. Weil die Gerichtsakten von hohem Wert für die Rechts- und Reichsgeschi
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